Topkomödie "Jetzt erst Recht!" mit Ulrich Reinthaller, Peter Weck und Marianne Mendt

Ein Vater, zwei Mütter und viele Probleme

Wien (OTS) - Wie fühlt sich jemand, der plötzlich erfährt, dass er nicht das Kind seiner Mutter ist? So manchen würde das in eine Lebenskrise stürzen, aus der er nicht so leicht wieder herauskommt. Für den angehenden Staranwalt Max (Ulrich Reinthaller) in der neuen ORF-Charakterkomödie "Jetzt erst Recht!", die ORF und MR-Film gestern in der Filmstadt Wien präsentierten, bricht vorerst auch eine Welt zusammen, als die Praterwirtin Gabi (Marianne Mendt) in sein Verlobungsfest platzt und sich als seine leibliche Mutter vorstellt. Dem ersten Schock folgt der Zorn über die böse Lebenslüge seines Vaters (Peter Weck), dann die Suche nach seinem neuen Ich, gespickt mit einer Vielzahl an Problemen, von denen Max zum Teil gar nicht ahnte, dass es sie gibt. "Neben den Themen Liebe, Treue und einem veritablen Vater-Sohn-Konflikt birgt diese österreichische Komödie auch ein ernstes Thema in sich. Das ORF-Publikum kann sich auf jeden Fall auf beste Hauptabendunterhaltung freuen", kündigte ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis den Film an, der am Mittwoch, dem 17. September 2003, um 20.15 Uhr in ORF 2 seine TV-Premiere feiert.
Zur Präsentation in der Filmstadt Wien waren unter anderem erschienen: Regisseur Michael Kreihsl, Drehbuchautor Peter Mazzuchelli, Hauptdarsteller Ulrich Reinthaller, der auch die Idee zum Film lieferte, dessen Filmvater Peter Weck, Reinthallers Filmmütter Marianne Mendt (am 1. Oktober in der Schwarzenberger-Komödie "Dinner for Two" im ORF zu sehen) und Gertraud Jesserer, Maria Köstlinger, die Reinthallers reiche Verlobte spielt, weiters "Praterstrizzi" Nicholas Ofczarek, Frank Oladeinde, der Filmpartner Marianne Mendts, der schon im "Kaisermühlen Blues" an ihrer Seite stand, Charity Akuma und die Kinderhauptdarstellerin Onyinyechi Ogbuebele. Unter den Premierengästen fanden sich auch prominente Schauspieler wie Konstanze Breitebner, Sandra Cervik, Gabriela Benesch, Heribert Sasse u. a.

Rebellisches schwarzes Schaf

Hauptdarsteller Ulrich Reinthaller, der mit Regisseur Michael Kreihsl zuletzt die Elfriede-Hammerl-Komödie "Probieren Sie’s mit einem Jüngeren" - mit Senta Berger in der weiblichen Hauptrolle - drehte, bezeichnet "Jetzt erst Recht!" als seine bisher wichtigste Arbeit. Für ihn ist an diesem Film bemerkenswert, "dass eine solche Geschichte durchaus stattgefunden haben kann. Das Interessante sind auch die drei Themen, die da behandelt werden: Der Vater-Sohn-Konflikt, das Weltbild von Max, das ins Schleudern kommt, und die Beschneidung eines afrikanischen Mädchens, die er als Anwalt verhindern will." Max' Vater, dargestellt von Peter Weck, will den Sohn zu einem Rückzug in sein früheres Leben zwingen und übernimmt die Vertretung der Gegenseite. Doch Max rebelliert und kämpft mit allen Mitteln. "In meiner Kindheit hat es sehr viel Rebellion gegeben, bis hin zum Erwachsenenalter. Ich war das rebellische schwarze Schaf der Familie", erinnert sich Ulrich Reinthaller. "Diese Geschichten haben unter anderem meinen Ideenspeicher für diesen Filmstoff genährt. Aber ich 'durfte' auch rebellieren, meine Eltern haben das nicht mit Gewalt unterdrückt."

Kein übermächtiger Vater im realen Leben

Im Gegensatz zu Filmvater Peter Weck: Dieser zieht den Leasing-Maserati des Sohnes ein, lässt dessen Bankomatkarte sperren, intrigiert bei den Behörden gegen ihn und übernimmt sogar das Mandat der Gegenseite im Fall der afrikanischen Familie, um dem Sohn eine Lehre zu erteilen. "Ich bin froh, dass ich mal ein anderes Register des Schauspiels zeigen konnte", freut sich Peter Weck über seine jüngste Rolle. "Das war eine gewisse Herausforderung." Der Vater von zwei erwachsenen Kindern und Großvater ist im Privatleben keinesfalls ein übermächtiger Vater. "Ich mische mich überhaupt nicht ein. Wenn zum Beispiel mein Sohn, der eine Produktionsfirma führt, etwas wissen will oder um Rat fragt, sage ich ihm meine Meinung, aber ich rede nicht drein. Ich finde es schön, dass er etwas selbstständig macht und allein die Verantwortung trägt." Auch Ulrich Reinthaller, der selbst zwei Töchter hat, will kein dominanter Vater sein. "Mir gefallen gütige, liebevolle Väter, und ich versuche ein solcher zu sein. Ich bin zwar streng und meine Stärke ist bestimmt nicht die Geduld", gesteht der mit Kollegin Regina Fritsch verheiratete Schauspieler. "Aber ich versuche eine liebevolle Gerechtigkeit in meiner Erziehung walten zu lassen, und ich habe ein offenes Ohr für Kritik."

Kurzinhalt des Films

Der erfolgreiche Junganwalt Max Salmhofer (Reinthaller) ist schockiert, als er am Tag seiner Verlobung mit einer reichen Unternehmerin (Köstlinger) von seiner wahren Herkunft erfährt. 32 Jahre seines Lebens mussten vergehen, bis die böse Lebenslüge seines übermächtigen Vaters (Weck) aufgedeckt wurde. Dieser hatte einst einen Arzt bestochen, um seiner Geliebten Gabi (Mendt) eine Totgeburt vorzutäuschen und der eigenen Ehefrau (Jesserer), die zur selben Zeit im gleichen Krankenhaus ein totes Kind auf die Welt brachte, das gesunde Neugeborene unterzujubeln. Er steigt aus und versucht ein neues Leben aufzubauen. Fernab der Luxusvilla seiner Familie, zwischen Praterwirtshaus und Pferderennbahn, findet er neue Freunde, eine neue Liebe (Ekaterina Medvedeva) und vor allem: sich selbst. Sein einflussreicher Vater, ebenfalls Rechtsanwalt, macht ihm das Leben schwer: In einem Scheidungsfall, in dem Max eine Afrikanerin (Charity Akuma) vertritt, die ihre Tochter (Onyinyechi Ogbuebele) vor der rituellen Beschneidung retten möchte, übernimmt er die Vertretung der Gegenseite. Doch Max hat gelernt zu kämpfen, nicht nur für sich, sondern auch für seine neuen Freunde - "Jetzt erst Recht!"

"Jetzt erst Recht!" ist eine Produktion des ORF, hergestellt von MR-Film. Gedreht wurde der rund 90-minütige Film im Frühjahr dieses Jahres in Wien. Als Hauptschauplatz diente ein aufgelassenes Wirtshaus im zweiten Wiener Gemeindebezirk zwischen Lusthaus und Rennbahn.

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