Casinos Austria AG beruft gegen Schadenersatz Urteil

Wien (OTS) - Casinos Austria AG beruft gegen Schadenersatz Urteil Verpflichtung zum Schutz der Gäste wurde eingehalten Die Casinos Austria AG wird gegen das erstinstanzliche Urteil des Klagenfurter Landesgerichtes berufen, das einem Kärntner Spielgast, der EUR 1,2 Millionen Schadenersatz für angebliche Spielverluste gefordert hatte, EUR 500.000 zuspricht. Das Unternehmen vertritt damit weiter seinen Standpunkt, dass alle gebotenen Maßnahmen zum Schutz der Spielgäste auch im vorliegenden Fall getätigt wurden. Der Kärntner Unternehmer hat darüber hinaus nach internen Aufzeichnungen des Casinos, die vom Oberlandesgericht Wien wiederholt als sehr verlässlich eingestuft wurden, eine weitaus geringere Summe im Spiel verloren.

Für Casinos Austria ist Spielerschutz nicht nur gesetzliche Verpflichtung, sondern wirksames System und tragende Säule seiner Unternehmensphilosophie. Damit nimmt das Unternehmen auch in ordnungspolitischer Hinsicht eine herausragende Stellung am Glücksspielsektor ein.

Das österreichische Glücksspielgesetz gehört in Hinblick auf den Spielerschutz zu den weltweit strengsten Gesetzen. Casinos Austria ist durch dieses Gesetz dazu verpflichtet, Einkommens- und Vermögensverhältnisse eines Gastes zu überprüfen, wenn Häufigkeit und Intensität seines Spielverhaltens Anlass zur Vermutung geben, dass dieses Spielverhalten keine ausreichende finanzielle Deckung findet. Dies geschieht vor allem durch die Einholung von Auskünften bei unabhängigen Einrichtungen. Im vorliegenden Fall hat das Unternehmen die Bonität des Klägers wiederholt überprüft.

Das Glücksspielgesetz wurde im Jahr 2003 übrigens dahingehend präzisiert, dass Casinos Austria dann nicht für einen Schaden des Spielgastes haftet, wenn dieser unrichtige oder unvollständige Angaben zu seinen Einkommens- und Vermögensverhältnissen macht.

Die Minima und Maxima der Spieleinsätze in den österreichischen Casinos werden vom Bundesministerium für Finanzen festgelegt. Der Kläger hatte seine Einsätze stets in diesem gesetzlichen Rahmen getätigt. Die Einhaltung von Spielregeln, besonders auch von Minimal-und Maximaleinsätzen, wird von den Mitarbeitern laufend überprüft.

Mitarbeiter von Casinos Austria sind dazu verpflichtet, Gäste vom Spiel abzuhalten, wenn der Verdacht besteht, dass diese nicht mehr kontrolliert am Spiel teilnehmen können - z.B. auf Grund von Beeinträchtigung durch Alkohol. Der Kläger hat alkoholische Getränke jedoch in unauffälligem Maße konsumiert, bei etlichen Besuchen ausschließlich Wasser getrunken. Das bezeugt auch ein vom Gericht als besonders aufrichtig eingestufter Casinos Austria Mitarbeiter.

Das vermeintliche "unorthodoxe" Spiel des Klägers macht in einigen Fällen durchaus Sinn. So kann es bei Black Jack strategisch wirksam sein, bei "20" noch eine Karte zu kaufen und damit eine Box zu "opfern", um an anderen zu gewinnen.

Selbstverständlich wurde jeder Besuch des Klägers im Casino registriert. Es ist aber weder üblich, noch war es vom Gesetz gefordert, Stammgäste, die dem Casinopersonal persönlich bekannt sind, bei jedem Besuch nach ihrem Ausweis zu fragen.

Der Kläger hat zum Kauf von Jetons und Münzen Bargeld, Kreditkarten und Euro-Schecks verwendet. Schecks waren dabei - wie auch in allen Dienstleistungs- und Handelsbetrieben - übliche Zahlungsmittel und nach ihrer Rechtsnatur keine "Kreditmittel". Die Behauptung, das Casino habe dem Kläger "Kredit gewährt" ist also falsch. Schecks wurden von allen Gästen als Zahlungsmittel akzeptiert.

Bekannt ist auch, dass der Kläger im maßgeblichen Zeitraum rund 40 Prozent seiner insgesamt rund 200 Casinobesuche in ausländischen Casinos tätigte, die nicht zur Casinos Austria Gruppe gehören und weit weniger strenge Schutzbestimmungen haben.

Über 2,5 Millionen Gäste pro Jahr spielen mit Verantwortung und entsprechend ihren Verhältnissen in den österreichischen Spielbetrieben.

Casinos Austria ist sich dennoch der Tatsache bewusst, dass das Spiel für manche Menschen problematisch sein kann. Die Casinos Austria AG hat seit ihrer Gründung für den Bereich Spielerschutz eine eigene Hauptabteilung, die erhebliche Aufwendungen tätigt, um gefährdete Personen zu schützen.

Sie holt jährlich rund 2.000 Wirtschaftsauskünfte zur finanziellen Situation betroffener Gäste ein und überprüft die Angaben der Gäste. Es werden jährlich rund 800 Gäste von der Teilnahme am Spiel ausgeschlossen. Das Unternehmen verlangt anlassbezogen sogar die Vorlage ärztlicher und psychologischer Gutachten und setzt damit Schutzmaßnahmen, die weit über die gesetzlich geforderten hinausgehen.

Casinos Austria arbeitet darüber hinaus mit Institutionen zusammen, die Menschen mit Spielabhängigkeit beraten und behandeln oder sich mit der wissenschaftlichen Erforschung dieser Problematik befassen und unterstützt diese Institutionen finanziell. Auch im sozialen und kulturellen Bereichen kommt das Unternehmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung in hohem Maße nach.

Grundsätzlich hält Casinos Austria - in Übereinstimmung mit auf Spielabhängigkeit spezialisierten Psychologen - die Auswirkungen des vorliegenden Urteils auf Spielgäste für therapeutisch negativ, da es sie im Glauben spielen lässt, verlorene Einsätze wieder zurückzubekommen.

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Mag. Bettina Strobich,
Tel.: +43/1/534 40-323
bettina.strobich@casinos.at

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