• 29.08.2003, 12:01:34
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  • OTS0135 OTW0135

"Aufbruchsstimmung am österreichischen Kapitalmarkt - umgesetzte Maßnahmen des Aktionsplans zeigen Wirkung"

Regierungsbeauftragter Schenz zieht Bilanz und stellt Prioritäten 2003/2004 vor

Wien (OTS) - Der Regierungsbeauftragte Richard Schenz ist mit der
Umsetzung seines im vergangenen Jahr präsentierten Aktionsplans zur
Stärkung des österreichischen Kapitalmarktes zufrieden. Zentrale
Vorschläge des Aktionsplans wurden bereits verwirklicht und zeigen
unmittelbar positive Auswirkungen auf den österreichischen
Kapitalmarkt:

- Der österreichische Corporate Governance Kodex: Mehr Vertrauen
     durch Qualitätsverbesserung
   - Das prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge-Produkt: Mehr Volumen
     auf der Nachfrageseite
   - Das Kuratorium für den österreichischen Kapitalmarkt; Roadshows
     des Regierungsbeauftragten gemeinsam mit der Wiener Börse: Mehr
     Vertrauen durch bessere Information

Begünstigt durch diese Maßnahmen ist am österreichischen
Kapitalmarkt eine besondere Aufbruchsstimmung feststellbar. Dies
zeigt sich insbesondere in einer beachtlichen Performance des ATX im
internationalen Vergleich, wesentlich gestiegenen Handelsumsätzen und
der Rückkehr von Unternehmen, die an ausländischen Börsen notiert
waren, an die Wiener Börse.

Nun geht es um die Nachhaltigkeit der Belebung des
österreichischen Kapitalmarktes. Die bereits erzielten Erfolge müssen
durch eine konsequente Fortführung der Kapitalmarkt-Offensive mit den
bewährten Schwerpunkten "Mehr Vertrauen" und "Mehr Volumen" ausgebaut
werden.

Nachdem wesentliche Maßnahmen für Qualitätsverbesserung,
Information und mehr Nachfrage bereits umgesetzt worden sind, sollen
2003/2004 wirksame Maßnahmen für mehr Volumen auf der Angebotsseite
den Schwerpunkt bilden. Richard Schenz: "Es geht nun darum attraktive
Anlagemöglichkeiten im Inland zu schaffen. Dies ist besonders wichtig
im Hinblick auf den weiteren Ausbau der kapitalgedeckten
Altersvorsorge und das grundsätzlich hohe private Geldvermögen in
Österreich. Mit Maßnahmen zur Verbesserung des Angebots wird der noch
fehlende Baustein für ein integriertes Konzept zur Stärkung des
österreichischen Kapitalmarktes eingefügt."

Die prioritären Maßnahmen für mehr Volumen auf der Angebotseite
sind:

- Privatisierung
   - Securitisation
   - Steuerliche Maßnahmen für Eigenkapitalstärkung und Börsengänge
   - Stärkung des vorbörslichen Risikokapitalmarktes (Venture
     Capital/Private Equity)
   - Bessere Rahmenbedingungen für den österreichischen Bond Markt

Bei der voranzutreibenden Privatisierung soll grundsätzlich dem
Börsegang aufgrund seiner volkswirtschaftlichen Vorteile der Vorzug
gegeben werden. In diesem Zusammenhang begrüßt der
Kapitalmarktbeauftragte besonders die Vorgangsweise der ÖIAG zur
Voest - Privatisierung. Schenz: "Der gewählte Weg der Privatisierung
über die Börse entspricht voll und ganz den im Aktionsplan
dargelegten Anforderungen. Das Angebot der attraktiven
Anlagemöglichkeiten im Inland wird größer. Österreichische
Kernaktionäre werden Headquarter- und Börsestandort absichern. Von
der damit einhergehenden Kapitalmarktstärkung profitiert die gesamte
Wirtschaft."

Viel verspricht sich Schenz auch von der Etablierung des
Finanzierungsinstrument Securitisation (Asset Backed Securities,
Verbriefung von Forderungen) in Österreich. Damit könnten die
Finanzierungskosten der österreichischen Volkswirtschaft bedeutend
gesenkt werden. In Frankreich, Italien und Spanien wurde durch
entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen der Markt außerordentlich
belebt. Die Möglichkeiten der Securitisation in Österreich und die
dafür notwendigen rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen
werden derzeit in verschiedenen Arbeitsgruppen intensiv geprüft. Im
Herbst möchte Schenz eine Punktation für ein österreichisches
ABS-Gesetz vorlegen.

Ergänzt werden soll die angebotsseitige Offensive durch weitere
Maßnahmen für mehr Vertrauen und mehr Volumen. Schenz: "Die Stärkung
der Corporate Governance ist, wie auch leider gerade ein aktueller
Fall zeigt, eine permanente Aufgabe die vollen Einsatz erfordert.
Grundsätzlich bin ich aber mit der Umsetzung des Corporate Governance
Kodex durch die österreichischen börsenotierten Unternehmen - bereits
30 haben sich zum Kodex bekannt - zufrieden."

Regierungsbeauftragter Schenz ist zuversichtlich, dass heuer noch
mehrere Maßnahmen des Aktionsplans umgesetzt werden können, denn ein
starker heimischer Kapitalmarkt, der den österreichischen Unternehmen
optimale Finanzierungsbedingungen bietet, ist zur Absicherung von
Wirtschaftsstandort, Wachstum, Innovation und Beschäftigung wichtiger
denn je.

OTS0135    2003-08-29/12:01

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