Grüne präsentieren "Verkehrs-Paket" für Geriatriezentrum und Krankenhaus Lainz

Grüne (Wien) - Bezirksrat Jordan fordert Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel

Seit 14. Juli 2003 gibt es im Geriatriezentrum am
Wienerwald (Pflegeheim Lainz) und im Krankenhaus Lainz im 13. Bezirk eine Parkraumbewirtschaftung. Wer im Areal der beiden Anstalten parken will, muss nach der ersten halben Stunde (die gratis ist) 2,40 € pro Stunde bezahlen. Berechtigte (das ist vor allem ein Teil der Beschäftigten) können ein monatliches "Parkpickerl" um 14,40 € erstehen. In anderen Teilen des Bezirkes, die von Einpendelverkehr aus Niederösterreich massiv betroffen sind, vor allem im Wiental, wird eine Parkraumbewirtschaftung von ÖVP, SPÖ und FPÖ allerdings abgelehnt.

Gerhard Jordan, Klubobmann der Hietzinger Grünen: "Wenn nicht flankierende Maßnahmen getroffen werden, droht eine negative Auswirkung der Parkraumbewirtschaftung in Lainz auf die Kranken und Pflegebedürftigen, da einige wohl in Zukunft nicht mehr so oft bzw. so lange von Angehörigen und Bekannten besucht werden. Die Lösung muss in einer Verbesserung der Versorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln im gesamten Bereich liegen, um ein Umsteigen vom Auto zu erleichtern und attraktiver zu machen. Wir haben ein Paket ausgearbeitet, das vier konkrete Vorschläge beinhaltet. Dieses wird im September in der Bezirksvertretung eingebracht."

Die Grünen Vorschläge im Einzelnen:

1.) Mittelfristig eine Verkürzung der Intervalle der S-Bahn (derzeit 1-Stunden-Intervalle) auf der Strecke der Verbindungsbahn.

2.) Die Wiedereinführung der Straßenbahnlinie 60/62 vom Knoten Kennedybrücke als direkte Verbindung zum Versorgungsheimplatz, und zwar mit behindertengerechten Niederflurwaggons. Sie sollte zumindest zu Besuchszeiten eine Ergänzung zu den Linien 60 und 62 sein.

3.) Die Führung der Buslinie 60B in einer Schleife zur S-Bahn-Station Speising:
Route Wolkersbergenstraße - Biraghigasse (diese müsste, da zu schmal, als Einbahn Richtung Norden geführt werden) - S-Bahn-Station Speising (1. Haltestelle) - Versorgungsheimstraße (2. Haltestelle, GZW) -Wolkersbergenstraße (3. Haltestelle, KH). Haltestellen beim GZW und KH existieren bereits für die Nachtbuslinie N62, bei der S-Bahn-Station Speising könnte durch Verzicht auf 3 bis 5 Parkplätze eine Bushaltestelle geschaffen werden.
Sinnvoll wäre daher eine Führung der beschriebenen Schleife in der Zeit zwischen 13 und 17 Uhr dergestalt, dass in diesem Zeitraum der 60B an die aus Richtung des Wiener Stadtzentrums ankommenden S-Bahn-Züge (um 13.21, 14.21, 15.21 und 16.21 Uhr) angebunden wird. Zur Umsetzung würden weder mehr Personal noch mehr Busse benötigt, da der 60B derzeit nach jeder Fahrt längere Stehzeiten hat.

4.) Führung eines Werksbusses für Beschäftigte zur S-Bahn-Station Speising:
Da die 60B-Schleife in erster Linie eine Erleichterung für BesucherInnen bringt (und diesen einen längeren Fußmarsch erspart), sollte auch eine Maßnahme für jene Beschäftigten gesetzt werden, die bereits öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder jene in Zukunft zu benutzen gedenken. Deshalb sollte der bestehende Besucherbus des GZW in den Morgenstunden als Werksbus zur S-Bahn-Station Speising geführt werden.

"Um dieses Maßnahmenpaket oder wenigstens Teile davon effektiver umsetzen zu können, wäre es sinnvoll, vorher eine Bedarfsanalyse zu erstellen und die Beschäftigten und BesucherInnen von Krankenhaus und GZW mittels Interviews oder Fragebögen nach deren Verkehrsmittelwahl und nach Bedingungen für ein etwaiges Umsteigen vom Auto auf Öffis zu befragen", so Jordan abschließend.

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