Sacher: ÖBB-Zerschlagung hätte für NÖ-Verkehrsprojekte katastrophale Folgen

LT-Präs. Ewald Sacher warnt vor den Folgen chaotischer Regierungspläne für ÖBB

St. Pölten (SPI) - Eine Zerschlagung der ÖBB in mehrere Gesellschaften hätte für die Verkehrsprojekte im Land Nö katastrophale Folgen und negative Auswirkungen auf die ohnehin dramatische Arbeitsplatzlage, stellt der SPÖ-NÖ-Verkehrssprecher LT-Präs. Ewald Sacher fest. "Eine Teilung des Unternehmens ÖBB in mehrere Teilgesellschaften hätte zur Folge, dass die Finanzierung der Projekte nicht mehr so wie bisher unter Finanzhoheit der ÖBB abgewickelt würde. Wichtige Infrastrukturprojekte in NÖ würden kaum mehr finanzierbar und damit auf lange Sicht gefährdet sein. All die Bauvorhaben, die für NÖ wichtig sind, wie der West- und Südbahnausbau, Schnellbahnprojekte und Bahnhofsoffensive, sind schon bisher auf Finanzierungsprobleme gestoßen. Durch die chaotischen Regierungspläne würden sie noch weiter auf die lange Bank geschoben", so Sacher. Sacher befürchtet, dass seitens des Bundes ab 2005 dann überhaupt kaum mehr Geld für den Bahnausbau zur Verfügung stehen würde. "Der Bund wird kaum Geld für den Bahnausbau haben. Bedenkt man die Kosten der Steuerreform spätestens ab 2005 und die Finanzierung der Abfangjäger ab 2007, so heißt das, dass kein Geld für den Bahnausbau da sein wird."****

Im besonderen ist LT-Präsident Ewald Sacher besorgt um die negativen Konsequenzen auf den Arbeitsmarkt: Die bei den Bahnprojekten beschäftigte Bauwirtschaft hätte neuerlich Rückschläge und damit steigende Arbeitslosigkeit zu erwarten. Nicht zu reden von den bei den ÖBB direkt betroffenen Arbeitsplätzen: "Wer 12.000 Leute - davon ein Großteil in NÖ - los werden will, muss sich klar sein, dass dies ungeheure Folgen für die Menschen, deren Familien und die gesamte Wirtschaft im Land haben wird", zeigt Sacher auf. Als weiteren Nachteil für NÖ sieht Sacher den "Großangriff" auf die Regionalbahnen: Die dann wohl endgültig zu erwartenden Einstellungen bedeuten neuerlich Tiefschläge für die ländlichen Regionen und die regionale Versorgung sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr. "Glaubt denn jemand aus der schwarz-blauen Koalition ernsthaft, dass eine zerstückelte ÖBB größere Leistungen erbringen könnte als ein großes, starkes und vor allem vom Staat gewolltes Unternehmen?" stellt Sacher abschließend fest.
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