• 06.08.2003, 09:48:32
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Eisenbahner: Bahnexpress-Logistik-Center (BEX) vor Schließung

Linksblock-Vorsitzender Schneider: Appell an die Vernunft

Wien (GdE/GLB). Als letzten "ökologischen Appell an die Vernunft"
des Unternehmens ÖBB, bezeichnet der Vorsitzende des
Gewerkschaftlichen Linksblocks-Eisenbahn (GLB), Theo Schneider, die
heutige Übergabe der mehr als 1000 gesammelten Unterschriften, gegen
die Schließung des BEX-Bischofshofen, an den Vorstandsdirektor der
ÖBB, Ferdinand Schmidt, in der Generaldirektion in Wien.

"Mit dieser Aktion wollen nicht nur wir Linksgewerkschafter,
sondern auch die gesamte Bischofshofener Bevölkerung und Firmen -
einschließlich vieler Politiker aus allen Parteien - gegen die
beabsichtigte Schließung des Stückgut-Logistikzentrums Bischofshofen,
ihren Protest zum Ausdruck bringen", betont Schneider.

"Es ist schlichtweg ein "ökologischer und ökonomischer Wahnsinn",
gerade jetzt, wo die "Verkehrshölle Straße" unsere Umwelt und die
Bevölkerung immer mehr belastet, durch Schließung von
Verteilerzentren und der dadurch erforderlichen Zentralisierung von
Verteilerknoten in ganz Österreich, den notwendigen Beförderungsweg
auf der Schiene zu reduzieren und die LKW-Transportstrecke immer
weiter zu verlängern", warnt der GLB-Vorsitzende.

"Als besonders kurios ist noch zu erwähnen, dass gerade solche
Verteilerzentren (von derzeit österreichweit 17 sollen nur noch 11
übrigbleiben), deren tolle geografisch zentrale Lage noch vor einigen
Jahren besonders hervorgehoben wurde und teilweise auch mit hohem
finanziellen Aufwand generalsaniert wurden, dem Sparstift zum Opfer
fallen sollen", schließt Schneider.

Der für die zu ergatternden Unterschriften im Einsatz gewesene
Landessekretär Stv. des GLB-Salzburg, Manfred Hammer, meint
ergänzend: "Die Bischofshofner Bevölkerung und zahlreiche
Wirtschaftsbetriebe wehren sich vehement gegen die Schließungspläne.
Innerhalb weniger Tage konnten wir mühelos die
Unterstützungsunterschriften, gegen die sich abzeichnende
umweltpolitische Katastrophe sammeln, darunter waren auch viele
Gemeindevertreter von Bischofshofen".
"Immerhin geht es um runde 6.300 Güterwaggons, die man in unserer
Region jährlich von der Schiene verbannt. Dafür donnern uns ca.
43.000 Jahrestonnen auf der Straße mehr um die Ohren, so nach dem
Slogan der Märchen-Politiker: "Güter von der Straße auf die Schiene"!
Das angekündigte Road-Pricing für LKW wird die Kosten für die
Beförderung auf der Straße in die Höhe treiben und sicher gänzlich
dem Endverbraucher weitergegeben. Unmittelbar betroffen sind neben
der Umwelt auch etliche Arbeitsplätze, aber nicht nur im ÖBB-Bereich.
Eine vernünftige Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik und ÖBB ist
gefragt, um eine Gesamtlösung für eine zukunftsorientierte
Weiterentwicklung für die gesamte Verkehrspolitik zu finden", so
Hammer abschließend.

Rückfragehinweis: Gewerkschaftlicher
Linksblock-Eisenbahn/BZ-Redaktion

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OTS0042    2003-08-06/09:48

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