Sallmutter: Wertediskussion muss sich vor allem an Verantwortliche in Wirtschaft und Politik richten

GPA als Anlaufstelle für verantwortliches Management

Wien (GPA). "Anstatt die Jugend unseres Landes mit einer fragwürdigen Wertediskussion zu konfrontieren, müsste sich die Appelle bezüglich gesellschaftlicher Wertvorstellungen primär an Personen an den Schalthebeln der Macht in Wirtschaft und Politik richten", erklärt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter zur aktuellen Diskussion rund um den Vorstoß von Minister Gehrer.++++

Es gebe in der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung genügend Phänomene, die eine Wertediskussion in der Tat höchst notwendig erscheinen lassen. "Managemenentscheidungen, die Aktionärsinteressen über die Interessen von Beschäftigten stellen, Stichwort Semperit, ein Finanzminister, der sich von der Großindustrie sponsern lässt und dabei noch Steuern schont, Manager in der Verstaatlichten Industrie, die sich illegalerweise mit überzogenen Gehältern bedienen oder ihr Insiderewissen für persönliche Vorteile nutzen und vieles mehr", so Sallmutter

"Ich stimme Frau Minister Gehrer absolut zu, dass Geld im Leben nicht alles sein kann. Diesen Appell sollte sie aber nicht primär an die Jugend, die es heute bezüglich Arbeitsplatz und Einkommens ohnehin sehr schwer hat, richten, sondern an ihre Freunde in Regierung und Wirtschaft, die es auch in der Hand hätten, Rahmenbedingungen zu verändern und öffentliche Meinungen nachhaltig zu beeinflussen."

"Gleichzeitig gibt es aber auch bei vielen Führungskräften zunehmend den Bedarf, Verantwortung und ethische Kriterien in ihre Arbeit stärker in den Vordergrund zu stellen. Die GPA-Interessengemeinschaft work@professional fungiert schon längere Zeit als Anlaufstelle für Führungskräfte und setzt konkrete Initiativen, um ethische Kriterien, Verantwortung und Professionalität im Bewusstsein zu verankern.

Nähre Infos unter: www.interesse.at/professional

ÖGB, 29. August 2003
Nr. 705

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