"Die Schöngrubers": Wiedersehen mit Hans Holt, Marika Rökk und Didi Hallervorden

Ab 21. September trifft Wiener Schmäh auf Berliner Schnauze

Wien (OTS) - Nach fast drei Jahrzehnten gibt es im ORF ein Wiedersehen mit den Fernsehlieblingen aus der Serie "Die Schöngrubers": mit dem "Meister der leisen Töne" Hans Holt, mit der legendären Marika Rökk, die im November ihren 90. Geburtstag feiert, mit Rökks Tochter Gabriele Jacoby und mit dem damals aufstrebenden Dieter Hallervorden. "Die Schöngrubers", zuletzt gespielt im Jahr 1974, sind ab 21. September (Folge 1: "Ankunft in Berlin", insgesamt 13 Folgen) jeden Sonntag um 15.00 Uhr im Programm von ORF 2 zu sehen. Paul Hengge schrieb das Drehbuch zur Serie, bei der Wiener Schmäh auf Berliner Schnauze trifft. Besonders gerne erinnert sich der Autor an Hans Holt zurück, der 2001 im Alter von 91 Jahren in Baden bei Wien starb. Hengge: "Er war ein so grandioser Kollege und das Herz der Serie. Ein wunderbarer Mensch und Schauspieler ist er gewesen. Er war einer der bescheidensten Österreicher, den ich kenne, und auch einer der besten."

"Die Schöngrubers" - Friseurgespräch der Wiener Tanten

Hengge verbindet in seiner Biographie selbst Wien und Berlin. Der Drehbuchautor ("Das Urteil"), Theaterregisseur und Schriftsteller ("Der Rosengarten") wurde 1930 in Wien geboren und lebt jetzt in Berlin: "Die Umsetzung meines Buches unter der Regie von Klaus Überall hat mir sehr gut gefallen. Als Autor hat man aber immer Vorbehalte. Es könnte immer besser sein. Ich glaube aber, es war ein Erfolg. Alle meine Tanten in Wien waren stolz auf mich und haben beim Friseur gesagt, dass sie mich kennen." Und weiter: "Interessant ist für mich das Aufeinandertreffen der Menschen. Man lernt den Hintergrund der Wiener Familie kennen und man lernt den Hintergrund der Berliner Familie kennen. Auch die Missverständnisse werden erkannt. Und das ist das Positive." Das Aufeinandertreffen von Menschen aus einem unterschiedlichen Lebensumfeld ist auch zentrales Motiv des Films "Ein glücklicher Tag", bei dem Paul Hengge für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnet und der zurzeit in Linz und Berlin gedreht wird. Der Film thematisiert die Liebesgeschichte zwischen einer Österreicherin und einem Ostdeutschen und ist voraussichtlich 2004 im ORF zu sehen.

Die Schöngrubers vermissen Wiener Kaffeehäuser und Mehlspeisen

"Die Schöngrubers" spielt im Jahr 1910 zur Zeit der k. u. k. Monarchie. Familie Schöngruber zieht von der Kaiserstadt Wien nach Berlin, wo sie ein Mietshaus samt Geschäft und kostbarer Uhrensammlung geerbt hat und die Tochter das Medizinstudium beginnen darf - im Wien dieser Zeit war das für Frauen noch nicht möglich. Der Vater, Uhrmachermeister Franz Schöngruber (Hans Holt), Mutter Marie-Therese (Marika Rökk), eine ehemalige Schauspielerin und Tänzerin, und Tochter Agnes (Gabriele Jacoby) erleben einen ungastlichen Empfang. Die Berliner stehen den Neuen aus Wien großteils skeptisch gegenüber, nur das Hausmeisterehepaar Gehrke (Rosemari Kühn und Dieter Hallervorden) bemüht sich um Freundlichkeit. Für die Schöngrubers bedeutet der Umzug einschneidende Veränderungen: Sie vermissen die lieb gewonnenen Wiener Mehlspeisen und die Wiener Kaffeehäuser. Dazu kommt noch der für sie schwer verständliche Berliner Dialekt, und auch mit der Berliner Mentalität kommen sie nicht zurecht.

Folge 1: "Ankunft in Berlin"

Zum Inhalt der ersten Episode: Die Schöngrubers kommen nach Berlin und werden vom Ehepaar Gehrke erwartet. Diese wollen sich mit den neuen Hausbesitzern gut stellen, schließlich sind günstige Wohnungen Mangelware. Mit Berliner Herzlichkeit übernehmen die Gehrkes gleich das Kommando und räumen die Möbel in die Wohnung, wobei sie keine Einwände gelten lassen. Bald merkt Familie Gehrke, dass die Schöngrubers ausgesprochen gutmütige Leute sind und lässt sich fällige Mieten stunden. Die Neuberliner müssen schließlich feststellen, dass sie fast die gesamte nächste Monatsmiete bereits verschenkt haben. Der mit der Hausverwaltung beauftragte Rechtsanwalt bringt bald darauf die nächste Hiobsbotschaft: Eine Hypothek belastet noch für längere Zeit die Mieteinnahmen. Zusätzliche Ausgaben für Reparaturen und andere Rechnungen strapazieren die finanzielle Lage der Schöngrubers, die ohnehin wegen des teuren Umzugs nicht die beste ist. So bleibt ihnen nur das Existenzminimum. Die nächsten Monate fristen sie praktisch ohne Geld. Glücklicherweise geht ein echter Wiener nicht so schnell unter. Therese weiß, was zu tun ist, und schafft es, dass die Mieter freiwillig, sogar ohne Aufforderung, die geschenkten Mieten doch bezahlen.

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