Gorbach: ÖBB-Reform bringt mehr Gerechtigkeit im Dienstrecht der Eisenbahner

Eisenbahnergewerkschaft soll einsehen, dass Eisenbahnbedienstete nicht gleich Eisenbahnbedienstete sind

Wien (OTS) - "Die vorgesehene Personalgesellschaft der ÖBB wird sicher nicht zu einer Gesellschaft für Frühpensionierungen. Ihre Aufgabe wird es sein, jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die innerhalb der ÖBB wirtschaftlich nicht sinnvoll beschäftigt sind, zu Umschulungen zu motivieren und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen. Die Personalgesellschaft wird sich darum bemühen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ÖBB an externe Unternehmen zu verleasen beziehungsweise mittels Insourcing zusätzliche Tätigkeiten für die ÖBBler zu generieren", so Verkehrsminister und ÖBB-Eigentümervertreter Hubert Gorbach zur Diskussion rund um die ÖBB-Reform. Gorbach erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass Österreich in der Eisenbahnindustrie zur Top-Elite in Europa gehört. In diesem Bereich könne er, Gorbach, sich eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit vorstellen.

Zu den von GdE-Vorsitzenden Wilhelm Haberzettl kolportierten 6,3 Millionen Überstunden der Eisenbahnbediensteten stellt Gorbach fest, bei mehr als 50% der Bediensteten bereits nach der 6. Arbeitstunden jede weitere Arbeitsstunde als Überstunde gerechnet wird. "Hier ist die Frage erlaubt, wie es sein kann, dass etwa ein viertel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ÖBB keiner wirtschaftlich sinnvollen Tätigkeit nachgehen, während auf der anderen Seite so viele Überstunden zu verzeichnen sind. Das ist eine Schieflage, die es nach der Reform nicht mehr geben soll", so der Minister.

Im Zuge der Privilegien- und Dienstrechtsdiskussion sieht Gorbach eine ganze Berufsbranche ins falsche Licht gerückt. "Eisenbahner sind nicht gleich Eisenbahner. Die vielen fleißigen und tüchtigen ÖBB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die täglich unter erschwerten körperlichen Bedingungen ihrer Tätigkeit nachgehen, können nicht mit jenen Bediensteten in der Verwaltung gleich gesetzt werden. Dass hier Unterschiede im Dienstrecht gemacht werden müssen ist evident", so Gorbach abschließend.
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