• 03.09.2003, 09:18:14
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Modeschule Wien in Hetzendorf eröffnet neue Ausstellung

Die Veränderung der Sichtweisen von 4. bis 26. September zu sehen Wien (OTS) - Ab morgen, Donnerstag dem 4. September ist die neueste Ausstellung der Modeschule Wien, "Die Veränderung der Sichtweisen", in den Prunkräumen von Schloss Hetzendorf zu sehen. Veränderte Sichtweisen werden den Jahresschwerpunkt 2003/ 04 der Mode Schule Wien bestimmen. Als Impuls für die verschiedenen Projektarbeiten des kommenden Jahres setzt sich die Schule mit Tradition, Identitäten, Ikonen und Klischees auseinander, um daraus neues Potential zu entwickeln.**** Zwtl.: Schwarz-weiße Trachtenbilder von Tomak Tomak, Absolvent der Universität für angewandte Kunst in Wien / Malereistudium bei Attersee, lotet immer wieder als zentrales Thema die Darstellungsmöglichkeiten des menschlichen Körpers aus. Bilderreihen wie neo anthropophagi, acht Köpfe oder Werktafeln 1-15 widmen sich medizinischen Darstellungsmöglichkeiten. 2001 wurden die ersten Bilder aus einer diesbezüglichen Fotosammlung malerisch umgesetzt. Um den Dokumentationscharakter beizubehalten, wurde die Schwarz-Weiß-Malerei und eine besonders realistische Form der Darstellung gewählt. 2002 entstand als Gegenstück zu den Unzulänglichkeiten das erste Trachtenbild. Mittlerweile ist die Reihe Illumination mit fünfzig Krankheitsbildern und fünf Trachtenbildern abgeschlossen. "Die Kombination aus der Darstellung von "unschönen" und schmuckvoll bekleideten, aus der Kultur einzelner Landstriche entstandenen traditionellen Kleidungsstücken und extra angefertigten realen Gewändern gibt dem Rezipienten die Möglichkeit, sich mit Objekt / Bild und Konzept näher auseinander zu setzen - zu analysieren, was Ästhetik, die - von der Mode abhängig - sich ständig verschiebt, am Ende ist." so Tomak. In Hetzendorf zeigt Tomak vor allem seine schwarz-weißen Trachtenbilder.

Trachten aus der Sammlung Tostmann

In Bezug zu den Gemälden werden kostbare Originale verschiedener
Zeiten aus dem Bereich der Volks- und Arbeitstrachten - wie die
Bregenzerwäldertracht, das oberösterreichische Goldhaubenkleid oder
die Salzburger Kassetteltracht - aus der historischen Sammlung
Tostmann gesetzt. Die von Marlen Tostmann, der Mutter Gexi Tostmanns,
begründete Sammlung wurde nicht nur liebevoll und kenntnisreich
erweitert sondern beinhaltet inzwischen österreichische Objekte
ebenso wie auch seltene Stücke aus dem übrigen Europa. Die
Kopfbedeckungen nehmen einen besonderen Raum ein, da sie zu den am
stärksten typenbildenden Elementen der Trachten überhaupt zählen.
Präsent sind eine Fülle unterschiedlicher Hauben, schwarze
Flügel-Kopftücher, Schwammerlhüte, Bänderhüte oder Reindlhüte. Das
Entree bilden modische Dirndlkleider aus den 30er bis 50er Jahren,
die Mode der Gegenwart und der Zukunft ist in der Ausstellung
indirekt in Form von Medien - Videos und Zeitschriften - präsent.
Jedem Besucher bleibt es selbst überlassen, festzustellen, wie stark
sich der unermessliche gestalterische Reichtum der Trachten in der
internationalen Mode manifestiert.

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

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