• 21.08.2003, 19:51:42
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Gregorianischer Choral als "Gesungenes Gebet"

ORF-NÖ produziert im Stift Heiligenkreuz CD mit den Zisterziensermönchen Wien (OTS) - Das 870 Jahre alte Stift Heiligenkreuz ist im deutschen Sprachraum einzigartig, weil die Mönche die Liturgie vollständig in lateinischer Sprache feiern, - selbstverständlich nach den Normen des 2. Vatikanischen Konzils. Vor allem ist den Zisterziensern der jahrhundertealte Gregorianische Choral ein besonderes Anliegen. Täglich wird eine 9-köpfige Schola aus besonders sangesbegabten Mönchen von den Kantoren des Klosters P. Dr. Maximilian Heim, P. Ferdinand Zwettler und Fr. Simeon Wester geschult. Der Gesang ist für die Mönche freilich kein Selbstzweck, sondern die meditative Form ihres täglichen Gebetes.

Nun ist auch der ORF "auf den Geschmack gekommen":

Am 28. August, 19.30 Uhr, produziert der ORF-Niederösterreich mit
Unterstützung der NÖ-Versicherung eine CD mit dem Titel
"Heiligenkreuzer Choral - Gesungenes Gebet" im Rahmen einer
live-Aufführung in der Stiftskirche. Anschließend laden Abt Gregor
Henckel-Donnersmarck, Landesdirektor Norbert Gollinger und der
Generaldirektor Stv. der NÖ-Versicherung Johannes Coreth zum Imbiss
mit den Mönchen.

Die Begeisterung für die Nüchternheit des Gregorianischen Chorals
beschränkt sich nicht auf fromme Choral-Fans, berichtet der
Medienbeauftragte und Jugendseelsorger des Stiftes P. Karl Wallner:
"Selbst ‚halbstarke’ Jugendliche sitzen fasziniert bei unserem
Chorgebet und finden das lateinische gesungene Gebet ‚cool’!" Pater
Karl weiter: "Eine Choral-CD des spanischen Kloster Domingo des Silas
stürmte vor Jahren die Hitcharts der Popsender! Auch der Zustrom an
jungen Berufungen in unser Kloster - wir sind derzeit 64 Mönche, so
viele wie schon seit 100 Jahren nicht mehr - bestätigt den Trend zu
einer Kultur der Liturgie."

Der Abt des Stiftes, Gregor Henckel-Donnersmarck, betont, dass der
Choral eigentlich die ursprünglichste Form der christlichen
Bibel-Meditation ist. Er wird bei der Aufführung selbst Texte des vor
genau 850 Jahren verstorbenen Mystikers Bernhard von Clairvaux
vortragen.

Der Zisterzienserfrater Simeon Wester wird die Kober-Orgel erklingen
lassen; der Diplommusiker aus Köln hatte vor 3 Jahren als 35-Jähriger
den Weg zu seiner Ordensberufung ins Stift Heiligenkreuz gefunden,
weil er über einen kurzen Satz auf der Homepage des Stiftes
(www.stift-heiligenkreuz.at) gestolpert war: "Wir Mönche von
Heiligenkreuz lieben das Latein und singen den Gregorianischen
Choral."

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF

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