• 02.09.2003, 16:48:52
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Anschober zu EU-Entscheid: Schlag ins Gesicht der Bevölkerung

LH Pühringer schaut seit seit Monaten zu wie Gentechnik-Lobby in Brüssel Stimmung macht

OTS (Linz) - "Der Entscheid der EU-Kommission gegen die
gentechnikfreie Zone Oberösterreich ist ein Schlag ins Gesicht der
Bevölkerung", reagiert der Klubobmann und Landessprecher der Grünen
OÖ, Rudi Anschober, auf den heute bekannt gewordenen Spruch der
EU-Kommission. Anschober kritisiert gleichzeitig zur EU-Kommission
jedoch auch LH Pühringer: "Das ist das Ergebnis, wenn man monatelang
keinen Lobbyismus in Brüssel betreibt, während die Agrar- und
Gentechnik-Lobby keinen Tag verstreichen lässt um für ihre Interessen
in Brüssel Stimmung zu machen. Nur in Österreich zu sitzen und
Brüssel zu kritisieren ist schlicht und einfach zu wenig, wenn
politisch tatsächlich etwas umgesetzt werden soll."

"Oberösterreich muss hart bleiben und - wenn nötig - den gesamten
Instanzenzug bis zum Höchstgericht, dem EUGH, im Sinne der
gentechnikfreien Zone OÖ durchfechten", fordert Anschober. Darüber
hinaus sei es höchst an der Zeit, endlich Allianzen mit anderen
Regionen zu schließen, die sich ebenfalls für Gentechnik-Freiheit
ausgesprochen haben. "Auch hier hat LH Pühringer seit Monaten null
komma nichts getan. Die österreichischen Bundesländer Salzburg,
Burgenland und Kärnten, aber auch einige deutsche Bundesländer sowie
Regionen in Italien, Slowenien und Ungarn halten an gentechnikfreier
Landwirtschaft fest. Hier muss nach dem Motto ‚gemeinsam stark’ an
einem Strang gezogen und auf EU-Ebene Lobby-Arbeit geleistet werden",
ergänzt Anschober. Überdies schlagen die Grünen vor Agrarförderungen
künftig an gentechnikfreie Produktion zu binden.

OTS0204    2003-09-02/16:48

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