Beispielhafte Initiative zur Pestizidreduktion

BILLA startet mit GLOBAL 2000 Pestizid-Reduktionsprogramm zur Qualitätssicherung bei Obst und Gemüse

Wien (OTS) - Mit einer beispielhaften Initiative gehen die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 und die Lebensmittelkette BILLA neue Wege zur Reduktion von Pestizidrückständen in Obst und Gemüse. Tests von GLOBAL 2000 bei allen Supermarktketten sowie amtliche Untersuchungen hatten wiederholt hohe Pestizidbelastungen in Obst und Gemüse gezeigt. "Unser Programm zur Verringerung der Pestizidrückstände richtet sich direkt an den Lebensmittelhandel, dem eine umfassende Kontrolle ihrer Produkte ermöglicht und Maßnahmen zur Verbesserung geboten werden. Die außergewöhnliche Zusammenarbeit mit einer großen Handelskette ermöglicht uns, weltweit Tausende Produzenten von Obst und Gemüse zu erreichen und Verbesserungen für KonsumentInnen und Umwelt durchzusetzen", erklärt Dr. Helmut Burtscher, Lebensmittelchemiker von GLOBAL 2000, der das Programm federführend betreut. Alfred Propst, Direktor für den gesamten Obst-und Gemüseeinkauf BILLA: "Die BILLA-Kunden erwarten sich in unseren Filialen zu Recht möglichst gesunde, rückstandsfreie Obst- und Gemüseprodukte. Wir arbeiten konsequent auf dieses Ziel hin, sind uns aber nach einem Jahr intensiver Bemühungen bewusst, dass es sich dabei um ein langfristiges Projekt mit einem permanenten Kontrollprozess handelt, aber wir sind dabei auf gutem Weg."

Das Pestizid-Reduktionsprogramm setzt den Hebel genau dort an, wo die Problematik ihren Ausgang nimmt, nämlich in der Produktion. "Wir stehen im direkten Kontakt mit den Produzenten und haben auch die Produktionsstätten in Spanien und Italien untersucht", so Burtscher von GLOBAL 2000. Kernstück des Programms ist die Einhaltung von Höchstwerten, die auf gesundheitlichen Richtwerten der Weltgesundheitsorganisation basieren. Diese Höchstwerte sind teilweise bedeutend strenger als die derzeit gesetzlich gültigen und werden stufenweise weiter herabgesetzt. Bei Überschreitungen dieser Höchstwerte werden die Produzenten umgehend informiert, wiederholte Überschreitungen führen zur Sperre. "Konkret hat dies seit Beginn der Kontrollen durch GLOBAL 2000 bereits mehrmals dazu geführt, dass BILLA bestimmte Produkte solange nicht mehr angenommen hat, bis das Problem ausgeräumt war", bestätigt Propst die Folgen. Bisher wurden rund 800 Untersuchungen mit einem Kostenaufwand von ca. 250.000,-Euro durchgeführt. Propst kann von ersten Erfolgen berichten: "Mit dem Projekt der Wiener Gärtner, die Paprika unter Einsatz von Nützlingen produzieren, ist die Umsetzung einer besonders vorbildlichen Anbauweise gelungen." Burtscher, GLOBAL 2000: "Wir freuen uns, dass mit BILLA eine der größten Lebensmittelketten mit rund 40 Prozent Marktanteil bei Obst und Gemüse das Programm bereits umsetzt. Jetzt wollen wir weitere Handelsketten dazu gewinnen."

Rückfragen & Kontakt:

GLOBAL 2000:
Andreas Baur: 0664/103 24 23
Simone Bräuer:01 812 57 30-26
Dr. Helmut Burtscher: 01 812 57 30-34
BILLA:
DI Alfred Matousek: 02236-600-2530 oder 0664/620 94 95
Dir.Alfred Propst: 02236/600-2370

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