• 14.08.2003, 12:36:47
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Gusenbauer zu ÖIAG-Desaster: Privatisierung der VA-Stahl stoppen

Wien (SK) SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer kritisierte am
Donnerstag in einer Pressekonferenz das Vorgehen der Regierung bei
der Privatisierung der VA-Stahl. Wenn die EU-Wettbewerbskommission
ihre Zustimmung zum Verkauf unter den von der Regierung genannten
Bedingungen verweigere, sei "Feuer am Dach". Sollte es nach EU-Recht
nicht möglich sein, strategische Investoren auszuschließen, den
Standort Österreich sowie die Österreichische Kontrolle des
Unternehmens beizubehalten, könne die Konsequenz nur lauten: "Den
Privatisierungsvorgang stoppen!" Die Regierung betreibe ein
"Hasardspiel gegen Österreichs Industrie", hochprofitable Unternehmen
würden ins Gerede gebracht und, wie die VA-Tech, unter ihrem Wert
verkauft. ****

Gusenbauer warnte vor der Aufgabe des Österreichischen
Industriestandortes, die zu befürchten sei, wenn "jeder" VA-Stahl
kaufen kann. Sollte der Privatisierungsvorgang unter diesen
Gegebenheiten nicht gestoppt werden, drohe der "Ausverkauf ans
Ausland und die Preisgabe wesentlicher Perlen der Industrie".

Das Beispiel des "4 Minuten-Husch-Pfusch-Verkaufs" von neun
Prozent der VA-Tech-Aktien wurde von Gusenbauer als
Anschauungsbeispiel für das Potenzial der Fehlleistungen vorgebracht,
die die Existenz österreichischer Unternehmen gefährde. Der
Ausgabekurs der VA-Tech-Aktien lautete auf 65 Euro, das Kursziel
betrug 35 Euro, verkauft wurden sie um 26 Euro, ein "Schleuderpreis".

Der SPÖ-Vorsitzende kann sich nach einem Stopp der Privatisierung
auch andere Möglichkeiten der Beteiligung an Österreichs Unternehmen
vorstellen, zum Beispiel die Beteiligung der Belegschaft oder des
Managements am jeweiligen Unternehmen. (Schluss) up

OTS0119    2003-08-14/12:36

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