• 06.08.2003, 11:24:38
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Sacher: ÖBB-Zerschlagung hätte für NÖ-Verkehrsprojekte katastrophale Folgen

LT-Präs. Ewald Sacher warnt vor den Folgen chaotischer Regierungspläne für ÖBB

St. Pölten (SPI) - Eine Zerschlagung der ÖBB in mehrere
Gesellschaften hätte für die Verkehrsprojekte im Land Nö
katastrophale Folgen und negative Auswirkungen auf die ohnehin
dramatische Arbeitsplatzlage, stellt der SPÖ-NÖ-Verkehrssprecher
LT-Präs. Ewald Sacher fest. "Eine Teilung des Unternehmens ÖBB in
mehrere Teilgesellschaften hätte zur Folge, dass die Finanzierung der
Projekte nicht mehr so wie bisher unter Finanzhoheit der ÖBB
abgewickelt würde. Wichtige Infrastrukturprojekte in NÖ würden kaum
mehr finanzierbar und damit auf lange Sicht gefährdet sein. All die
Bauvorhaben, die für NÖ wichtig sind, wie der West- und
Südbahnausbau, Schnellbahnprojekte und Bahnhofsoffensive, sind schon
bisher auf Finanzierungsprobleme gestoßen. Durch die chaotischen
Regierungspläne würden sie noch weiter auf die lange Bank geschoben",
so Sacher. Sacher befürchtet, dass seitens des Bundes ab 2005 dann
überhaupt kaum mehr Geld für den Bahnausbau zur Verfügung stehen
würde. "Der Bund wird kaum Geld für den Bahnausbau haben. Bedenkt man
die Kosten der Steuerreform spätestens ab 2005 und die Finanzierung
der Abfangjäger ab 2007, so heißt das, dass kein Geld für den
Bahnausbau da sein wird."****

Im besonderen ist LT-Präsident Ewald Sacher besorgt um die negativen
Konsequenzen auf den Arbeitsmarkt: Die bei den Bahnprojekten
beschäftigte Bauwirtschaft hätte neuerlich Rückschläge und damit
steigende Arbeitslosigkeit zu erwarten. Nicht zu reden von den bei
den ÖBB direkt betroffenen Arbeitsplätzen: "Wer 12.000 Leute - davon
ein Großteil in NÖ - los werden will, muss sich klar sein, dass dies
ungeheure Folgen für die Menschen, deren Familien und die gesamte
Wirtschaft im Land haben wird", zeigt Sacher auf. Als weiteren
Nachteil für NÖ sieht Sacher den "Großangriff" auf die
Regionalbahnen: Die dann wohl endgültig zu erwartenden Einstellungen
bedeuten neuerlich Tiefschläge für die ländlichen Regionen und die
regionale Versorgung sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr.
"Glaubt denn jemand aus der schwarz-blauen Koalition ernsthaft, dass
eine zerstückelte ÖBB größere Leistungen erbringen könnte als ein
großes, starkes und vor allem vom Staat gewolltes Unternehmen?"
stellt Sacher abschließend fest.
(Schluss)

OTS0077    2003-08-06/11:24

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