• 25.08.2003, 12:26:53
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AK: Klagen der Industrie über Energiekosten ungerechtfertigt

Industrie zahlt seit Öffnung des Energiemarkts um 40 Prozent weniger - Deckel auf Energiesteuer für Großindustrie muss endlich aufgehoben werden

Wien (AK) - "Die Klagen der Industrie über ihre Energiekosten sind
ungerechtfertigt", kritisiert AK Energieexpertin Gund Kirchner: "Die
Industrie hat von der Öffnung des Energiemarkts mit Preisrückgängen
um bis zu 40 Prozent stark profitiert, während die Haushalte so gut
wie nichts davon haben." Allein durch die Deckelung der Energiesteuer
für die Industrie holt sich die Großindustrie von jährlich 290
Millionen Euro Abgabe, die sie zahlt, wieder 190 Millionen Euro
zurück. Die KonsumentInnen dagegen verbrauchen nur 28 Prozent des
Stroms, zahlen aber mit 192 Euro 39 Prozent der gesamten Stromsteuer.
"Da ist es längst an der Zeit, den Energiesteuerdeckel aufzuheben,
wie es die EU von Österreich verlangt", sagt Kirchner. Dadurch könnte
die Stromsteuer bei gleich bleibendem Betrag auf 1 Cent pro
Kilowattstunde gesenkt werden - das wäre auch ein Ausgleich für die
höheren Steuern auf Benzin, Diesel, Gas und Kohle, die ab 1. Jänner
2004 auf die Haushalte zukommen: Insgesamt müssen die Haushalte
dadurch im Jahr um 204 Millionen Euro mehr zahlen, ein Autopendler
zum Beispiel um 90 Millionen mehr.

OTS0079    2003-08-25/12:26

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