- 09.08.2003, 20:24:39
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Bischof Kurt Krenn fordert die Gesellschaft zur Auseinandersetzung mit dem Islam und seinen Folgen auf
"MUSLIME WERDEN ES UNS ZEIGEN"
Wien (OTS) - Bischof KURT KRENN ist bei seiner Schwester in
Oberkappel auf Ferien. Mit ihm sprach Chefredakteur JOSEF ERTL.
Herr Bischof, Sie bekennen sich zur Erweiterung der EU, dennoch sind
Sie mit der Entwicklung in Europa unzufrieden. Ich habe bei der
Volksabstimmung positiv für Europa gestimmt, aber ich habe größere
Bedenken damals schon gehabt und habe sie auch heute. Europa ist in
Gefahr, ein bürokratisches, ein agnostisches Europa zu werden. Für
mich muss Europa christlich werden oder es wird nicht sein. Wir sind
jetzt auf einer Entscheidungsspur, die noch lange nicht gewonnen ist.
Entscheidungsspur in welche Richtung?
Dass die, die christlich denken und entscheiden, das Gesetz des
Handelns haben. Ich bin zum Beispiel absolut dagegen, dass die Türkei
in die EU aufgenommen wird.
Es hat ja auch innerhalb der EU einen Gesinnungswandel gegeben. Die
rot-grüne Regierung in Deutschland zum Beispiel, die den Beitritt
früher forciert hat, ist heute wesentlich reservierter.
~
In dem
Augenblick, wo die Muslime die Mehrheit und die Macht haben, werden
sie uns zeigen, wo es langgeht." Ich bin überhaupt nicht gegen die
Türkei oder gegen den Islam oder die Muslime, aber das passt
überhaupt nicht zusammen. Die 70 Millionen Einwohner der Türkei in
die EU hineinzustecken, das ist nichts. Die sind geistig und
kulturell längst zu weit weg von Europa. Man kann ja jede Form guter
Zusammenarbeit mit der Türkei haben, nur nicht dass die Türkei ein
Vollmitglied wird. Denn die Muslime, die immer stärker und
fanatischer werden, würden es uns dann schon
zeigen.
Yehuda Bauer, Professor an der Hebräischen Universität in Jerusalem,
warnt in einem Gastkommentar in der "Zeit" vom 31. Juli vor den
radikalen Islamisten, die die Weltherrschaft anstrebten. Das ist
richtig. Ich sehe diese Gefahr sehr genau, und wir benehmen uns als
Christen und Katholiken wohlwollend gegenüber den Moslems. Aber in
dem Augenblick, wo sie die Mehrheit haben, wo sie die Macht haben, da
zeigen sie uns schon, wo es langgeht. Das ist halt nun einmal so.
Deshalb meine ich, man soll nicht aus einer gewissen Romantik der
Humanität oder aus anderen Gründen politisch falsche Entscheidungen
treffen. Wir wollen mit den Muslimen reden, wir wollen Frieden, wir
wollen Freundschaft mit ihnen, aber das geht nicht so. Wer den Koran
liest, weiß, dass die Muslime uns nicht lieben können. Über 200mal
kommt im Koran vor, dass wir Heiden und Vielgötterei Betreibenden
Flüche über uns ergehen lassen müssen. Man soll sich nicht dumm
stellen. Wir haben auch schon genügend historische Lektionen
bekommen. Und der Terrorismus ist eine Islamsache. Nicht, dass der
Islam terroristisch ist, aber ich kenne eigentlich heute keine
vergleichbaren Terrororganisationen. Abgesehen von ein paar
Fanatikern in Irland oder im Baskenland, aber die agieren nicht
weltweit und auch nicht mit einer solchen Konsequenz.
Ist das aus Ihrer Sicht eine Fehlentwicklung des muslimischen
Glaubens oder ist das in diesem religiösen Gebäude inbegriffen? Die
Gegnerschaft gehört schon zum Lehrgut des Islam. Wer den Koran liest,
merkt das schon, dass das eine innere, dogmatische Gegnerschaft ist.
Von daher kommt sicher manches. Ich möchte aber nicht die Terroristen
den Gläubigen zuordnen, aber von da her kommt irgendwo die Abstützung
des
Terrorismus.
Wie sollte der Westen mit dem Islam umgehen? In Europa leben einige
Millionen Muslime, in Österreich sind sie die zweitgrößte
Glaubensgemeinschaft. Man sollte ihn gut und gerecht behandeln, aber
auch hart in der
Reaktion.
