• 24.08.2003, 11:31:06
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  • OTS0022 OTW0022

Alle fürchten sich vor Mobbing - auch Bartenstein

ÖGB kritisiert Entwurf zum Gleichbehandlungsgesetz

Wien (ÖGB). "Offensichtlich fürchtet sich auch Minister
Bartenstein vor Mobbing. Anders ist nicht erklärbar, warum er sich
als zuständiger Minister nicht mit diesem Thema auseinandersetzen
will", kritisiert die Mobbing-Expertin im ÖGB, Anna Musger-Krieger.
Der ÖGB fordert eine klare, eindeutige Stellungnahme zum Thema
Mobbing im Rahmen der Anti-Diskriminierungsrichtlinien. ++++

Musger-Krieger: "Bartenstein soll seiner Fürsorgepflicht als
Arbeitsminister nachkommen und diese Gelegenheit nützen, um auf den
Inhalt des nationalen Gesetzes Einfluss zu nehmen." Der derzeitige
Gesetzesentwurf beinhalte nur die Mindestvorschriften. Die EU erlaube
jedoch konkrete Verbesserungen, zum Beispiel in der Bekämpfung von
Mobbing, so Musger-Krieger. Vor diesem Hintergrund sei es
inakzeptabel, dass der derzeit vorliegende Entwurf jene Menschen
ignoriere, die durch Psychoterror am Arbeitsplatz krank gemacht
werden.

Kritik übt der ÖGB auch an der Wirtschaft: Es sei unverständlich,
dass Unternehmer sich nicht für eine vernünftige Mobbing-Regelung
stark machen. "Die Wirtschaft verschläft hier eine Möglichkeit nach
einer klaren Regelung, die durchaus auch in ihrem Interesse wäre, da
zufriedene und gesunde MitarbeiterInnen produktiver sind.", so
Musger-Krieger abschließend. Anna Musger-Krieger ist Leiterin der
Mobbing-Beratungsstelle im ÖGB, bei der Mitgliedern kostenlos
Beratung und Hilfe geboten wird. Informationen unter www.oegb.or.at.
(bm)

ÖGB, 24. August 2003                                          Nr. 689

Rückfragehinweis: Mag. Renate Czeskleba
Telefon: 0664 524 624 5

OTS0022    2003-08-24/11:31

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