Neuer Termin, MAK, Otto Muehl

Wien (OTS) - Die ursprünglich für Dezember 2003 im MAK geplante Ausstellung "Otto Muehl. Das Leben ein Kunstwerk. Aktion - Utopie -Malerei 1960-2003" muss aus budgetären Gründen auf 2004 verschoben werden. Die Eröffnung findet nun am 2. März 2004 statt. Ausstellungsdauer: bis 30. Mai 2004

Der Wiener Aktionismus stellt den wichtigsten Beitrag Österreichs zum internationalen Kunstgeschehen der Nachkriegszeit dar. Die Ausstellung "Otto Muehl. Das Leben ein Kunstwerk. Aktion - Utopie -Malerei 1960-2004" soll erstmals einen Gesamtüberblick über das künstlerische Werk Otto Muehls bieten: angefangen bei den Materialbildern und Collagen der sechziger Jahre über die zeitgleichen Aktionen bis hin zur Malerei von den Anfängen bis heute. Neben dem aktionistischen Werk bildet das malerische Schaffen Otto Muehls ab 1974 einen Schwerpunkt der Ausstellung.

Einen wichtigen Schritt in Otto Muehls künstlerischer Karriere bildete Anfang der siebziger Jahre die Umsetzung des Mottos "Kunst ins Leben" in Form der Kommunegründung.

Die AAO - "Aktions-Analytische Organisation", später dann Kommune am Friedrichshof genannt - war in ihrer Ausformung ein einzigartiges Experiment einer alternativen Lebensform (unter den europäischen Kommunen der siebziger und achtziger Jahre gibt es nichts Vergleichbares), das in letzter Konsequenz aber als eine gescheiterte Utopie betrachtet werden muss.

Der Hauptteil der Ausstellung ist jedoch dem malerischen Oeuvre von Otto Muehl gewidmet. Bereits in den späten fünfziger Jahren spielt die Malerei und die Auseinandersetzung mit Inkunabeln der Kunstgeschichte für den Künstler eine große Rolle. Anfang der siebziger Jahre sollte Otto Muehl zur Malerei, wenn auch unter anderen Gesichtspunkten, zurückkehren und seine Untersuchungen der Kunstgeschichte in diesem Medium fortsetzen. Er beschäftigte sich nachhaltig mit Cézannes Impressionismus, mit dem Pointillismus, mit van Goghs und Kokoschkas/Gerstls Expressionismus und fand so zu einer postmodernen Konzeption von Malerei. Der Künstler ist in seiner Malerei auf keine Stilrichtung festzulegen, sondern auch hier dem Experiment verpflichtet. Die Ausstellung wird aus allen Schaffensphasen Werke präsentieren und so erstmals eine Gesamtschau der Malerei Otto Muehls ermöglichen.

Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Publikation im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln.

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