• 07.08.2003, 16:31:19
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EisenbahnerInnen: Leichter Hoffnungsschimmer am schwarzen Stückguthimmel der ÖBB

Linksblock-Vorsitzender Schneider: Abschließender runder Tisch vor Schließung des Stückgutverteilers Bischofshofen

Wien (GdE/GLB). Am vergangenen Mittwoch übergaben der Vorsitzende
des Gewerkschaftlichen Linksblocks-Eisenbahn (GLB), Theo Schneider,
dessen Bundessekretär, Ernst Wieser und der Landessekretär Stv.
GLB-Salzburg, Manfred Hammer, dem Vorstandsdirektor, Ferdinand
Schmidt, in der ÖBB-Generaldirektion in Wien, die 1183 gesammelten
Unterschriften aus der Bevölkerung von Bischofshofen,
Wirtschafttreibender und Politiker aller Parteien, die gegen eine
Schließung des Bahnexpress-Logistikcenters Bischofshofen eintreten.

"Von den 17 Österreichweit bestehenden ÖBB
Stückgut-Verteilerzentren (BEX) sollen in absehbarer Zeit nur noch 11
übrig bleiben. Unter anderem (Wr.Neustadt, St.Pölten, Amstetten,
Gmünd, Innsbruck) soll auch Bischofshofen dem Sparstift zum Opfer
fallen. Mit dieser Unterschriftenaktion wollten wir einen letzten
Appell an die Vorstandsetage der ÖBB richten, die Schließung der
Pongauer Metropole noch einmal zu überdenken", betont der
GLB-Vorsitzende Schneider.

"In Zeiten, wo Mensch und Umwelt immer mehr Belastungen ausgesetzt
wird, kann es nicht sein, dass gerade ein Unternehmen wie die ÖBB,
durch die Schließung ihrer Stückgutknoten, die
Straßenkilometerbeförderung ausdehnt und gleichzeitig auf ihre
Schienenwege verzichtet. Hier wird eindeutig eine falsche
Verkehrspolitik betrieben", warnt Schneider.

Der GLB-Vorsitzende abschließend: "Einen kleinen Hoffnungsschimmer
gibt es jedoch trotzdem. Bei der Unterschriftenübergabe führten wir
mit dem verantwortlichen ÖBB-Vorstandsdirektor, Ferdinand Schmidt,
ein ausführliches Gespräch. Lobenswert dabei war vor allem, dass
dieser erklärte, keine unüberlegten oder voreiligen Schließungen
durchzuführen. Er werde sich auch gerne auf Wunsch von uns
Linksgewerkschaftern - persönlich in Bischofshofen erkundigen und
möchte sich nächste Woche vor Ort an einem "runden Tisch" mit den
Betroffenen zusammensetzen.

Der Salzburger GLB-Landesverantwortliche, Manfred Hammer,
abschließend optimistisch: "Schmidt war ein korrekter
Gesprächspartner. Auch wenn der Vorstandsdirektor darauf verwies,
dass die ÖBB im Vorjahr im Stückgutverkehr ein Minus von 36 Millionen
Euro verzeichneten und im heurigem Jahr bereits 12 Millionen Euro
fehlen und deshalb wirtschaftliche Maßnahmen ergriffen werden müssen,
ließ er erkennen, dass noch nicht alles "gegessen" ist. Schmidt
meinte auch, man könne noch über alles reden - nix ist fix, jedoch
müssen sich die Betroffenen an den Zukunftsplänen beteiligen und neue
Ideen einbringen.

Rückfragehinweis: Gewerkschaftlicher
Linksblock-Eisenbahn/BZ-Redaktion

Margaretenstraße 166, 1050 Wien
                  Tel.: Ernst Wieser: (01) 54641-220 oder

0676-3893861
e-mail: [email protected]

OTS0164    2003-08-07/16:31

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