- 05.09.2003, 10:37:12
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Kossina: Bestnoten für Wiener Wasser
Aktuelle Umfrage zeigt hohe Zufriedenheit der Wienerinnen und Wiener
Wien (OTS) - "Die Wienerinnen und Wiener sind in der
privilegierten Lage, ihren Trinkwasserbedarf mit Wasser höchster
Qualität stillen zu können - und sie wissen das auch zu schätzen",
zeigte sich Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina am Freitag
in einem Mediengespräch erfreut über die Ergebnisse einer aktuellen
Umfrage im Auftrag der MA 31 - Wiener Wasserwerke: 95 Prozent der
Wienerinnen und Wiener beurteilen die Qualität ihres Trinkwassers mit
"sehr gut" oder "gut". Kossina: "Ein Ergebnis der hervorragenden
Arbeit der Wiener Wasserwerke und der ausgezeichneten Kooperation mit
der MA 49 - Forstamt in den Quellschutzwäldern für unsere Umwelt."
Der nachhaltige Umgang mit dem "wichtigen Grundnahrungsmittel Wasser"
habe dafür gesorgt, so die Umweltstadträtin, dass die
Wasserversorgung der Wienerinnen und Wiener auch im heurigen
"Jahrhundertsommer" ohne Probleme bewältigt wurde.****
Geringere Verbrauchsspitzen im August
Zum Vergleich des Wasserverbrauches der letzten drei Jahre
stellt der Betriebsvorstand der Wiener Wasserwerke, Dipl. Ing. Hans
Sailer, fest: "Besonders der August zeigt uns über die letzten Jahre
wie unterschiedlich sich das Wetter auf das Verbrauchsverhalten der
Bevölkerung auswirkt." Verglichen mit dem Hochwasserjahr 2002 liegt
der Wasserverbrauch 2003 in August um 19,2 % höher. In den
Ferienmonaten werden tendenziell geringere Verbrauchsspitzen
erreicht, weil einfach die Urlaubszeit einen geringeren Verbrauch
bedingt.
Die Hitzeperiode im August hat zwar zu keiner absoluten
Verbrauchsspitze geführt, in Summe ist aber in dieser Zeit mit
19,454.400 m3 der größte Monatsverbrauch des Jahres erreicht worden.
Sommer 2003: Extreme Unterschiede im Verbrauch
Am 12. Juni waren die Wienerinnen und Wiener heuer am
"durstigsten": 531,97 Millionen Liter Trinkwasser wurden verbraucht.
Einen interessanten Aspekt gab es zu Maria Himmelfahrt. Innerhalb
einer Woche gab es am 11. August mit 500.590 m3 den höchsten und am
15. August mit 340.000 m3 den geringsten Wasserverbrauch des Monats.
Das verlängerte Wochenende nutzten viele Wienerinnen und Wiener für
einen Kurzurlaub. Der Wasserverbrauch war so niedrig wie sonst nur am
zweiten Weihnachtsfeiertag, dem traditionellen Minimumsverbrauchstag
im Jahr.
Schonende Waldwirtschaft ist Basis für beste Wasserqualität
Mehr als 32.000 Hektar Grund besitzt die Stadt Wien in den
niederösterreichisch-steirischen Quellschutzgebieten um Rax,
Schneeberg und Hochschwab. Forstdirektor Dipl. Ing. Andreas
Januskovecz: "Studien haben gezeigt, dass die Böden in naturnahen,
gemischten und ungleichaltrigen Wäldern den Quellenschutz optimal
erfüllen. Diese Böden filtern und speichern den Niederschlag am
besten und geben das Wasser dauerhaft an die Quellen ab." Nach diesen
Grundsätzen bewirtschaftet die MA 49 den Wald in den sensiblen
Gebieten:
o Fichtenwälder werden in naturnahe Mischwälder übergeführt;
o Junge Wälder werden nicht aufgeforstet, sondern keimen aus dem
Samen von Altbäumen;
o Der Wildbestand wird so reguliert, dass die Mischbaumarten
unbeschädigt aufwachsen können;
o Um Erosionen zu verhindern, werden keine Kahlschläge mehr
angelegt. Es werden nur Einzelbäume und kleine Baumgruppen geerntet.
o Um das empfindliche Gefüge des Bodens nicht zu stören, werden
Forststraßen nur im notwendigen Ausmaß errichtet.
o Schwere Arbeitsmaschinen dürfen nur auf Wegen fahren, das Holz
der geernteten Bäume wird hauptsächlich mit mobilen Seilbahnen "schwebend" zur Forststraße gebracht. o Die Anlage von geeigneten Wegen sorgt dafür, dass Wanderer und Bergsteiger an hydrologisch besonders sensiblen Bereichen "vorbeigeleitet" werden.
Sorgsamer Umgang mit wertvoller Ressource Wasser
Den sorgsamen Umgang mit "der wertvollen Ressource Wasser" lobte
der stellvertretende Vorsitzende des Gemeinderatsausschusses für
Umwelt, Gemeinderat Erich Valentin: "Während etwa London einen
Wasserverlust von 38 Prozent hat, ist es Wien gelungen, durch große
Investitionen in die Sanierung des Rohrnetzes seine Verluste auf den
internationalen Spitzenwert von rund 10 Prozent zu senken." Das
"Stromdebakel" in den USA zeige, so Valentin, wie wichtig es sei,
dass die Versorgung mit den für die Daseinsvorsorge wichtigen
Grundbedürfnissen als Aufgabe der öffentlichen Hand erhalten bleibe:
"Und das gilt besonders für die Versorgung der Wienerinnen und Wiener
mit dem Grundnahrungsmittel Wasser, das in ganz Wien zudem qualitativ
eine fast schon legendäre Qualität hat."
Umweltstadträtin Kossina erteilte Privatisierungsbestrebungen
eine deutliche Absage: "Eine Geschäftsmacherei mit dem Wasser der
Wienerinnen und Wiener wird es nicht geben."
MA 31 und MA 49 präsentieren sich beim "Europafest 2003"
Wie die Zusammenarbeit zwischen Wasserwerken und Forstamt der
Stadt Wien funktioniert, zeigen die beiden Magistratsabteilungen am
6. Und 7. September beim "Europafest 2003" rund um die Millennium
City in Wien-Brigittenau, zu dem 50.000 Besucher erwartet werden.
Valentin: "Es ist höchst dankenswert, dass Information über
wichtige Daseinsfragen der Stadt dort gegeben werden, wo die Menschen
tatsächlich ihre Freizeit verbringen."
Die Wiener Wasserwerke sind täglich von 0 bis 24 Uhr für die
Wienerinnen und Wiener erreichbar. Allfällige Störungen im Rohrnetz
können unter der Telefonnummer 599 59-0 dem Bereitschafts-Ingenieur
gemeldet werden.
Allgemeine Informationen:
o Wiener Wasserwerke (MA 31): http://www.wienwasser.at/
o Forstamt der Stadt Wien (MA 49): http://www.wien.at/wald/
rk-Fotoservice: http://www.wien.at/ma53/rkfoto/
(Schluss) bfm/wög
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