- 14.08.2003, 10:01:40
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LAbg. Kernstock/LAbg. Thumpser: Verkehrsausbau muss rasch vorangetrieben werden!
Gerade im Hinblick auf die EU-Erweiterung muss zügig auf ein Verkehrskonzept für den Niederösterreichischen Zentralraum hingearbeitet werden
St. Pölten (SPI) - Trotz einiger bereits fixierter Bauvorhaben wie
der Nordautobahn oder dem Ausbau der A1 klaffen gerade im
Niederösterreichischen Zentralraum noch enorme Lücken. Besonders
betroffen sind hier die Bezirke St. Pölten-Land und Lilienfeld. "Von
St. Pölten Richtung Süden gibt es nur eine einzige Hauptverbindung,
die B20 über Wilhelmsburg, Traisen und Lilienfeld! Diese Straße wird
tagtäglich von rund 20.000 Fahrzeugen befahren, der derzeitige
Zustand ist nicht mehr lange tragbar, daher muss die bereits geplante
B334 als Entlastung raschest realisiert werden," charakterisiert der
Wilhelmsburger LAbg. Otto Kernstock die Situation. Die gleichen
Schwierigkeiten ortet auch sein Lilienfelder Kollege, der Traisner
Bürgermeister LAbg. Herbert Thumpser: "Die Straße ist sowohl die
Hauptverkehrsader für die Anwohner der betroffenen Gemeinden als auch
für den Güterverkehr! In den Gemeinden, die keine Umfahrung haben,
wie St. Georgen im Bezirk St. Pölten oder Traisen im Bezirk
Lilienfeld sowie auch in zahlreichen anderen, ist die Situation
untragbar! Außerdem geht es ja nicht nur um die Probleme der
Gemeinden und Anwohner, sondern auch um die Attraktivität der Region
als Wirtschaftsstandort. Im Bezirk Lilienfeld gibt es, Gott sei Dank,
einige größere Fabriken, wie die VOEST in Traisen oder die Firma
Neumann in Lilienfeld, die auf eine funktionierende
Verkehrsinfrastruktur angewiesen sind. Ohne ausreichende
Investitionen im Verkehrswesen werden wir in Zukunft nicht mehr
konkurrenzfähig sein!"****
"Problematisch ist die Situation aber auch rund um St. Pölten. So
wäre eine Westumfahrung von St. Pölten und ein zusätzlicher
Autobahnknotenpunkt westlich von St. Pölten dringend angeraten,
natürlich auch mit einer Anbindung der B39, der Pielachtal
Bundesstraße," führt LAbg. Kernstock weiter aus. Schwierig ist
außerdem die Situation auf der Schiene. So wurde im Bezirk Lilienfeld
bereits eine Nebenbahn eingestellt. "Diese Bahn Richtung Türnitz war
eine wichtige Verkehrsader für die Bevölkerung. Die zusätzlichen
Busse können die entstandene Lücke bei weitem nicht schließen. Bei
solch wichtigen Anliegen der Menschen einer Region ist es nicht
zulässig ausschließlich mit Rentabilität zu argumentieren," so LAbg.
Thumpser.
Mängel bei der Bahn gibt es aber nicht nur bei den Nebenbahnen. "Der
Hauptbahnhof der Landeshauptstadt St. Pölten wurde erst kürzlich zum
hässlichsten Bahnhof Niederösterreichs gewählt. Nicht nur, dass
wichtige Einrichtungen wie Aufzüge zu jedem Bahnsteig oder
Rolltreppen fehlen, ist der Bahnhof auch nicht nach modernen
Standards mit attraktiven Geschäften und dergleichen ausgestattet. Am
St. Pöltner Bahnhof ist leider alles veraltet, sogar die Schienen!
Daneben dürfen wir aber auch traditionelle Bahnen wie die Mariazeller
Bahn nicht vergessen, deren Erhalt unbedingt sichergestellt werden
muss. Diese Schmalspurbahn ist nicht nur für zahlreiche Pendler und
Schüler notwendig, sie ist nicht zuletzt auch eine nostalgische
Attraktion für Gäste unserer Region," so LAbg. Kernstock
abschließend.
(Schluss)kr
OTS0052 2003-08-14/10:01
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