• 11.08.2003, 13:28:24
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  • OTS0113 OTW0113

Bilanz 2002 der Gerngross Kaufhaus AG

Wien (OTS) - Neuorientierung zu Immobiliengesellschaft de facto
abgeschlossen - Steigerung der Mieterträge um neun Prozent -
Positives Betriebsergebnis EUR 336.000 - Verschlechtertes
Finanzergebnis führt zu negativem EGT von EUR -13 Mio.

In der heute, Montag, statt gefundenen o. Hauptversammlung der
Gerngross Kaufhaus Aktiengesellschaft, wurde nun der Jahresabschluss
2002 genehmigt. Die in den vergangenen Jahren durchgeführte
Neuorientierung des ursprünglich aus der Konsum-Insolvenz heraus
gelösten Unternehmens von einem reinen Handelsgeschäft hin zu einer
Immobilienverwertungsgesellschaft schlägt sich darin nieder, dass die
Erträge zu mehr als 90 Prozent aus Mieten erzielt werden. Lediglich
eine kleine Verkaufsfläche im Innsbrucker Kaufhaus Tyrol wird noch
als Eigengeschäft betrieben.

Das Jahr 2002 war durch eine Konsolidierung des Unternehmens
geprägt. In den verbliebenen Objekten Gerngross Mariahilferstraße,
Steffl und Herzmansky konnte die Nachhaltigkeit der guten
Ertragssituation durch einige Neuabschlüsse bzw. Verlängerungen von
bestehenden Pachtverträgen weiter verbessert werden. Insgesamt
stiegen die Mieterträge im Vergleich zu 2001 um neun Prozent von EUR
19,2 Mio. auf nun EUR 20,96 Mio. Bedingt durch den de facto
Totalwegfall des Eigengeschäfts (EUR 610.000 nach EUR 12 Mio. in
2001) ging der Umsatz von EUR 32,45 Mio. auf EUR 22,8 Mio. zurück.

Beim Betriebsergebnis wurde ein Turnaround geschafft. War dieses
in 2001 noch mit EUR 1,48 Mio. negativ, verzeichnete Gerngross im
Vorjahr ein Plus von EUR 336.000.

Obwohl die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten leicht
verringert werden konnten (von EUR 164 Mio. auf 2002 EUR 162 Mio.)
erhöhte sich die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten auf EUR 173,2 Mio.
(2001: 170,2). Wie bereits bei Bilanzlegung 2001 plant der Vorstand
entsprechende Restrukturierungsschritte zur Reduktion des
verzinslichen Fremdkapitals, um kurzfristig entsprechende
Ergebnisverbesserungen zu erzielen. Die geplanten Maßnahmen werden -
so der jüngst zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählte und Palmers
AG Vorstand Dr. Martin Neidthart - in den Geschäftsjahren 2003/2004
zu einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung führen.

Beim Finanzergebnis für 2002 schlagen umfangreiche
Wertberichtigungen im Rahmen der Neukonsolidierung und der
Bilanzbereinigung durch. Durch die sich daraus ergebende negative
Entwicklung des Finanzergebnisses von EUR -6,9 Mio. auf EUR -13,37
Mio. ist auch eine entsprechende Verschlechterung beim Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zu verzeichnen. Das EGT für 2002
betrug EUR -13 Mio. nach EUR -8,4 Mio. in 2001. Da im Gegensatz zu
2001 keine außerordentlichen Erträge erzielt wurden, drehte sich das
Jahresergebnis der Gerngross Kaufhaus AG ins Minus auf EUR -13 Mio.
(2001: EUR +7,9 Mio.). 2001 wurde hauptsächlich durch die Übertragung
des Kaufhauses Tyrol ein a.o. Ergebnis in Höhe von EUR 16,3 Mio.
erzielt.

Bedingt durch den Verlustvortrag im Ausmaß von EUR -83,3 Mio.
weist die Bilanz für 2002 einen Verlust von EUR -95,8 Mio. aus. Eine
Überschuldung im Sinne des Insolvenzrechtes liegt auf Grund stiller
Reserven in den Liegenschaften und einer positiven
Fortbestehungsprognose nicht vor.

In Bezug auf das 2001 ausgegliederte Kaufhaus Tyrol, Innsbruck,
werden derzeit mehrere Angebote seitens verschiedener hochsolventer
Bauträgergruppen unter Tiroler Beteiligung geprüft. Ebenso ist aber
auch die Eigenentwicklung des Objekts eine Option.

OTS0113    2003-08-11/13:28

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