- 18.08.2003, 10:24:43
- /
- OTS0037 OTW0037
OeNB - Die österreichische Zahlungsbilanz im Zeitraum Jänner bis Juni 2003
auf Basis von Zahlungsströmen; "Cash-Basis"
Wien (OTS) - - Leistungsbilanzüberschuss mehr als doppelt so hoch wie im Vergleichszeitraum 2002 (1,8 Mrd.Euro gegenüber 0,8 Mrd.Euro) - Waren- und Dienstleistungsaustausch mit dem Ausland unter den Vorjahresvergleichswerten - Käufe von ausländischen Wertpapieren halbiert - Wertpapierkäufe des Auslands weiter gestiegen
Die österreichische Leistungsbilanz auf Basis von
Zahlungsströmen weist für den Zeitraum Jänner bis Juni 2003
einen Überschuss von 1,78 Mrd. Euro (Jänner - Juni 2002:
0,80 Mrd. Euro) aus.
Die Bilanz der Waren- und Dienstleistungszahlungen verzeichnete
im Berichtszeitraum mit 2,19 Mrd. Euro einen geringeren
Überschuss als im Vergleichszeitraum (2,47 Mrd. Euro). Sowohl
eingangs- wie ausgangsseitig lagen die Werte unter denjenigen
der ersten sechs Monate 2002, was die schwache
gesamtwirtschaftliche Nachfrage des In- und Auslands
widerspiegelt.
Reiseverkehrseinnahmen und -ausgaben waren jeweils um 6%
niedriger als im Vergleichszeitraum und ergaben mit 2,34 Mrd.
Euro einen geringfügig niedrigeren Überschuss als in der
Vergleichsperiode (Jänner bis Juni 2002: 2,47 Mrd. Euro).
Die Einkommensbilanz drehte im Vergleich zu den ersten sechs
Monaten 2002 von einem Defizit von 0,32 Mrd. Euro in einen
Überschuss von 0,24 Mrd. Euro. Dieser positive Saldo ergibt sich
aus geringeren Defiziten der Teilbilanzen Einkommen aus
Direktinvestitionen und aus Portfolioinvestitionen (Rückgang
insgesamt um rund 1 Mrd. Euro) und andererseits aus einem
niedrigeren Überschuss aus "Einkommen aus Sonstigem" (Rückgang
um 0,44 Mrd. Euro). Wegen der hier erfolgten Erfassung von
Zahlungsströmen, die sich z.B. aufgrund von Zinsterminen nicht
regelmäßig über das Jahr verteilen, kann daraus nicht auf einen
eindeutigen Trend für die Entwicklung im Gesamtjahr geschlossen
werden.
Der Negativsaldo der Laufenden Transfers, der im
Vergleichszeitraum 2002 noch -1,35 Mrd. Euro betragen hatte,
reduzierte sich auf -0,64 Mrd. Euro. Die Bilanz der
Vermögensübertragungen stagnierte im Beobachtungszeitraum auf
dem Niveau der vergleichbaren Periode 2002.
Die Kapitalbilanz wies im Berichtszeitraum Nettokapitalzuflüsse
im Bereich Portfolioinvestitionen sowie Nettokapitalabflüsse in
den Teilbilanzen Direktinvestitionen und Sonstige Investitionen
auf.
Die Portfolioinvestitionen in ausländische Wertpapiere haben
sich in den ersten sechs Monaten d.J. auf 9,67 Mrd. Euro
halbiert, dagegen sind die Wertpapierkäufe des Auslands weiter
gestiegen (Jänner bis Juni 2003: 17,21 Mrd. Euro gegenüber
16,66 Mrd. Euro im Vergleichszeitraum 2002). Per saldo ergab
sich ein Kapitalzufluss von 7,54 Mrd. Euro.
Österreichische Direktinvestoren veranlagten mit netto 1,85 Mrd.
Euro weniger im Ausland als im Vergleichszeitraum 2002
(2,26 Mrd. Euro). Aus ausländischen Direktinvestitionen in
Österreich wurde im Berichtszeitraum ein Zufluss von 0,91 Mrd.
Euro verzeichnet, wogegen in den ersten sechs Monaten 2002 die
Desinvestitionen größer als die Neuveranlagungen waren.
Die Sonstigen Investitionen, die hauptsächlich durch das Kredit-
und Einlagengeschäft des Bankensystems bestimmt werden, ergaben
im Berichtszeitraum einen Nettokapitalexport von 10,41 Mrd. Euro
(Jänner bis Juni 2002: Kapitalimport von 1,22 Mrd. Euro).
Die offiziellen Währungsreserven verzeichneten eine
transaktionsbedingte Abnahme in Höhe von 0,88 Mrd. Euro.
Text und erklärende Tabelle dieser Presseaussendungen werden
auf http://www.oenb.at veröffentlicht.
Rückfragehinweis:
Statistik Hotline
Tel.: +43-1-40420-5555
[email protected]
Weitere statistische Informationen unter
http://www.dieaktuellezahl.oenb.at
Herausgeber:
Oesterreichische Nationalbank
Sekretariat des Direktoriums/
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43-1-40420-6666
http://www.oenb.at
OTS0037 2003-08-18/10:24
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ONB






