- 25.08.2003, 10:56:09
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VP-Salcher: Mailath-Pokorny muss bei Künstlerhaus handeln!
Es geht um die Rettung des Künstlerhauses, nicht um Mailath-Pokornys privaten Kleinkrieg mit dem Bund
Wien (VP-Klub): "Das Künstlerhaus ist eine Institution, die aus dem
täglichen kulturellen Leben Wiens nicht wegzudenken ist. In der
gegenwärtigen Situation ist daher rasches Handeln von Kulturstadtrat
Mailath-Pokorny gefordert", betonte der Kultursprecher der Wiener
Volkspartei, LAbg. Andreas Salcher, anlässlich der bekannt geworden
finanziellen Krise der Künstlervereinigung.
Künstlerhaus-Präsident Manfred Nehrer kündigte am Samstag die
Einstellung des Ausstellungsbetriebes und zahlreiche Kündigungen an,
da nicht genug öffentliche Mittel für die Weiterführung zur Verfügung
stünden. Salcher führte weiter aus, dass die Sorgen Nehrers unbedingt
ernst zu nehmen seien. Die Künstlerhaus-Ausstellungen in den letzten
Jahren zählten zu den besten der Stadt und sollten unbedingt
fortgesetzt werden. Salcher: "Es ist im Interesse der Stadt, ein
unabhängiges Künstlerhaus als zukünftiges Herzstück des oft
diskutierten ‚Kunstplatzes Karlsplatz' zu erhalten."
Der ÖVP-Wien Kultursprecher weiter: "Mailath-Pokorny muss jetzt
endlich Farbe bekennen und Nägel mit Köpfen machen. Nur vom
‚Kunstplatz Karlsplatz' zu reden, macht die Lage für niemanden
besser. Wien braucht ein langfristiges Konzept für diesen auch
städtebaulich verbesserungswürdigen Raum." Die Debatte um zusätzliche
unterirdische Ausstellungsräume und eine damit verbundene
Verbesserung der Situation auch für das Historische Museum der Stadt
Wien, sei seit längerem bekannt.
"Mailath-Pokorny darf sich beim Künstlerhaus nicht schon wieder auf
den Bund ausreden, die Stadt hat selbst ausreichend Mittel, um ihren
Künstlern und Künstlerinnen zu helfen. Der Herr Kulturstadtrat wird
auch nicht darum herumkommen, ein neues Konzept für den Karlsplatz
und einen passenden Umsetzungsplan zu präsentieren. Ich ersuche den
Bürgermeister, sich bei diesem für die Stadt so wichtigen Thema
direkt einzuschalten, da sich Mailath-Pokorny leider offensichtlich,
so wie beim Theater an der Wien, auch bei der Rettung des
Künstlerhauses nicht beim Finanzstadtrat durchsetzten kann",
kritisierte Salcher abschließend.
OTS0048 2003-08-25/10:56
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