Eisenbahner: Bahnexpress-Logistik-Center (BEX) vor Schließung

Linksblock-Vorsitzender Schneider: Appell an die Vernunft

Wien (GdE/GLB). Als letzten "ökologischen Appell an die Vernunft" des Unternehmens ÖBB, bezeichnet der Vorsitzende des Gewerkschaftlichen Linksblocks-Eisenbahn (GLB), Theo Schneider, die heutige Übergabe der mehr als 1000 gesammelten Unterschriften, gegen die Schließung des BEX-Bischofshofen, an den Vorstandsdirektor der ÖBB, Ferdinand Schmidt, in der Generaldirektion in Wien.

"Mit dieser Aktion wollen nicht nur wir Linksgewerkschafter, sondern auch die gesamte Bischofshofener Bevölkerung und Firmen -einschließlich vieler Politiker aus allen Parteien - gegen die beabsichtigte Schließung des Stückgut-Logistikzentrums Bischofshofen, ihren Protest zum Ausdruck bringen", betont Schneider.

"Es ist schlichtweg ein "ökologischer und ökonomischer Wahnsinn", gerade jetzt, wo die "Verkehrshölle Straße" unsere Umwelt und die Bevölkerung immer mehr belastet, durch Schließung von Verteilerzentren und der dadurch erforderlichen Zentralisierung von Verteilerknoten in ganz Österreich, den notwendigen Beförderungsweg auf der Schiene zu reduzieren und die LKW-Transportstrecke immer weiter zu verlängern", warnt der GLB-Vorsitzende.

"Als besonders kurios ist noch zu erwähnen, dass gerade solche Verteilerzentren (von derzeit österreichweit 17 sollen nur noch 11 übrigbleiben), deren tolle geografisch zentrale Lage noch vor einigen Jahren besonders hervorgehoben wurde und teilweise auch mit hohem finanziellen Aufwand generalsaniert wurden, dem Sparstift zum Opfer fallen sollen", schließt Schneider.

Der für die zu ergatternden Unterschriften im Einsatz gewesene Landessekretär Stv. des GLB-Salzburg, Manfred Hammer, meint ergänzend: "Die Bischofshofner Bevölkerung und zahlreiche Wirtschaftsbetriebe wehren sich vehement gegen die Schließungspläne. Innerhalb weniger Tage konnten wir mühelos die Unterstützungsunterschriften, gegen die sich abzeichnende umweltpolitische Katastrophe sammeln, darunter waren auch viele Gemeindevertreter von Bischofshofen".
"Immerhin geht es um runde 6.300 Güterwaggons, die man in unserer Region jährlich von der Schiene verbannt. Dafür donnern uns ca. 43.000 Jahrestonnen auf der Straße mehr um die Ohren, so nach dem Slogan der Märchen-Politiker: "Güter von der Straße auf die Schiene"! Das angekündigte Road-Pricing für LKW wird die Kosten für die Beförderung auf der Straße in die Höhe treiben und sicher gänzlich dem Endverbraucher weitergegeben. Unmittelbar betroffen sind neben der Umwelt auch etliche Arbeitsplätze, aber nicht nur im ÖBB-Bereich. Eine vernünftige Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik und ÖBB ist gefragt, um eine Gesamtlösung für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung für die gesamte Verkehrspolitik zu finden", so Hammer abschließend.

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