• 25.08.2003, 10:54:18
  • /
  • OTS0046 OTW0046

Geisterfahrer sind Hochrisikolenker

Alkoholisiert und orientierungslos: Die Rede ist von Geisterfahrern! Punkteführerschein soll Hochrisikolenker aus dem Verkehr ziehen!

Wien (OTS) - Der "typische" Geisterfahrer
"Männlich, alkoholisiert und orientierungslos" lautet die
Kurzbeschreibung des typischen Geisterfahrers. Jeder zweite
Geisterfahrer ist alkoholisiert, jeder dritte wurde von
Orientierungsverlust befallen, sobald er auf die Autobahn auffuhr und
etwa jeder fünfte Geisterfahrer fährt bewusst falsch auf oder dreht
absichtlich um. Gründe dafür: Unter anderem vergessene Regenschirme
oder verlorene Scheibenwischer.

Punkteführerschein soll Geisterfahrer aus dem Verkehr ziehen
Der Punkteführerschein gilt als wirksame Maßnahme gegen
Hochrisikolenker, die andere Verkehrsteilnehmer bewusst durch ihr
riskantes Verhalten im Straßenverkehr - wie extreme Raserei,
gefährliches Überholen, Fahren unter Drogen- oder hohem
Alkoholeinfluss oder Geisterfahrten - gefährden. Laut vorläufigem
Modell des Punkteführerscheins sollen Geisterfahrer die meisten
Punkte erhalten. Eine Geisterfahrt soll mit vier Punkten bestraft
werden - bei zwölf erreichten Punkten ist der Führerschein weg.

KfV: Verbesserte Beschilderung
Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) spricht sich bereits seit
Jahren für eine einheitliche und eindeutige Beschilderung für alle
Einmündungs- und Übergangsbereiche aus. Der Informationsgehalt der
Vorwegweiser ist bei einer erlaubten Geschwindigkeit von 100km/h
heute oft zu hoch. Weiters sollen Wegweiser im Blickfeld des Fahrers
angebracht sein, Bodenmarkierungen eine eindeutige Linienführung
gewährleisten und schließlich ist ein annähernd gleiches
Geschwindigkeitsniveau anzustreben. Geisterfahrerwarntafeln und
Richtungspfeile können das Problem verstärkt ins Bewusstsein rufen
und nur in Ausnahmefällen sollten mechanische Sperren, wie die
"Kralle" zum Einsatz kommen.

KfV-Studie: Sicherste Kreuzungsform Kreisverkehr
Laut einer KfV-Studie ist der Kreuzungsbereich Autobahn/Bundesstraße
für potenzielle Geisterfahrer am gefährlichsten und sollte daher
übersichtlich gestaltet sein. Rund 44 Prozent fahren hier falsch auf.
Als sicherste Kreuzungsform gilt der Kreisverkehr. 22 Prozent der
Fahrer ordnen sich zwischen Abschnitten mit, bzw. ohne bauliche
Trennung auf der Rampe oder auf der Hauptfahrbahn falsch ein. 4,5
Prozent der Geisterfahrer verpassen die richtige Auffahrt, beim
Abfahren von einer Raststation verirren sich rund 3 Prozent der
Geisterfahrer.

18 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon
13 am Wochenende
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren
10 Pkw-Insassen (davon 7 Lenker), 1 Lkw-Lenker, 2 Motorrad-Lenker, 2
Moped-Lenker, 2 Radfahrer und 1 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche
Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten
nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit (3), Vorrangverletzung (3),
Unachtsamkeit (2), Übermüdung (2) und Überholen (1) festgestellt
werden. Bei 5 Unfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt
werden. 1 Fußgänger und 1 Radfahrer kamen durch Fremdverschulden ums
Leben. Alkoholisierung war bei einem Unfall Mitursache. 6 der 16
Unfälle waren Alleinunfälle. 1 tödlich verletzter Fahrzeuginsasse war
nicht angegurtet, 1 Motorradlenker trug keinen Sturzhelm. 2
Fahrzeuglenker begingen Fahrerflucht.
Vom 1. Jänner bis zum 24. August dieses Jahres gab es damit auf dem
österreichischen Straßennetz vorläufig 586 Verkehrstote
(30-Tages-Fristabgrenzung berücksichtigt bis Ende Juni), im
Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen
Zahlen 588 Menschen tödlich.

OTS0046    2003-08-25/10:54

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KVS

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel