- 28.08.2003, 10:21:43
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Beispielhafte Initiative zur Pestizidreduktion
BILLA startet mit GLOBAL 2000 Pestizid-Reduktionsprogramm zur Qualitätssicherung bei Obst und Gemüse
Wien (OTS) - Mit einer beispielhaften Initiative gehen die
Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 und die Lebensmittelkette BILLA
neue Wege zur Reduktion von Pestizidrückständen in Obst und Gemüse.
Tests von GLOBAL 2000 bei allen Supermarktketten sowie amtliche
Untersuchungen hatten wiederholt hohe Pestizidbelastungen in Obst und
Gemüse gezeigt. "Unser Programm zur Verringerung der
Pestizidrückstände richtet sich direkt an den Lebensmittelhandel, dem
eine umfassende Kontrolle ihrer Produkte ermöglicht und Maßnahmen zur
Verbesserung geboten werden. Die außergewöhnliche Zusammenarbeit mit
einer großen Handelskette ermöglicht uns, weltweit Tausende
Produzenten von Obst und Gemüse zu erreichen und Verbesserungen für
KonsumentInnen und Umwelt durchzusetzen", erklärt Dr. Helmut
Burtscher, Lebensmittelchemiker von GLOBAL 2000, der das Programm
federführend betreut. Alfred Propst, Direktor für den gesamten Obst-
und Gemüseeinkauf BILLA: "Die BILLA-Kunden erwarten sich in unseren
Filialen zu Recht möglichst gesunde, rückstandsfreie Obst- und
Gemüseprodukte. Wir arbeiten konsequent auf dieses Ziel hin, sind uns
aber nach einem Jahr intensiver Bemühungen bewusst, dass es sich
dabei um ein langfristiges Projekt mit einem permanenten
Kontrollprozess handelt, aber wir sind dabei auf gutem Weg."
Das Pestizid-Reduktionsprogramm setzt den Hebel genau dort an, wo die
Problematik ihren Ausgang nimmt, nämlich in der Produktion. "Wir
stehen im direkten Kontakt mit den Produzenten und haben auch die
Produktionsstätten in Spanien und Italien untersucht", so Burtscher
von GLOBAL 2000. Kernstück des Programms ist die Einhaltung von
Höchstwerten, die auf gesundheitlichen Richtwerten der
Weltgesundheitsorganisation basieren. Diese Höchstwerte sind
teilweise bedeutend strenger als die derzeit gesetzlich gültigen und
werden stufenweise weiter herabgesetzt. Bei Überschreitungen dieser
Höchstwerte werden die Produzenten umgehend informiert, wiederholte
Überschreitungen führen zur Sperre. "Konkret hat dies seit Beginn der
Kontrollen durch GLOBAL 2000 bereits mehrmals dazu geführt, dass
BILLA bestimmte Produkte solange nicht mehr angenommen hat, bis das
Problem ausgeräumt war", bestätigt Propst die Folgen. Bisher wurden
rund 800 Untersuchungen mit einem Kostenaufwand von ca. 250.000,-
Euro durchgeführt. Propst kann von ersten Erfolgen berichten: "Mit
dem Projekt der Wiener Gärtner, die Paprika unter Einsatz von
Nützlingen produzieren, ist die Umsetzung einer besonders
vorbildlichen Anbauweise gelungen." Burtscher, GLOBAL 2000: "Wir
freuen uns, dass mit BILLA eine der größten Lebensmittelketten mit
rund 40 Prozent Marktanteil bei Obst und Gemüse das Programm bereits
umsetzt. Jetzt wollen wir weitere Handelsketten dazu gewinnen."
OTS0065 2003-08-28/10:21
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