Anschober zu EU-Entscheid: Schlag ins Gesicht der Bevölkerung

LH Pühringer schaut seit seit Monaten zu wie Gentechnik-Lobby in Brüssel Stimmung macht

OTS (Linz) - "Der Entscheid der EU-Kommission gegen die gentechnikfreie Zone Oberösterreich ist ein Schlag ins Gesicht der Bevölkerung", reagiert der Klubobmann und Landessprecher der Grünen OÖ, Rudi Anschober, auf den heute bekannt gewordenen Spruch der EU-Kommission. Anschober kritisiert gleichzeitig zur EU-Kommission jedoch auch LH Pühringer: "Das ist das Ergebnis, wenn man monatelang keinen Lobbyismus in Brüssel betreibt, während die Agrar- und Gentechnik-Lobby keinen Tag verstreichen lässt um für ihre Interessen in Brüssel Stimmung zu machen. Nur in Österreich zu sitzen und Brüssel zu kritisieren ist schlicht und einfach zu wenig, wenn politisch tatsächlich etwas umgesetzt werden soll."

"Oberösterreich muss hart bleiben und - wenn nötig - den gesamten Instanzenzug bis zum Höchstgericht, dem EUGH, im Sinne der gentechnikfreien Zone OÖ durchfechten", fordert Anschober. Darüber hinaus sei es höchst an der Zeit, endlich Allianzen mit anderen Regionen zu schließen, die sich ebenfalls für Gentechnik-Freiheit ausgesprochen haben. "Auch hier hat LH Pühringer seit Monaten null komma nichts getan. Die österreichischen Bundesländer Salzburg, Burgenland und Kärnten, aber auch einige deutsche Bundesländer sowie Regionen in Italien, Slowenien und Ungarn halten an gentechnikfreier Landwirtschaft fest. Hier muss nach dem Motto ‚gemeinsam stark’ an einem Strang gezogen und auf EU-Ebene Lobby-Arbeit geleistet werden", ergänzt Anschober. Überdies schlagen die Grünen vor Agrarförderungen künftig an gentechnikfreie Produktion zu binden.

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