EisenbahnerInnen: Leichter Hoffnungsschimmer am schwarzen Stückguthimmel der ÖBB

Linksblock-Vorsitzender Schneider: Abschließender runder Tisch vor Schließung des Stückgutverteilers Bischofshofen

Wien (GdE/GLB). Am vergangenen Mittwoch übergaben der Vorsitzende des Gewerkschaftlichen Linksblocks-Eisenbahn (GLB), Theo Schneider, dessen Bundessekretär, Ernst Wieser und der Landessekretär Stv. GLB-Salzburg, Manfred Hammer, dem Vorstandsdirektor, Ferdinand Schmidt, in der ÖBB-Generaldirektion in Wien, die 1183 gesammelten Unterschriften aus der Bevölkerung von Bischofshofen, Wirtschafttreibender und Politiker aller Parteien, die gegen eine Schließung des Bahnexpress-Logistikcenters Bischofshofen eintreten.

"Von den 17 Österreichweit bestehenden ÖBB Stückgut-Verteilerzentren (BEX) sollen in absehbarer Zeit nur noch 11 übrig bleiben. Unter anderem (Wr.Neustadt, St.Pölten, Amstetten, Gmünd, Innsbruck) soll auch Bischofshofen dem Sparstift zum Opfer fallen. Mit dieser Unterschriftenaktion wollten wir einen letzten Appell an die Vorstandsetage der ÖBB richten, die Schließung der Pongauer Metropole noch einmal zu überdenken", betont der GLB-Vorsitzende Schneider.

"In Zeiten, wo Mensch und Umwelt immer mehr Belastungen ausgesetzt wird, kann es nicht sein, dass gerade ein Unternehmen wie die ÖBB, durch die Schließung ihrer Stückgutknoten, die Straßenkilometerbeförderung ausdehnt und gleichzeitig auf ihre Schienenwege verzichtet. Hier wird eindeutig eine falsche Verkehrspolitik betrieben", warnt Schneider.

Der GLB-Vorsitzende abschließend: "Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch trotzdem. Bei der Unterschriftenübergabe führten wir mit dem verantwortlichen ÖBB-Vorstandsdirektor, Ferdinand Schmidt, ein ausführliches Gespräch. Lobenswert dabei war vor allem, dass dieser erklärte, keine unüberlegten oder voreiligen Schließungen durchzuführen. Er werde sich auch gerne auf Wunsch von uns Linksgewerkschaftern - persönlich in Bischofshofen erkundigen und möchte sich nächste Woche vor Ort an einem "runden Tisch" mit den Betroffenen zusammensetzen.

Der Salzburger GLB-Landesverantwortliche, Manfred Hammer, abschließend optimistisch: "Schmidt war ein korrekter Gesprächspartner. Auch wenn der Vorstandsdirektor darauf verwies, dass die ÖBB im Vorjahr im Stückgutverkehr ein Minus von 36 Millionen Euro verzeichneten und im heurigem Jahr bereits 12 Millionen Euro fehlen und deshalb wirtschaftliche Maßnahmen ergriffen werden müssen, ließ er erkennen, dass noch nicht alles "gegessen" ist. Schmidt meinte auch, man könne noch über alles reden - nix ist fix, jedoch müssen sich die Betroffenen an den Zukunftsplänen beteiligen und neue Ideen einbringen.

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