- 27.08.2003, 12:00:04
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Strache fordert eigenes Sicherheitspaket für Wiener Senioren
Sicherheitsgipfel gefordert, Wienweite Ausweitung des kriminalpolizeilichen Beratungsdienstes, Schaffung besonders geschulter Senioren-Kontakt-Leute bei der Wiener Exekutive, eigene Senioren-Hotline
Wien, 2003-08-27 (fpd) - Die Wiener Senioren geraten immer mehr ins
Visier der organisierten Kriminalität. Vor diesem Hintergrund sprach
sich heute der freiheitliche Wiener Sicherheitssprecher und stv.
Wiener FP-Landesobmann Heinz-Christian Strache für ein eigenes
Sicherheitspaket zum besseren Schutz unserer Senioren aus. Basis
dafür solle die Einrichtung eines Sicherheitsgipfels sein.****
Die stark anwachsende Kriminalität gegenüber Senioren stelle sich in
folgenden Bereichen dar:
* Taschendiebstahl im Supermarkt oder öffentlichen Verkehrsmittel vor
allem bei älteren Frauen
* Trickdiebstahl im Bankfoyer
* Falsche Handwerker, falsche Mitarbeiter von Wienstrom bzw. Wiengas,
falsche Postzusteller sowie unredliche Spendensammler (allesamt mit
gefälschten Ausweisen) an der Haustür
Gegen diese Kriminalitätsformen helfe oft eine ausreichende Beratung
durch einen Exekutivvertreter. Der kriminalpolizeiliche
Beratungsdienst könne hier wertvolle Arbeit leisten. Leider gäbe es
nur bis zu fünf Beamte für ganz Wien. Dies sei für eine wienweite
Präventionsarbeit jedenfalls zu wenig, kritisierte Strache.
Wünschenswert wäre eine Niederlassung des kriminalpolizeilichen
Beratungsdienstes in jedem Wiener Bezirk. In kleineren Bezirken
sollen zwei, in größeren Bezirken vier Beamte AKTIV ihre
Beratungsleistung an Seniorenvereine, Seniorenheime und sonst
relevante Einrichtungen herantragen. Dafür seien eigene, neue
Planstellen zu schaffen. Die wichtige Prävention dürfe jedenfalls
nicht auf Kosten der Streifendienste gehen, da es bereits jetzt schon
um die 1.000 Polizisten in Wien zu wenig gäbe, so Strache.
Der Wiener Sicherheitssprecher forderte auch, eigene - besonders
geschulte - Kontaktpersonen für Senioren bei der Exekutive zu
schaffen. Darüber hinaus solle eine eigene Notrufnummer im Sinne
einer Hotline für Senioren bei der Exekutive geschaffen werden. Auch
sollen in neuralgischen Bereichen Notrufsäulen sowie automatisierte
Kameraüberwachungssysteme installiert werden.
Besonderes Augenmerk müsse der flächendeckenden Ausweitung des
kriminalpolizeilichen Beratungsdienstes zukommen, forderte Strache.
Diese - im Verhältnis äußerst geringen Investitionen - in die
Prävention würde in weiterer Folge viel an Schaden durch Kriminalität
zu vermeiden helfen. Faktum sei, daß bislang unsere Senioren
sicherheitspolitisch äußerst stiefmütterlich behandelt wurden. Ein
eigenes auf diese große Bevölkerungsgruppe ausgerichtete
Sicherheitsinitiative sei nun das Gebot der Stunde, forderte Strache.
(Schluß) HV
Rückfragehinweis: FP-Wien, 4000-81794 DW
OTS0112 2003-08-27/12:00
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