"Konsument"-Test: Entsafter

Preis- und Qualitätsunterschiede zeigen: Je praktischer, desto teurer. Keine Vitaminverluste bei frisch gepressten Säften.

Wien (OTS) - Frisch gepresste Säfte enthalten Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe. Aber gänzlich lassen sich Obst und Gemüse nicht durch Saft ersetzen, da beim Pressen Ballaststoffe verloren gehen. Trotzdem sind frische Obst- und Gemüsesäfte besser als jede noch so gute Pille. Wer sich den täglichen Vitamincocktail selbst machen möchte und auf Zeitersparnis Wert legt, besorgt sich einen Entsafter. "Konsument" präsentiert in seiner September-Ausgabe die Testergebnisse von drei Saftpressen und sechs -zentrifugen in der Preisklasse von 45 bis 520 Euro. Fazit:
gute Geräte sind meist teuer, zwei billige Geräte versagten. Gut und günstig sind nur "Braun Mulitpress MP 80" um 100 Euro und "Moulinex Vitafruit AY 3641" um 60 Euro. Letzteres eignet sich jedoch nicht für größere Mengen, da eine umständliche Zwischendurch-Reinigung erforderlich ist. Komfortabel sind Geräte mit Außenbehälter für den Trester oder eine Saftpresse mit Direktauswurf.

In der Gesamtbeurteilung schnitten sechs Entsafter "gut", einer mit "durchschnittlich" und die restlichen zwei mit "nicht zufriedenstellend" ab. Testsieger "Green Star Saftpresse GS 1000" ist mit 520 Euro auch das teuerste Gerät. Es holt den meisten Saft aus einem Kilo "Rohstoff" - getestet wurden Äpfel und Karotten -heraus und arbeitet zudem noch ziemlich leise. Ein weiterer Vorteil ist die leichte Reinigung, weil direkt nach dem Entsaften Wasser durch das Gerät gegossen werden kann. Neben dem stolzen Preis gibt es jedoch weitere Nachteile: "Green Star" ist sehr schwer und sicherheitstechnisch nicht perfekt. Die Presskolben arbeiten weiter, auch wenn man den Vorbau bei eingeschaltetem Gerät herunternimmt.

Generell sind bei den Geräten Vorsichtsmaßnahmen angebracht:
Kinder von den Geräten fernhalten, Saftpressen immer stabil auf eine rutschfeste Unterlage stellen. Vor dem Auseinandernehmen und Reinigen immer den Netzstecker ziehen. Niemals mit der Hand nachstopfen! Einige Geräte sind so konstruiert, dass sich die scharfe Reibe mit der Hand berühren lässt. Das kann schwere Verletzungen zur Folge haben.

Wer bereits eine Küchenmaschine besitzt, kann sich möglicherweise die Anschaffung eines eigenen Gerätes sparen, da es für manche auch Aufsätze zum Entsaften gibt. Kommt diese Alternative nicht in Frage, empfiehlt "Konsument" Modelle mit Außenbehälter für den Trester oder Saftpressen mit Direktauswurf. Den bestmöglichen gesundheitlichen Nutzen erzielt man, wenn die Früchte nicht geschält werden. Denn in und unter der Schale sitzen wichtige bioaktive Substanzen.

Bis man den selbstgemachten Vitamincocktail genießen kann, dauert es eine Weile: Vorbereiten des Pressguts wie Waschen, Putzen und Schneiden sowie die Reinigung danach müssen ins Zeitbudget einkalkuliert werden. Das Pressen selbst schaffte das schnellste Gerät in 4 Minuten am schnellsten, zwei andere "gut"-Testkandidaten brauchten dafür 11 beziehungsweise 15 Minuten. Besonders schlecht abgeschnitten haben die Geräte "Unhold Electro Saft-Center 8850" und "Kenwood JE 550" - beide eignen sich nicht für den täglichen Einsatz, sie versagten beim Dauertest.

Details zu den aktuell getesteten Entsaftern und interessante Ernährungstipps bietet die September-Ausgabe des Verbrauchermagazins "Konsument".

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VKI-Abteilung Technik 1
Ing. Mirko Bernhard,
Tel.: 01 / 58877 DW 246.

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