• 07.09.2003, 11:00:00
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Hofmann: "Nicht raunzen, handeln zählt, Herr Leitl!"

Wo bleiben die inhaltlichen Schwerpunkte?

Wien (OTS/RFW) "Das Denunzieren der FPÖ durch WKÖ-Präsident Leitl
täuscht nicht über ein inhaltliches Defizit, welches allen Anschein
nach im Büro des WK-Präsidenten herrscht, hinweg", kommentiert NAbg.
DI Max Hofmann, Bundesobmann des Ringes Freiheitlicher
Wirtschaftstreibender (RFW) und FP-Wirtschaftssprecher das heute im
Format erschienene Interview mit Präsident Leitl.

Über den Sager "mit der SPÖ wäre der Reformweg besser zu beschreiten
gewesen", ist Hofmann nicht verwundert: "Es ist ja nichts Neues,
dass sich der WKÖ-Präsident immer den Weg des leichtesten
Widerstandes sucht, und den sieht er offensichtlich in der
Zusammenarbeit mit den Sozialisten." Wer jedoch der SPÖ jetzt Rosen
streut, ist nach Ansicht Hofmanns gegen die Privatisierung und für
die Beibehaltung der Proporz- und Parteibuchwirtschaft. 30 Jahre rot-
schwarzer Reformstau sind offenbar an Leitl spurlos vorübergegangen.
Immerhin hat die SPÖVP Verstaatlichten-Ära mehr als 100 Milliarden
und 50.000 Arbeitsplätze gekostet: "Ein Armutszeugnis für den
Präsidenten der Arbeitgebervertretung, jedoch für einen
Großkoalitionär wie Leitl es ist, nicht verwunderlich."

Für den RFW-Bundesobmann sind die Äusserungen Leitls ein Zeichen
fehlender Konzepte: "Er sollte sich besser um die österreichischen
Unternehmer kümmern, als solch unüberlegte Phrasen von sich zu
geben. Leitl ist ein guter Selbstdarsteller, wenn es darum geht die
Bundesregierung oder andere zu kritisieren. Eigene Reformvorschläge
zur Kinderbetreuungseinrichtungen und eine kritische Stellungnahme
zur Elternteilzeit bleiben jedoch aus."

Es ist auch unverständlich warum Leitl das Kindergeld kritisiert.
"Anscheinend ist es Leitl noch nicht zu Ohren gekommen, dass seit
der Einführung des Kindergeldes die Geburtenrate in Österreich
gestiegen ist", so Hofmann, "und auch die Kaufkraft erhöht wurde,
nicht ganz unwesentlich für die heimische Wirtschaft."
"Herr Leitl wäre gut beraten, die Probleme der heimischen
Unternehmer anzugehen und ausgefeilte Konzepte zu präsentieren", so
DI NAbg. Max Hofmann abschließend. (gg)

OTS0016    2003-09-07/11:00

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