• 02.09.2003, 12:29:38
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ARBÖ: Österreichs Versorgung mit entschwefelten Treibstoffen sichergestellt

ARBÖ-Umfrage ergibt flächendeckende Versorgung mit entschwefeltem Benzin und Diesel

Wien (OTS) - Österreichs Autofahrer werden ab 1. Jänner 2004 im
gesamten Bundesgebiet entschwefelte Treibstoffe tanken und somit die
Luftqualität schlagartig verbessern können. Laut einer aktuellen
ARBÖ-Umfrage bei Mineralölproduzenten und Tankstellenketten des
Landes wird es zu diesem Zeitpunkt eine flächendeckende Versorgung
mit schwefelfreien Benzin- und Dieselkraftstoffen geben.

ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar: "Damit ist sichergestellt,
dass die Autofahrer nicht auch noch zusätzlich zur Kassa gebeten
werden, weil es keine entschwefelten Treibstoffe gibt".

Ab Jänner 2004 wird die Mineralölsteuer auf schwefelfreies Benzin
um 1 Cent und auf schwefelfreien Diesel um 2 Cent pro Liter erhöht.
Für nicht-entschwefelte Treibstoffe hat die Regierung die
Mineralölsteuer sogar um 2,5 Cent (Benzin) und 3,5 Cent (Diesel)
erhöht. Damit die Autofahrer nicht unnötig mehr zahlen müssen, hat
sich der ARBÖ für ein Vorziehen der Entschwefelung von Treibstoffen
und eine flächendeckende Versorgung Österreichs mit
umweltfreundlichen Treibstoffen eingesetzt.

Dank der schwefelfreien Treibstoffe, die einen Schwefelgehalt von
kleiner als 10 ppm (part per million/ein Millionstel) aufweisen,
können vor allem auch die Feinstpartikelemissionen der Dieselmotoren
kräftig reduziert und neue Technologien zur Reduzierung von
Emissionen eingesetzt werden. Immerhin weist ein Liter Diesel derzeit
einen Schwefelgehalt von 350 ppm auf.

Mag. Hans Strassl, Generaldirektor von BP/Aral hat
zwischenzeitlich Bedenken zerstreut, dass sich durch die Produktion
schwefelfreier Treibstoffe auch noch der Literpreis erhöhen könnte.
"Es gibt heute schon in Rotterdam keinen Quotierungsunterschied
zwischen 350 ppm, 50ppm oder 10ppm. Der Markt wird ziemlich
unerbittlich mit dem Produktpreis umgehen und nivellieren", hatte
Generaldirektor Strassl bereits gegenüber der "FREIE FAHRT", dem
Klubjournal des ARBÖ verlautet. BP/Aral beliefert in Österreich 610
von rund 3.000 Tankstellen und zählt gemeinsam mit der OMV/Avanti mit
660 Tankstellen zu den Marktführern.

Die ARBÖ-Recherche bei Mineralölproduzenten und Tankstellen bei
OMV, BP, Shell, Esso, und Agip förderte einen weiteren interessanten
Aspekt zu Tage: Kein einziges Unternehmen plant als Zwischenschritt
eine Absenkung des Schwefelgehaltes auf 50ppm, wie es die
EU-Richtlinie gestatten würde. Die Mineralölfirmen haben sich für die
Absenkung auf 10 ppm in einem Schritt entschieden.

OTS0121    2003-09-02/12:29

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