- 05.08.2003, 13:05:00
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Ambrozy: Einseitige Kündigung des Kündigungsschutzes bei den ÖBB ist klarer Schlag gegen die betroffenen MitarbeiterInnen
Kärntner SPÖ wirft ÖVP und FPÖ Zerschlagung der Bahn vor
Klagenfurt (SP-KTN) - Scharfe Ablehnung für eine einseitige
Änderung des Kündigungsschutzes bei den ÖBB kam heute von der
SPÖ-Kärnten. SP-Vorsitzender Peter Ambrozy warf ÖVP und FPÖ eine
Zerschlagung der Bahn vor und forderte die Regierungsparteien auf,
die Vernunft über Ihre Vorhaben siegen zu lassen. "ÖVP und FPÖ müssen
einsehen, dass sie sich da in eine fatale Sackgasse begeben haben und
die Bevölkerung eine Zerschlagung der ÖBB nicht mitragen wird", sagte
Ambrozy und nannte die von der Regierung angekündigten Vorhaben als
"Brachialgewalt gegen die Bahn aber auch gegen jene Bürgerinnen und
Bürger, die die Bahn nützen".
Ambrozy verwies auf die aktuelle Lage der ÖBB und darauf, dass
die, von der Regierung angekündigten personellen Personalkürzungen,
im krassen Widerspruch zu den jährlich anfallenden Überstunden (6,2
Millionen) stehen würden. "Von einer Personalkürzung mit
Brachialgewalt wird niemand profitieren, sondern die ÖBB sowohl als
Arbeitgeber als auch als Dienstleistungsunternehmen stark geschwächt
werden. Dabei gibt es zwei große Verlierer, die MitarbeiterInnen der
ÖBB auf der einen Seite und die BahnfahrerInnen auf der anderen",
warnte der Kärntner SP-Vorsitzende.
Ambrozy bezeichnete die Haltung der Regierung zu den Fragen
Mitarbeiterabbau und Frühpensionierung als belegschaftsfeindlich und
unsozial. "In Wahrheit geht es FPÖ und ÖVP doch gar nicht um eine
sinnvolle Reform der ÖBB, sondern um die Mutwillige Zerschlagung auf
dem Rücken der Bevölkerung", sagte Ambrozy und ergänzte: "Jene Damen
und Herren in der Bundesregierung, die diese fatalen Maßnahmen
ausgeheckt haben, sind wahrscheinlich selbst bereits seit Jahren
nicht mehr mit der Bahn gefahren".
OTS0109 2003-08-05/13:05
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