Ausgedehntes Kanalbauvorhaben in Leopoldau zu Ende

U-Bahn-Bau machte aufwendige Kanalbaumaßnahmen notwendig

Wien (OTS) - Ein anschauliches Beispiel (von vielen) dafür, dass die (hohen) Kosten für den Weiterbau der U-Bahn eben nicht nur aus der Errichtung der Verkehrsbauwerke resultieren sondern daneben auch aus einem Bündel flankierender Maßnahmen - vor allem Einbautenumlegungen - erwachsen, liefert ein soeben zu Ende gehendes Bauvorhaben der MA 30 - Wien Kanal, im 21. Bezirk in Leopoldau. Die neue U-Bahn-Trasse ("U 3") quert einen bestehenden Entsorgungsstrang und so musste, wie es seitens der Bauleitung der MA 30 - Wien Kanal, DI Andreas Ilmer formuliert, "weil die Trassierung den bestehenden Sammelkanal in der Julius Ficker-Straße auseinander schneidet, quasi U-förmig um die neue U-Bahn-Trasse herum ein neuer Entsorgungsstrang angelegt werden. Dazu wiederum musste an anderer Stelle, einem Plateaubereich in der Kürschnergasse für die Arbeiten zur Querung des Gleiskörpers der Straßenbahn extra eine Hilfsbrücke hergestellt werden". Das mit Beginn April 2003 angelaufene Kanalbauvorhaben ist soweit abgeschlossen, dass mit Donnerstag, 28. August, die verkehrsrelevanten Maßnahmen wegfallen werden; als letztes werden die Bodenmarkierungen (MA 46) aufgebracht.

Im Zuge der Errichtung des U-Bahn-Bauloses "U 1/3" wurde der bestehende Sammelkanal umgebaut, wobei im Plateaubereich Julius Ficker-Straße/Kürschnergasse die Verbindung von zwei unterschiedlichen Kanalprofilen herzustellen war. In der Julius Ficker-Straße bzw. ab dem Else Feldmann-Weg ein Kastenprofil, Querschnitt 180 mal 210 Zentimeter, ausgebildet in Beton; im Plateaubereich setzt sich der Kanal dann im rechten Winkel in die Kürschnergasse Richtung stadteinwärts fort, wo der Kanalquerschnitt als Eiprofil 80 mal 120 Zentimeter ausmacht, ausgebildet in Duroton, einem Polyesterbeton. Das Gesamtbaulos - in der Julius Ficker-Straße bis 70 Meter nach dem Holzmannweg - weist ansehnliche Distanzen auf:
In der Julius Ficker-Straße etwas über 700 Meter, in der Kürschnergasse knapp 300 Meter. Auch hier waren spezielle tiefbautechnische Maßnahmen erforderlich, im Plateaubereich Kürschnergasse/Baldassgasse war der Gleisbereich der Straßenbahn zu queren. Da der Straßenbahnbetrieb in allen Bauphasen aufrechterhalten werden musste, wurde zu Abstützung des Gleisunterbaus eine eigene Hilfsbrücke errichtet.

Ein solches Bündel von Maßnahmen schlägt sich insgesamt naturgemäß auf der Kostenseite nieder, von der MA 30 wurden Gesamtkosten von rund 2,66 Millionen Euro (rund 36,6 Millionen Schilling) veranschlagt.

Allgemeine Informationen:
o Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten
(MA 46): http://www.wien.at/verkehr/organisation/
o Wiener Kanalisation - Abwassermanagement in Wien (MA 30):
http://www.wien.at/kanal/

(Schluss) pz

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