Was heißt
hart?
Hart dann, wenn es um die Ausgrenzung anderer geht. Wenn ich mir
vorstelle, was da passiert in Familien, wenn jemand einen Christen
heiraten will. Von dem redet ja kein Mensch hier. Wir reden ja nur
von den
Terroristen.
~
Wer den Koran liest, weiß, dass die Muslime uns nicht lieben
können." Das ist auch eine Form von Terrorismus, die nicht gut ist.
Bei uns leben sehr viele brave Leute, kreuzbrave Leute. Dennoch meine
ich, dass sie nicht unsere Freunde sein können, wenn sie das
strukturelle Gerüst des Terrorismus tragen. Wir dürfen uns ja nicht
täuschen. In dem Augenblick, in dem sie eine gewisse
Mehrheitsfähigkeit haben, werden wir uns wundern, wie das dann geht.
Es wollen uns ja auch gewisse Parteien mehr Muslime hereinholen, um
ein paar treue Wählerstimmen zu haben.
Welche Parteien meinen Sie konkret?
Ich darf das so nicht sagen, aber jeder weiß es.
Die Grünen?
Ja, die haben sicher ein gewisses Interesse. Es gibt ja in jeder
Partei gewisse Islam-Vertreter, sicher am stärksten bei den Grünen.
Yehuda Bauer meint, die Auseinandersetzung mit dem radikalen
Islamismus könne sich nicht auf die militärische Gewalt beschränken,
sondern müsse in den Köpfen stattfinden. Das ist richtig. Vor allem
müssen wir uns überhaupt auseinandersetzen mit jeder Form von Glauben
und Religion, von Gotteswirklichkeit. Das fehlt ja weithin. Wenn man
so boshaft sein möchte, das bin ich nicht, in Österreich interessiert
die Menschen jeder Sport oder Fußball zehnmal mehr als jede religiöse
Frage. Das ist auch keine feine Angelegenheit. In der
Auseinandersetzung in den Köpfen haben uns die Muslime einiges
voraus. Es wird da auch die Dummen und die G'scheiten geben, aber sie
haben uns einmal das Grundinteresse voraus, dass sie die Gottessache
mehr interessiert als unsere Leute. Unseren Leuten geht es zu gut,
deshalb interessiert sie die Gottessache oft nicht. Sie werden
allerdings ganz sicher in irgendeinem Punkt der Weltgeschichte
erwachen müssen. Dann ist es vielleicht ein bisschen spät.
Vor rund zehn Tagen erschien ein Dokument der Glaubenskongregation,
in dem das Verbot der Schwulenehe ebenso betont wird wie das
Adoptionsverbot. Madeleine Petrovic zeigte sich zutiefst empört und
fragt, was wäre gewesen, wenn Jesus schwul gewesen wäre?
~
Homosexualität ist böse. Sie zerstört das Gewissen und die
Persönlichkeit der Menschen." Frau Petrovic ist eine liebe Frau, aber
hie und da weiß sie nicht, was sie sagt. Das kann ich nur mit großem
Missfallen hören, dass sie sich da einmischt. Sie ist sehr
katholisch, da muss sie auch das verstehen. Sie hat ja auch zwei
Kinder. Homosexualität zerstört das Gewissen und die Persönlichkeit
der Menschen. Das ist halt nix. Es weiß jeder, was Geschlechtlichkeit
bedeutet und die Geschlechtlichkeit der Homosexuellen ist
gottfeindlich. Das ist gegen das Naturgesetz. Ich kenne auch solche
Herren. Ich sagen ihnen immer wieder, ihr seid meine Brüder und
Freunde, aber bitte leiten Sie aus dem nie ab, dass ich das billige.
Was ist
Homosexualität?
Das ist widernatürlich, eine fehlgeleitete Triebrichtung. Man soll
barmherzig sein, aber ich werde immer dann sehr bösartig, wenn man
aus einer Sünde eine Weltanschauung macht. Manche, die sich als
lesbisch oder sonstwas ausgeben, sind in Wahrheit oft ärmste Teufel.
Ich kenne manche, die es gar nicht sein möchten, aber meinen, es sein
zu müssen. Die Homosexualität ist
böse.
Das Interview erscheint in der morgigen Ausgabe der
oberösterreichischen Sonntags
Rundschau.
~
Rückfragehinweis:
Helmut Atteneder Sonntags Rundschau Hafenstraße 1 - 3 4010 Linz Tel. 0650/4421444
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