- 02.09.2003, 10:14:41
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ÖAMTC setzt österreichweit 470 neue Pannenhilfe-Laptops bei HiTech-Pannen ein
Onboard-Diagnose macht's möglich: Auch bei modernen Autos werden über 90 Prozent der Pannen auf der Straße behoben
Wien (ÖAMTC-Presse) - Onboard-Diagnose lautet das neue Zauberwort
in der ÖAMTC-Pannenhilfe. Die Gelben Engel werden künftig mit
österreichweit 470 Pannenhilfe-Laptops noch rascher helfen können,
wenn moderne Autos "liegen bleiben". Mit der Auslieferung der Geräte
wird Anfang Oktober begonnen. Dort, wo der Lenker angesichts der
rätselhaften Botschaften am Armaturenbrett nicht mehr weiter weiß,
tut fachkundige Hilfe Not: "Mittels Onboard-Diagnose können die
ÖAMTC-Pannenhelfer auf der Straße auf alle für die Behebung der Panne
notwendigen Daten sämtlicher moderner Kfz-Modelle - vom Kleinwagen
bis zur Luxus-Limousine - zugreifen", erläutert Rudolf Brauch, der
beim ÖAMTC verantwortliche Projektleiter.
Zum Einsatz kommen Panasonic-Toughbooks, die mit den Bordcomputern
der Autos verbunden werden können. "Der Pannenfahrer dockt seinen
Laptop über einen genormten Stecker an die elektronischen Systeme des
betroffenen Autos an. Hat das Gerät den Fehler erkannt, gibt es
automatisch Tipps zur Behebung des Problems direkt auf den
Bildschirm", erläutert Brauch. Die Geräte sind spritzwasser- und
stoßfest, gegen Staub geschützt und auch bei großer Hitze und
Minusgraden einsatzfähig. Was die Bedienung auf der Straße einfach
macht: Das Display ist als Touchscreen ausgeführt, die Eingaben
können ohne Tastatur nur durch Berührung des Bildschirmes gemacht
werden. Auch auf die Sicherheit wurde großer Wert gelegt, denn
Passwörter und zusätzliche Features schützen vor Missbrauch.
"Mit der Onboard-Diagnose wird sichergestellt, dass auch in
Zukunft die Panne in über 90 Prozent der Fälle gleich auf der Straße
behoben werden kann", berichtet der ÖAMTC-Projektleiter. Von Anfang
Jänner bis Ende August 2003 leisteten die Gelben Engel österreichweit
immerhin 459.248 Pannenhilfen. Sollte dennoch einmal die
Pannenbehebung auf der Straße nicht möglich sein - etwa weil ein
spezieller Ersatzteil nötig wäre - kann der Pannenfahrer zumindest
meist konkret feststellen, was defekt ist. Die langwierige
Fehlersuche in der Werkstätte entfällt somit und der Autofahrer kann
gleich einen konkreten Reparaturauftrag erteilen.
"Derzeit sind im Schnitt etwa 17 Prozent der Auto-Bauteile
elektronisch gesteuert", weiß HiTech-Experte Brauch. Schätzungen
gehen davon aus, dass dieser Anteil bis 2007 auf 72 Prozent ansteigen
wird. Ohne HiTech-Technologie würde sich die Pannenhilfe bei modernen
Autos somit immer schwieriger gestalten. Die Onboard-Diagnose ist die
größte Investition in die Nothilfe des ÖAMTC seit der Einführung der
"Pannenhilfe rund um die Uhr" im Jahr 1968. Insgesamt wurden rund 1,5
Millionen Euro aufgewandt, eine fünfjährige Testphase und intensive
Schulungen gingen der Innovation voraus.
Aviso an die Redaktionen:
Bildmaterial zur Arbeit eines ÖAMTC-Pannenhelfers mit dem Laptop
findet sich auf der Homepage des Clubs unter
http://www.oeamtc.at/presse/.
(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger
Rückfragehinweis: ÖAMTC-Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218
OTS0054 2003-09-02/10:14
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