Haubner: Sonntag ist unantastbar

Mütter und Kinder vor Flexibilitätsdruck schützen

Familienstaatssekretärin Haubner weist darauf hin, dass in der österreichischen Tradition Sonn- und Festtage sehr fest verankert seien, daher " sind arbeitsfreie Zeiten für Familien und Menschen mit religiösen Bindungen unverzichtbar, um gemeinsam ihre Familienkultur gestalten zu können".

Laut Haubner könne es nicht angehen, Ladenöffnungszeiten völlig zu liberalisieren, ohne die regionalen und saisonalen Bedürfnisse zu berücksichtigen. "Diese Entscheidung den Landeshauptleuten zu überlassen, finde ich sehr sinnvoll, denn im Land wisse man selbst am besten, was die Menschen brauchen", so Haubner weiter. Es zeige sich auch, dass die Landeshauptleute sehr verantwortungsvoll mit dieser Frage umgingen. Im großstädtischen Raum spiele die hohe Erwerbsrate für das Einkaufsverhalten eine wesentliche Rolle, ebenso die saisonalen Gegebenheiten in Tourismusgebieten.

Familienpolitik entschärft Liberalisierungstendenzen

"Wir haben die Familienpolitik reformiert, um für die intensive Kleinkindzeit optimale Wahlfreiheit zu schaffen. Durch die finanzielle Unterstützung, Pensions- und Krankenversicherung sowie Abfertigungsfortzahlung können Eltern eine Zeitlang kürzer treten, und zwar ohne größere Abstriche im Familieneinkommen in Kauf nehmen zu müssen. Ebenfalls haben wir in der Alterssicherung einen gerechteren Ausgleich für Kinderzeiten geschaffen. Darüber hinaus unterstützen wir seitens des Ressorts gezielt Unternehmen bei der Herstellung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen", verweist Haubner auf gegensteuernde Maßnahmen.

Richtige Balance zwischen Wirtschaftsstandort und Sozialstaat wichtig

Für Haubner ist es wichtig, die richtige Balance zwischen den Anforderungen eines starken Wirtschaftsstandortes und einem leistungsfähigen Sozialstaat zu halten. "Wenn unser Leben zu stark von ökonomischen Kategorien dominiert wird, dann ist es wichtig, gegenzusteuern. Gerade unsere Ladenöffnungsregelung zeigt, dass wir bei uns nicht eine Marktwirtschaft ohne Attribute haben, wie dies etwa in den USA der Fall ist. Wir setzen auf den sozialen Zusammenhalt durch wirtschaftliche Leistungskraft und diesen Weg werden wir auch weiterhin beschreiten", so Haubner.

Rahmenbedingungen müssen stimmen, um berufliche Chancen nützen zu können

Haubner sieht durchaus auch berufliche Chancen für Frauen, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen stimmen. Auch bei längeren Öffnungszeiten sollen Arbeitnehmerinnen mit Betreuungspflichten entsprechende Tagesarbeitszeiten zur Verfügung haben. Wie konkret auch bei externen Betreuungsplätzen ein Anpassungsbedarf besteht, zeigt eine aktuelle Erhebung des Ressorts, die in den nächsten Tagen veröffentlicht wird. (Schluss) bxf

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