- 04.09.2003, 09:39:37
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PRÖLL: START DER INITIATIVE "BILDUNG ZUM ERFOLG"
Gemeinsam mit österreichischen Bauern offensive Antworten auf Zukunftsfragen geben
Ried (OTS) Das Lebensministerium startet gemeinsam mit den
Landwirtschaftskammern und Wirtschaftsunternehmen die Initiative
"Bildung zum Erfolg", um gemeinsam mit den landwirtschaftlichen
Betrieben gute Zukunftsperspektiven für die österreichische
Landwirtschaft zu schaffen. Aufgabe der Politik ist es, gangbare
Wege zu eröffnen, Aufgabe der Bäuerinnen und Bauern ist es, ihren
Betrieb zu optimieren und auf die neuen Gegebenheiten einzustellen
sowie die Chancen zu nutzen. Schlüssel zum Erfolg ist dabei
Information und Bildung, wie sie insbesondere im Bildungsprogramm
"Bäuerliche Familienunternehmen (bfu)" erfolgreich angeboten wird.
Dies erklärte Landwirtschaftsminister Josef Pröll bei einer
gemeinsamen Pressekonferenz mit Landwirtschaftskammer-Präsident
Rudolf Schwarzböck und Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch im
Rahmen des Agrarischen Herbstauftaktes auf der Rieder Messe.****
Der Startschuss zur Initiative bedeutet, dass in den nächsten Wochen
und Monaten breit über Zukunftsstrategien der österreichischen
Landwirtschaft diskutiert werden wird. In allen Bundesländern finden
Informations- und Bildungsveranstaltungen statt, in den agrarischen
Medien wird die Initiative "Bildung zum Erfolg" breiten Raum
einnehmen. Jeder landwirtschaftliche Betrieb soll über die neuen
Rahmenbedingungen informiert sein, soll mit den
Interessenvertretungen, mit den Beratern, den Ländlichen
Fortbildungsinstituten und interessierten Wirtschaftsunternehmen
neue Anforderungen und Chancen, Trends Optimierungsmöglichkeiten am
Betrieb diskutieren können. Deshalb wird die Initiative vom
Landwirtschaftsministerium, den LFI’S, den Landwirtschaftskammern
und Wirtschaftsunternehmen gemeinsam getragen. Die neuartige
Kooperation soll den bäuerlichen Betrieben auch signalisieren, dass
sie mit starkem Rückhalt bei den notwendigen Umstellungen rechnen
können, führte Pröll weiter aus.
Die Landwirtschaft steht in den nächsten Jahren vor beachtlichen
Herausforderungen und sich verändernden Rahmenbedingungen. Die
Eckpunkte sind die GAP-Reform, die in den nächsten Jahren umgesetzt
werden muss, die EU-Erweiterung sowie die unsichere Lage auf den
Weltmärkten im Zuge der bevorstehenden WTO-Verhandlungen. Neben
diesen Veränderungen sind Auswirkungen des beginnenden Klimawandels
eine schwer Last für die Bauern. In dieser Situation gilt es die
Ärmel aufzukrempeln und die besten Antwort einerseits für die
österreichische Landwirtschaft, andererseits für jeden einzelnen
Betrieb zu finden.
Die Politik hat die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft
bestmöglich zu gestalten. Bei der GAP-Reform ist es auf europäischer
Ebene gelungen, einen gangbaren Weg zu eröffnen. In den nächsten
Wochen gilt es, die österreichische Antwort darauf unter Dach und
Fach zu bringen. Mit den Budgets 2003 und 2004 wurde auf nationaler
Ebene bereits eine solide Basis geschaffen, insbesondere das
fixierte 3 Mrd. Euro-Paket gibt Sicherheit bei finanziellen
Entscheidungen. Bei der EU-Erweiterung sind vorhandene Ängste
auszuräumen, insbesondere muss sich die österreichische Land- und
Ernährungswirtschaft ihrer Stärken bewusst sein und in den nächsten
Monaten auf den neuen EU-Märkten in die Offensive gehen.
Klar ist, dass Österreich starke, zukunftsfähige Betriebe für den
ländlichen Raum braucht. Im Zentrum der Initiative stehen daher
Bauern, die etwas verändern wollen, Herausforderungen annehmen,
dabei auf Bildung setzen, sich Know how aneignen, und deshalb
wettbewerbsstark sind. Wir müssen informieren, wir müssen
Bildungsangebote bereitstellen und danach trachten, dass diese breit
angenommen werden. "Erfolg ist kein Zufall" soll das Motto einer
breiten agrarischen Diskussion sein. Unsere Bauern sollen bei ihren
Bemühungen, ihre Betriebe fit zu machen, Unterstützung und
Anerkennung erhalten. Wir müssen motivieren, müssen unsere Stärken
und Chancen herausarbeiten und Mut machen, die Wege, die offen
stehen, zu nutzen, sagte Pröll.
Im Mittelpunkt muss die betriebliche Optimierung und
Professionalisierung stehen. Das Bildungsprogramm "Bäuerliche
Familienunternehmen (bfu)" mit bisher rund 3.000 Absolventen hat
eine beachtliche Bilanz vorzuweisen und ist daher als eines der
zentralen Instrument für die betriebliche Professionalisierung und
Optimierungsstrategie zu fördern. Viele Beispiele von Absolventen
zeigen, dass die Seminare sich positiv auf die Betriebe ausgewirkt
haben, Betriebsentwicklungspläne wesentlich zur Optimierung des
Betriebsergebnisses beitragen. Die Wettbewerbsposition verbessern,
Kosten optimieren sind wichtige Themen, weil damit Betriebe mehr
Spielraum für Zukunftsinvestitionen und Produktionsumstellungen
gewinnen. Die Initiative "Bildung zum Erfolg" dient dazu, in wenigen
Jahren das Ziel von 10.000 Absolventen zu erreichen. Die
Agrarpolitik muss auf diese Trendsetter setzen, die Initiative ist
eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Landwirtschaft,
schloss Pröll.
(Schluss)
OTS0039 2003-09-04/09:39
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