AK: Klagen der Industrie über Energiekosten ungerechtfertigt

Industrie zahlt seit Öffnung des Energiemarkts um 40 Prozent weniger - Deckel auf Energiesteuer für Großindustrie muss endlich aufgehoben werden

Wien (AK) - "Die Klagen der Industrie über ihre Energiekosten sind ungerechtfertigt", kritisiert AK Energieexpertin Gund Kirchner: "Die Industrie hat von der Öffnung des Energiemarkts mit Preisrückgängen um bis zu 40 Prozent stark profitiert, während die Haushalte so gut wie nichts davon haben." Allein durch die Deckelung der Energiesteuer für die Industrie holt sich die Großindustrie von jährlich 290 Millionen Euro Abgabe, die sie zahlt, wieder 190 Millionen Euro zurück. Die KonsumentInnen dagegen verbrauchen nur 28 Prozent des Stroms, zahlen aber mit 192 Euro 39 Prozent der gesamten Stromsteuer. "Da ist es längst an der Zeit, den Energiesteuerdeckel aufzuheben, wie es die EU von Österreich verlangt", sagt Kirchner. Dadurch könnte die Stromsteuer bei gleich bleibendem Betrag auf 1 Cent pro Kilowattstunde gesenkt werden - das wäre auch ein Ausgleich für die höheren Steuern auf Benzin, Diesel, Gas und Kohle, die ab 1. Jänner 2004 auf die Haushalte zukommen: Insgesamt müssen die Haushalte dadurch im Jahr um 204 Millionen Euro mehr zahlen, ein Autopendler zum Beispiel um 90 Millionen mehr.

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Peter Mitterhuber
Tel.: (++43-1) 501 65 2347
peter.mitterhuber@akwien.at
http://www.akwien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0002