Bilanz 2002 der Gerngross Kaufhaus AG

Wien (OTS) - Neuorientierung zu Immobiliengesellschaft de facto abgeschlossen - Steigerung der Mieterträge um neun Prozent -Positives Betriebsergebnis EUR 336.000 - Verschlechtertes Finanzergebnis führt zu negativem EGT von EUR -13 Mio.

In der heute, Montag, statt gefundenen o. Hauptversammlung der Gerngross Kaufhaus Aktiengesellschaft, wurde nun der Jahresabschluss 2002 genehmigt. Die in den vergangenen Jahren durchgeführte Neuorientierung des ursprünglich aus der Konsum-Insolvenz heraus gelösten Unternehmens von einem reinen Handelsgeschäft hin zu einer Immobilienverwertungsgesellschaft schlägt sich darin nieder, dass die Erträge zu mehr als 90 Prozent aus Mieten erzielt werden. Lediglich eine kleine Verkaufsfläche im Innsbrucker Kaufhaus Tyrol wird noch als Eigengeschäft betrieben.

Das Jahr 2002 war durch eine Konsolidierung des Unternehmens geprägt. In den verbliebenen Objekten Gerngross Mariahilferstraße, Steffl und Herzmansky konnte die Nachhaltigkeit der guten Ertragssituation durch einige Neuabschlüsse bzw. Verlängerungen von bestehenden Pachtverträgen weiter verbessert werden. Insgesamt stiegen die Mieterträge im Vergleich zu 2001 um neun Prozent von EUR 19,2 Mio. auf nun EUR 20,96 Mio. Bedingt durch den de facto Totalwegfall des Eigengeschäfts (EUR 610.000 nach EUR 12 Mio. in 2001) ging der Umsatz von EUR 32,45 Mio. auf EUR 22,8 Mio. zurück.

Beim Betriebsergebnis wurde ein Turnaround geschafft. War dieses in 2001 noch mit EUR 1,48 Mio. negativ, verzeichnete Gerngross im Vorjahr ein Plus von EUR 336.000.

Obwohl die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten leicht verringert werden konnten (von EUR 164 Mio. auf 2002 EUR 162 Mio.) erhöhte sich die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten auf EUR 173,2 Mio. (2001: 170,2). Wie bereits bei Bilanzlegung 2001 plant der Vorstand entsprechende Restrukturierungsschritte zur Reduktion des verzinslichen Fremdkapitals, um kurzfristig entsprechende Ergebnisverbesserungen zu erzielen. Die geplanten Maßnahmen werden -so der jüngst zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählte und Palmers AG Vorstand Dr. Martin Neidthart - in den Geschäftsjahren 2003/2004 zu einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung führen.

Beim Finanzergebnis für 2002 schlagen umfangreiche Wertberichtigungen im Rahmen der Neukonsolidierung und der Bilanzbereinigung durch. Durch die sich daraus ergebende negative Entwicklung des Finanzergebnisses von EUR -6,9 Mio. auf EUR -13,37 Mio. ist auch eine entsprechende Verschlechterung beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zu verzeichnen. Das EGT für 2002 betrug EUR -13 Mio. nach EUR -8,4 Mio. in 2001. Da im Gegensatz zu 2001 keine außerordentlichen Erträge erzielt wurden, drehte sich das Jahresergebnis der Gerngross Kaufhaus AG ins Minus auf EUR -13 Mio. (2001: EUR +7,9 Mio.). 2001 wurde hauptsächlich durch die Übertragung des Kaufhauses Tyrol ein a.o. Ergebnis in Höhe von EUR 16,3 Mio. erzielt.

Bedingt durch den Verlustvortrag im Ausmaß von EUR -83,3 Mio. weist die Bilanz für 2002 einen Verlust von EUR -95,8 Mio. aus. Eine Überschuldung im Sinne des Insolvenzrechtes liegt auf Grund stiller Reserven in den Liegenschaften und einer positiven Fortbestehungsprognose nicht vor.

In Bezug auf das 2001 ausgegliederte Kaufhaus Tyrol, Innsbruck, werden derzeit mehrere Angebote seitens verschiedener hochsolventer Bauträgergruppen unter Tiroler Beteiligung geprüft. Ebenso ist aber auch die Eigenentwicklung des Objekts eine Option.

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