- 26.08.2003, 10:04:01
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ÖAMTC: Österreich darf Verkehrsanbindung an die EU-Beitrittsländer nicht verschlafen
Club fordert schnellen Ausbau der Infrastruktur in Analogie mit dem Generalverkehrsplan
Wien (ÖAMTC-Presse) - Das wahre Transitproblem im Osten
Österreichs kommt noch: Werden in den EU-Erweiterungsländern fleißig
Autobahnen in Richtung Österreich gebaut, verschläft man hierzulande
die Verkehrsanbindung an die Reformstaaten. "Auf den ohnehin schon
überlasteten Hauptverkehrsrouten wird es zusätzliche Probleme geben.
Wichtige Projekte des GVPÖ (Generalverkehrsplan Österreich 2002)
müssen deshalb möglichst schnell verwirklicht werden", fordert
ÖAMTC-Verkehrsexperte Roman Michalek.
Der GVPÖ sieht Autobahnprojekte nach Ungarn, Tschechien und in die
Slowakei vor. Manche besonders wichtigen Projekte sind aber weit
zurückgereiht worden oder fehlen gänzlich. "Der Ausbau der
Infrastruktur ist nach Ansicht des ÖAMTC dringend notwendig.
Autobahnen können den zusätzlichen Verkehr aus den
EU-Erweiterungsländern besser kanalisieren. Werden Investitionen in
die Verkehrs-Infrastruktur verabsäumt, dann muss sich der Osten
Österreichs auf das tägliche Verkehrschaos einrichten", erklärt
Michalek.
Der ÖAMTC fordert anlässlich der heutigen Enquete "Ostösterreichs
Infrastrukturzukunft" die Verwirklichung folgender Autobahn-Projekte:
* Ring um Wien bis 2011: "Solange der Autobahnring um Wien nicht
geschlossen ist, werden mit EU-Beitritt der östlichen
Kandidatenländer die Wiener Stadtautobahnen völlig zu sein. Zu
befürchten ist, dass Fahrzeuglenker dann verstärkt auf das
innerstädtische Straßennetz ausweichen. Nur durch den Ring um Wien
kann ein Verkehrsstillstand in der Innenstadt plus Lahmlegung des
öffentlichen Verkehrs verhindert werden", warnt der Verkehrsexperte
des Clubs.
* Ausbau des Knotens Guntramsdorf: "Aufgrund des steigenden
Verkehrsaufkommens auf der A 2, Süd Autobahn, ist der Ausbau des
Knotens Guntramsdorf in Verbindung mit der A 3, Südost Autobahn, der
S 1, der Wiener Außenring Schnellstraße, und der A 23, der Südost
Tangente, für den ÖAMTC unausweichlich. Mit einem ausgebauten Knoten
Guntramsdorf und einer Verbindung von A 3, S 1 und A 23 könnte der
Verkehr bei Verkehrsbehinderungen problemlos umgeleitet werden", weiß
Michalek.
* Fertigstellung A 3 Richtung Sopron: Nur durch die Weiterführung der
A 3 Richtung Sopron und dem raschen Bau der A 5, Nord Autobahn, und
der A 6, Spanne Kittsee, bis spätestens 2009 wird das
Verkehrsaufkommen durch die Ostöffnung bewältigt.
"Es reicht nicht aus, die Autobahnen einfach zu bauen, ohne an
Verkehrsleitsysteme zu denken", mahnt Michalek. Der
ÖAMTC-Verkehrsexperte bringt zum Thema Verkehrssteuerung ein
Beispiel: Die B 9, Pressburger Bundesstraße, ist beim Wiener Tor für
viele Schwerfahrzeuge wegen der Höhenbeschränkung eine Sackgasse.
Dennoch missachten viele Lenker diese Beschränkung. Die Folge:
Steckengebliebene oder umkehrende Lkw und Busse verursachen ein
Verkehrschaos. "Ausweichrouten sind in diesem Fall nur mit
hervorragenden Ortskenntnissen zu finden. Eine Verkehrssteuerung
würde dazu beitragen, den Verkehr rechtzeitig und zielgerichtet
umzuleiten", weiß Michalek.
(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger
Rückfragehinweis: ÖAMTC-Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218
OTS0053 2003-08-26/10:04
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