- 01.09.2003, 09:22:44
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Margareten: Klare Worte zur Stauraczgasse
Wien (OTS) - Der Bezirksvorsteher von Margareten, Ing. Kurt Ph.
Wimmer, stellt am Donnerstag, 4. September, um 14 Uhr, in Wien 5.,
Stauraczgasse 2 (Ecke Wiedner Hauptstraße 154) eine neue
Erläuterungstafel vor, die Auskunft über das einstige Tun des Franz
Xaver Stauracz gibt. Der Text auf dieser Zusatztafel zum bestehenden
Straßenschild in der Stauraczgasse lautet: "Franz Xaver Stauracz
(1855-1918). Der Jugend- und Arbeiterseelsorger, Gründer des
"Katholischen Jünglingsvereines Margareten", wurde durch seine
judenfeindlichen Hetzschriften zu einem der Wegbereiter jenes
modernen Antisemitismus, der im Holocaust seinen grauenvollen
Höhepunkt fand." Ohne das seelsorgerische Wirken von Franz Xaver
Stauracz zu verschweigen, wendet sich der 5. Bezirk mit diesen
Ausführungen klar und deutlich gegen die antisemitische Haltung des
Klerikers und verurteilt dessen ungeheuerliche Veröffentlichungen.
Nach den Worten von Bezirksvorsteher Ing. Wimmer waren "üble
Hetzer wie Franz Xaver Stauracz die Wegbereiter des Faschismus in
Österreich". In einem Gespräch mit der "Rathauskorrespondenz" brachte
Wimmer seinen heftigen Unmut über jegliches antisemitische
Gedankengut zum Ausdruck und er erinnerte an das in der Vergangenheit
jüdischen Mitbürgern zugefügte Leid. Rassistischen Aussagen törichter
Zeitgenossen hält das Bezirksoberhaupt ein "Wehret den Anfängen"
entgegen. Der Bezirkschef bezeichnete "Niemals vergessen" als Gebot
der Stunde, ganz in diesem Sinne wurde von einer Neubenennung der
Stauraczgasse Abstand genommen.
Bereits im Oktober 2002 wurde in Margareten ein anderes Zeichen
gegen den Nationalsozialismus gesetzt: Ein "Nazi-Wandbild" des Malers
Böttger an der Außenmauer des städtischen Hauses in Wien 5.,
Brandmayergasse 27 wurde von Ulrike Lienbacher überarbeitet sowie mit
Erklärungstafeln versehen. (Schluss) enz
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