- 09.08.2003, 14:45:57
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Gorbach will Straßen- und Bahnausbau an neuralgischen Verkehrspunkten forcieren
Neue Finanzierungsmodelle, schnellere Planungsprozesse und raschere Bewilligungsverfahren sollen künftige Infrastrukturprojekte beschleunigen
Wien (OTS) - Mit innovativen Ideen will Verkehrsminister Hubert
Gorbach bereits im Herbst die Umsetzung des Generalverkehrsplans
(GVP) beschleunigen. "Wir sind mit vollem Einsatz an der Evaluierung
des GVP. Höchste Priorität gilt den vielen Nadelöhren wie
beispielsweise die einröhrigen Tunnels, die auch in diesem Sommer an
vielen Stellen zu kilometerlangen Staus führen. Der zweispurige
Ausbau beispielsweise des Tauern- oder Katschbergtunnels müssen rasch
vorangetrieben werden", so der Minister.
Auch bei den grenzüberschreitenden Verkehrswegen vor allem im
Osten will Gorbach rasch handeln, "weil dieses Strecken nicht nur
nicht nur eine Belastungen für Reisende sind, sondern auch die
anliegende Bevölkerung unter dem großen Verkehrsaufkommen leidet.
Zudem sind dies Strecken mit erhöhtem Gefahrenpotential. Die hohe
Verkehrsfrequenz, speziell in der Urlaubszeit, gepaart mit Übermüdung
und Reisestresse - und im heurigen Sommer noch die große Hitze -
führen nicht nur generell zu höheren Unfallzahlen, auch die Zahl
besonders schwerer Unfälle erfährt an diesen Verkehrspunkten eine
erhöhte Steigerungsrate", kommentiert Gorbach sein Vorhaben.
Darum prüft das Verkehrsministerium neue Finanzierungsmodellen,
wie beispielsweise das PPP-Modell (public privat partnership) mit
Hochdruck auf deren Eignung, um zusätzliche Mittel für die
Infrastrukturprojekte zu generieren und so die Ausbaugeschwindigkeit
zu erhöhen. Der Verkehrsminister will auch bei Planungs- und
Bewilligungsverfahren eingreifen, um diese Prozesse zu beschleunigen.
"Die Planungsvorbereitungen müssen forciert und beschleunigt werden,
die Bewilligungsverfahren müssen unbürokratischer abgewickelt werden.
Dies spart Zeit und damit auch Geld. Zukauf von Kapazitäten auch im
Planungs- und Bewilligungsbereich werden in Zukunft mehr den je eine
gedankliche Rolle spielen,- so Gorbach.
Das Jahr 2003 hat Gorbach schon zum "Jahr des Straßenbaus"
gemacht, werden heuer über 1 Milliarde Euro in das hochrangige
Straßennetz investiert. "Das heißt aber nicht, dass ich den dringend
notwendigen Schienenausbau vernachlässige. Im Gegenteil, auch im
Bereich Schiene finden bei mir stark frequentierte Reiserouten und
Grenzübergänge besondere Berücksichtigung. Gerade bei den
Schienenprojekten dauern die Verfahren viel zu lange, hier herrscht
großer Beschleunigungsbedarf. Wir müssen nicht zu letzt im Zuge der
EU-Erweiterung rascher bei Infrastrukturprojekten agieren. Ich habe
eine Gruppe in meinem Ressort beauftragt, mir Infrastrukturprojekte
aufzulisten, die möglichst rasch baureif gemacht werden können. Dies
ist für mich auch wichtig im Zuge der Konjunkturschwäche, die durch
große Bauprojekte in der Baubranche und im Baunebengewerbe abgefedert
werden kann", so Gorbach abschließend. (Schluss bxf)
OTS0019 2003-08-09/14:45
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