- 04.09.2003, 13:25:46
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Pittermann: Pflegemängel in Lainz werden verbessert
Überprüfung von Stadträtin veranlasst
Wien (OTS) - "Hier sind gravierende Fehler passiert - nun ist
sicherzustellen, dass sich derartige Dinge nicht wiederholen",
reagiert Wiens Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann
zutiefst betroffen auf einen Prüfbericht der MA 47 über mangelhafte
Körperpflege und Mobilisierung von PatientInnen im Pavillon 1 im
Geriatriezentrum am Wienerwald (GZW).
Die Stadträtin hatte eine unangemeldete Überprüfung durch die MA
47 veranlasst, nachdem sie durch private Beschwerden auf Missstände
auf einer Station im GZW aufmerksam wurde. Pittermann hat die
Verantwortlichen im Wiener Krankenanstaltenverbund sofort angewiesen,
sowohl disziplinäre als auch strukturelle Konsequenzen zu ziehen.
Angesichts des festgestellten Versagens in der Versorgung müssten
viele Abläufe hinterfragt und neu aufgebaut werden.
Pittermann betonte ausdrücklich, dass die Missstände auf dieser
Station nicht stellvertretend für alle Stationen in den
Geriatriezentren der Stadt Wien gesehen werden dürften: "Die
städtischen Geriatriezentren bieten derzeit rund 5.500 Personen ein
Zuhause - sie werden von gut geschulten und hoch motivierten
MitarbeiterInnen liebevoll betreut. Dafür möchte ich meinen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr herzlich danken". Die
festgestellten Mängel in der Pflege führt Pittermann auf ein
Kontrollversagen der oberen Hierarchien zurück .
Hotline bereits eingerichtet
Für verunsicherte Angehörige und PatientInnen wurde unter der
Nummer 53 114 - 602 12 eine Hotline eingerichtet, die von Montag bis
Freitag von 7.30 bis 15.30 besetzt ist.****
Die MA 47 wurde beauftragt, in den nächsten Wochen und Monaten
verstärkt unangemeldete Kontrollen durchzuführen.
Seitens des Wiener Krankenanstaltenverbundes wurden bereits
erste Konsequenzen gezogen: Der Pflegedirektor des Geriatriezentrums
am Wienerwald wurde unmittelbar nach Bekanntwerden des Prüfberichtes
- per Ende Juli - durch eine geschäftsführende Pflegedirektorin
ersetzt. Gegen die Stationsschwester der betroffenen Station wird
nach Überprüfung ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Sie wird durch
eine andere Stationsschwester ersetzt. Weitere disziplinäre
Konsequenzen wegen mangelnder Aufsichtspflicht werden überprüft.
Das Team der betroffenen Station wird zum überwiegenden Teil
innerhalb des Hauses versetzt und durch andere MitarbeiterInnen des
GZW ersetzt. Seitens der Generaldirektion (GD) und Teilunternehmung 1
(TU1) - zuständig für alle städt. Krankenhäuser und Geriatriezentren
- wurde eine engmaschige Kontrolle durch die geschäftsführende
Pflegedirektorin und die Oberschwester angeordnet. Im Rahmen einer
wöchentlichen Berichtspflicht ist an die GD und TU 1 zu berichten.
Eine begleitende Kontrolle durch die Interne Revision wurde
installiert. (Schluss) rog
OTS0174 2003-09-04/13:25
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