- 03.09.2003, 12:10:00
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Sacher: Ausverkaufs-Schicksal auch für zwei Voest-Standorte in Niederösterreich besiegelt
Mittelfristig Hunderte Arbeitsplätze in Niederösterreich in Gefahr
St. Pölten, (SPI) - "Unsere Solidarität gilt den tausenden
Beschäftigten der Voest in Oberösterreich, aber ganz besonders auch
den rd. 1.300 Beschäftigten an den zwei Voest-Standorten in
Niederösterreich Krems/Donau und Traisen. Das Festhalten der
VP-FP-Bundesregierung am Verkauf der ÖIAG-Anteile ‚ohne Wenn und
Aber' und ohne Rücksichtnahme auf eine sinnvolle und notwendige
österreichische Kernaktionärsrolle gefährdet mittelfristig ihre
Arbeitplätze und das Industriepotential Österreichs. Bei einer
Privatisierung über die Börse kann niemand garantieren, wer sich
beteiligt und was er später mit seinen Beteiligungen macht. Das ist
leider Faktum und blieb auch in der gestrigen Sondersitzung des
Nationalrats unwidersprochen"" so der Kremser SP-Mandatar und Zweiter
Präsident des NÖ Landtags, LAbg. Ewald Sacher.****
Bei der Voest-Privatisierung wird Unaufrichtigkeit zum politischen
Werkzeug gemacht. Eine österreichische Lösung ist weit und breit
nicht in Sicht, geradezu grotesk wirkt die Ankündigung, die
Mitarbeiterbeteiligung zu stärken. Weder haben die
Voest-MitarbeiterInnen hunderte Millionen Euro, noch können sie sich
auf eine Investition einlassen, deren Ausgang äußerst ungewiss ist.
Schon in der Diskussion um die Beteiligung Magnas an der Voest stand
das Vorhaben der Zerschlagung und Filetierung im Vordergrund,
einzelne Voest-Zweige sollen im Anschluss an ausländische Konzerne
verkauft werden. "Was passiert dann mit den Beteiligungen der
MitarbeiterInnen", stellt Sacher eine berechtigte Frage in den Raum.
"Besonders schade ist es, dass sich alle Niederösterreichischen
Abgeordneten von ÖVP und FPÖ wieder einmal von den Interessen
Niederösterreichs abgewandt haben. Wenn wir mittel- oder langfristig
unsere beiden Voest-Standorte gefährden, dann ist dies ein schwerer
Schlag gegen den Wirtschaftsstandort Niederösterreich und gegen die
Menschen in unserem Bundesland", so Sacher abschließend.
(Schluss) fa
OTS0120 2003-09-03/12:10
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