- 25.08.2003, 13:18:08
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Van der Bellen zu Gehrer: Nicht pauschal Generation der Jungen abqualifizieren
Grüne: Handlungsbedarf bei Bildungspolitik, Lebensverdienstkurven und Kinderbetreuungseinrichtungen
Wien (OTS) "Junge Menschen sind heute mit einer Fülle von Problemen
konfrontiert, die in Österreich durch eine falsche
Prioritätensetzungen der Regierung etwa im Bildungs-, Frauen- und
Arbeitsmarktbereich noch zusätzlich verschärft werden", reagiert der
Bundessprecher der Grünen, Alexander Van der Bellen, mit
"Unverständnis" auf die Aussagen von Bildungsministerin Gehrer zur
Generationendebatte. "Im Bildungs- und Wissenschaftsbereich, einem
der wesentlichsten Zukunftsfelder für junge Leute, hat Ministerin
Gehrer die falschen Entscheidungen getroffen. Den Universitäten droht
deswegen im Herbst die Zahlungsunfähigkeit, fast alle Universitäten
haben angekündigt, Lehre und Forschung zurückzufahren. Angesichts
dieser Bilanz wäre die Bildungsministerin gut beraten, Politik für
junge Menschen ernsthaft anzugehen, anstatt sich in undifferenzierter
Polemik zu flüchten und pauschal die Generation der Jungen
abzuqualifizieren."
Besonders unverständlich ist laut Van der Bellen die sinngemäße
Aufforderung Gehrers, Kinder zu bekommen, als Partys zu feiern. "Für
viele junge Menschen stellt sich die Frage, ob sie sich Kinder
finanziell leisten können. Für Frauen geht es darüber hinaus um ihre
beruflichen Zukunfts- und Karriereaussichten, die bei einem längeren
Ausstieg signifikant sinken", so Van der Bellen weiter. "Die
Regierung hat Handlungsbedarf, sowohl was die Vereinbarkeit von Beruf
mit Familie und Kindern - Stichwort katastrophale Situation bei den
Kinderbetreuungseinrichtungen -, als auch was die
Lebensverdienstkurven betrifft. Hier säumig zu sein, aber
gleichzeitig ‚gute Ratschläge’ aus der Mottenkiste zu erteilen, ist
verfehlt."
OTS0095 2003-08-25/13:18
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