• 24.08.2003, 14:18:00
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Haubner: Gemeinsamer Weg mit Ländern bei Kinderbetreuung

Generell verbesserte Versorgung bei Kinderbetreuung, punktuell Defizite vorhanden

Wien (BMSG/OTS) "Durch die direkte Befragung der Eltern haben wir
endlich Klarheit über den konkreten Ausbaubedarf bei externen
Kinderbetreuungseinrichtungen", stellt Familienstaatssekretärin
Haubner die wichtigsten Ergebnisse der von BM und Vizekanzler Herbert
Haupt in Auftrag gegebenen Haushaltsbefragung im Rahmen der
Mikrozensus-Erhebung 2002 vor:

Derzeit werden laut Mikrozensus österreichweit 344.000 Kinder
unter 15 Jahren in Kindergärten, Krippen, Horten und Kindergruppen
oder von Tagesmüttern betreut. Am dichtesten ist die Versorgung im
Vorschulalter (3 bis unter 6 Jahre). Hier besuchen 187.600 Kinder
eine Einrichtung. Trotz Geburtenrückgang ist die Kleinkindbetreuung
kontinuierlich angestiegen, 22.800 Kinder unter 3 Jahren werden
externen betreut. Deutlich verbessert hat sich seit 1995 mit 133.600
Kindern die Betreuungssituation von Schulkindern.

Utl.: Zufriedenheit der Betreuungsqualität generell gestiegen

Verglichen mit 1995 hat sich aus Sicht der Eltern die
Zufriedenheit mit den institutionellen Betreuungseinrichtungen
verbessert, vor allem was das Problem der langen Ferienschließzeiten
betrifft. Handlungsbedarf besteht für 15 % der Eltern aber noch bei
den Öffnungszeiten der besuchten Einrichtung. Sieben Prozent der
Eltern sind mit anderen Aspekten (Kosten, Erreichbarkeit,
Betreuungsqualität) nicht zufrieden.
Besonders hoch ist die Zufriedenheit der Eltern jener 12.000 Kinder,
die von Tagesmüttern betreut werden.

Utl.: Zusätzlicher Betreuungsbedarf

Aus Sicht der Eltern fehlt insgesamt für 47.800 Kinder unter 15
Jahren ein Betreuungsplatz, wobei der Bedarf für Schulkinder mit
27.100 immer noch am größten ist. Für 14.700 Kinder unter 3 Jahre und
6.000 Kinder zwischen 3 und 6 Jahren wird ebenfalls Bedarf angegeben.
Für 42.000 bereits extern betreute Kinder wünschen sich die Eltern
ein zusätzliches, flexibles Angebot.

Utl.: Gemeinsam konkreten Ausbau in Angriff nehmen

"Kinderbetreuung ist kompetenzrechtlich Landessache, deshalb biete
ich als Familienstaatssekretärin den Landesverantwortlichen an unter
Expertenbegleitung das Ergebnis zu analysieren und die weitere
Vorgehensweise zur Beseitigung der Defizite zu besprechen", erklärt
Haubner. Derzeit werden bereits seitens des Ressorts gezielt und
bedürfnisgerecht flexible und arbeitsnahe
Kinderbetreuungseinrichtungen gefördert.

Haubner erläutert, dass gerade bei uns die Kinderbetreuung in der
Familie an erster Stelle stehe, denn wäre der von den Eltern
angegebene Betreuungsbedarf beispielsweise bei den unter 3-jährigen
Kindern gänzlich erfüllt, dann würden wir bei einer Quote von 16 %
(gegenüber derzeit 10 %) stehen. "Wir dürfen nicht die absoluten
Zahlen der Kinder den gegebenen Betreuungsplätzen gegenüber stellen,
sondern den tatsächlichen Bedarf gegenüber der derzeitigen
Betreuungsquote", so Haubner.

"Durch die vorliegenden Ergebnisse sind wir nun in der Lage
gemeinsam und gezielt an der Beseitigung der bestehenden Defizite zu
arbeiten und den Eltern Wahlfreiheit in der Kinderbetreuung und somit
eine bessere Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf zu
ermöglichen", schloss Haubner. (Schluss) bxf

OTS0030    2003-08-24/14:18

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