ÖAMTC setzt österreichweit 470 neue Pannenhilfe-Laptops bei HiTech-Pannen ein

Onboard-Diagnose macht's möglich: Auch bei modernen Autos werden über 90 Prozent der Pannen auf der Straße behoben

Wien (ÖAMTC-Presse) - Onboard-Diagnose lautet das neue Zauberwort in der ÖAMTC-Pannenhilfe. Die Gelben Engel werden künftig mit österreichweit 470 Pannenhilfe-Laptops noch rascher helfen können, wenn moderne Autos "liegen bleiben". Mit der Auslieferung der Geräte wird Anfang Oktober begonnen. Dort, wo der Lenker angesichts der rätselhaften Botschaften am Armaturenbrett nicht mehr weiter weiß, tut fachkundige Hilfe Not: "Mittels Onboard-Diagnose können die ÖAMTC-Pannenhelfer auf der Straße auf alle für die Behebung der Panne notwendigen Daten sämtlicher moderner Kfz-Modelle - vom Kleinwagen bis zur Luxus-Limousine - zugreifen", erläutert Rudolf Brauch, der beim ÖAMTC verantwortliche Projektleiter.

Zum Einsatz kommen Panasonic-Toughbooks, die mit den Bordcomputern der Autos verbunden werden können. "Der Pannenfahrer dockt seinen Laptop über einen genormten Stecker an die elektronischen Systeme des betroffenen Autos an. Hat das Gerät den Fehler erkannt, gibt es automatisch Tipps zur Behebung des Problems direkt auf den Bildschirm", erläutert Brauch. Die Geräte sind spritzwasser- und stoßfest, gegen Staub geschützt und auch bei großer Hitze und Minusgraden einsatzfähig. Was die Bedienung auf der Straße einfach macht: Das Display ist als Touchscreen ausgeführt, die Eingaben können ohne Tastatur nur durch Berührung des Bildschirmes gemacht werden. Auch auf die Sicherheit wurde großer Wert gelegt, denn Passwörter und zusätzliche Features schützen vor Missbrauch.

"Mit der Onboard-Diagnose wird sichergestellt, dass auch in Zukunft die Panne in über 90 Prozent der Fälle gleich auf der Straße behoben werden kann", berichtet der ÖAMTC-Projektleiter. Von Anfang Jänner bis Ende August 2003 leisteten die Gelben Engel österreichweit immerhin 459.248 Pannenhilfen. Sollte dennoch einmal die Pannenbehebung auf der Straße nicht möglich sein - etwa weil ein spezieller Ersatzteil nötig wäre - kann der Pannenfahrer zumindest meist konkret feststellen, was defekt ist. Die langwierige Fehlersuche in der Werkstätte entfällt somit und der Autofahrer kann gleich einen konkreten Reparaturauftrag erteilen.

"Derzeit sind im Schnitt etwa 17 Prozent der Auto-Bauteile elektronisch gesteuert", weiß HiTech-Experte Brauch. Schätzungen gehen davon aus, dass dieser Anteil bis 2007 auf 72 Prozent ansteigen wird. Ohne HiTech-Technologie würde sich die Pannenhilfe bei modernen Autos somit immer schwieriger gestalten. Die Onboard-Diagnose ist die größte Investition in die Nothilfe des ÖAMTC seit der Einführung der "Pannenhilfe rund um die Uhr" im Jahr 1968. Insgesamt wurden rund 1,5 Millionen Euro aufgewandt, eine fünfjährige Testphase und intensive Schulungen gingen der Innovation voraus.

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Bildmaterial zur Arbeit eines ÖAMTC-Pannenhelfers mit dem Laptop findet sich auf der Homepage des Clubs unter http://www.oeamtc.at/presse/.

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