- 03.09.2003, 08:55:16
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Sacher: Gesamtheit des Unternehmens ÖBB muss gewahrt bleiben
Nahverkehrsoffensive und Ausbau des öffentlichen Verkehrs statt Unternehmenszerschlagung und Personalabbau
St. Pölten, (SPI) - "Das Unternehmen ÖBB muss in seiner Gesamtheit
bestehen bleiben, wobei die unterschiedlichen Geschäftsbereiche
durchaus mit mehr Eigenverantwortung ausgestattet werden können. Eine
Zerschlagung der ÖBB nach britischem Vorbild hätte massiv negative
Auswirkungen auf die Bahn selbst, den Nahverkehr und den
Wirtschaftsstandort Niederösterreich. Tausende Arbeitsplätze drohen
damit allein in Niederösterreich bei den ÖBB und in der Wirtschaft
verloren zu gehen", so der Verkehrssprecher der NÖ Sozialdemokraten
und Zweiter NÖ Landtagspräsident LAbg. Ewald Sacher. Zudem drohen mit
einer Filetierung des Unternehmens zahlreiche Bahnausbauprojekte in
Niederösterreich, wie der Ausbau der West- und Südbahn,
Schnellbahnprojekte und die ÖBB-Bahnhofsoffensive unter die Räder zu
kommen. Die bei den Bahnprojekten beschäftigte Bauwirtschaft hätte
neuerlich Rückschläge und damit steigende Arbeitslosigkeit zu
erwarten.****
Dabei fordert die zunehmende Mobilität der Bevölkerung im städtischen
oder dichten Siedlungsraum geradezu eine "Bahnoffensive". Dem
weiteren Anwachsen des Individual- und LKW-Verkehrs müssen sinnvolle
Alternativen entgegengesetzt werden. "Was wir brauchen ist eine
Nahverkehrsoffensive mit einer bedarfsorientierten Gestaltung des
Angebotes und der Zugverbindungen, mehr Komfort, Bequemlichkeit und
Sauberkeit im Zug und auf den Bahnhöfen sowie, einhergehend mit
laufenden Modernisierungen des Wagenmaterials, mehr Schnelligkeit.
Eine bessere Flächenbedienung durch Busse, die bessere Vernetzung der
Fahrpläne sowie der Ausbau der Park & Ride-Anlagen sollte dazu
führen, dass eine erfolgreiche ÖBB den steigenden Ansprüchen gerecht
werden kann. Die Regierung sollte sich daher darum kümmern, wie die
ÖBB ‚noch besser werden kann', statt ausschließlich politisch
motiviert das Unternehmen auszuhungern und mehr als 12.000
Arbeitsplätze in Österreich zu vernichten", so Sacher abschließend.
(Schluss) fa
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