Ein Hoch auf den Kärntner Tourismus

LH Haider: Infrastruktur, Events und Ganzjahrestourismus bringen Nächtigungs- und Umsatzplus - BM Bartenstein: Kärnten des Österreichers liebstes Urlaubsland

Klagenfurt (LPD) - Der Kärntner Tourismus befindet sich in einem absoluten Hoch, strich heute, Montag, Landeshauptmann Jörg Haider in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Österreichs Tourismusminister Martin Bartenstein und dem Chef der Österreich Werbung, Arthur Oberascher, in Döbriach am Millstättersee hervor. Eine Investitionsoffensive in die touristische Infrastruktur, die erfolgreiche Kärntner Event-Kultur sowie das Vorantreiben einer Ganzjahressaison würden dem Land ein starkes Plus bei Nächtigungszahlen und Umsätzen bescheren, erklärte der Landeshauptmann. Das der österreichische Tourismus trotz "schwieriger Rahmenbedingungen", derzeit insgesamt ein Sommerhoch verzeichnen könne, betonte Minister Bartenstein. So hätten von Mai bis Juni 2003 die Umsätze um zwei Prozent und die Nächtigungszahlen um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen.

Der Kärntner Tourismus habe nach "Jahrzehnten des Abstiegs" im Jahre 2001 eine Trendwende erfahren und sich österreichweit hinter Tirol auf den zweiten Platz gesetzt, sagte Haider. Diesen Erfolg bestätige vor allem das Winterhalbjahr 2002/2003, in dem über drei Millionen Nächtigungen erreicht worden seien, was einen Zuwachs von 5,5 Prozent bedeute. Das sei der höchste Nächtigungsstand, der bisher im Kärntner Wintertourismus erzielt wurde, hob der Landeshauptmann hervor. Sehr groß sei der Anteil von Gästen aus Ost- und Südosteuropa, besonders aus Ungarn und Kroatien gewesen, die damit neue interessante Märkte darstellten.

Auch der Kärntner Sommertourismus entwickelt sich laut Haider zur Zeit überdurchschnittlich gut. So gebe es in den Monaten Mai und Juni 2003 ein Nächtigungsplus von 2,8 Prozent. Der Landeschef führt dies besonders auf die Verlegung zahlreicher Events auf die Vorsaison zurück. Um aber auch im Herbst zu punkten, wolle man die Saison mit dem Projekt "Heimatherbst" noch weiter verlängern. In dieser "Herbstzeit bei Freunden" sollen über 100 kulturelle Veranstaltungen sowie kulinarische und sportliche Ereignisse geboten werden. Insgesamt sei die anfangs von vielen verschmähte Event-Kultur der richtige Weg, was verschiedene Studien belegen, so Haider.

Investieren wolle man in den nächsten Jahren vor allem in die touristische Infrastruktur, kündigte er weiters an. Nachdem die Winterinvestitionen im wesentlichen abgeschlossen seien, würde man jetzt daran gehen, die Hotelinfrastruktur auszubauen. So sollen auf dem Nassfeld mit Finanzierungsbeteiligung der landeseigenen Hypo Alpe-Adria-Bank zwei Hotelprojekte mit einer Gesamtkapazität von 800 Betten errichtet werden. Unter der Dachmarke "Ferienland Millstätter See" soll der Freizeitpark "Ravensburger Kinderwelt" mit 700 Betten entstehen. Wiederbeleben wolle man auch das Schlosshotel Velden, das 2005 als 5-Sterne-Luxushotel erstrahlen soll. Eine neue Touristenattraktion soll auch in Unterkärnten mit dem Kristallbad Klopeinersee entstehen. Weitere Hotelprojekte seien am Mölltaler Gletscher, in Heiligenblut und am Katschberg vorgesehen.

Haider sprach außerdem die auf der italienischen Seite des Nassfelds geplante Aufstiegshilfe an. Am Wochenende habe er mit dem neuen Präsidenten Friaul-Julisch Venetiens, Riccardo Illy, über diese wichtige Weichenstellung für die gemeinsame Region gesprochen. Laut Illy sollen nun die technischen Details und Finanzierungsmodalitäten beim bevorstehenden Treffen der beiden Regierungen im September geklärt werden. Damit gehe das jahrzehntelange Ringen um dieses Projekt zu Ende, freute sich Haider. Nun wollen Kärnten und Friaul zusammen die "Destination Südalpen" bewerben und dabei verstärkt auf Gästegruppen aus Osteuropa setzen.

Ein weiteres Plus für den Kärntner Tourismus seien die kostengünstigen und gut ausgebauten Transportmöglichkeiten. Mit den beiden "Low Cost Carriern" Ryan Air und Hapag Lloyd verfüge man über Partner, die unzählige zusätzliche Gäste aus England und Deutschland nach Kärnten bringen, sagte Haider.

Unter den einzelnen Bundesländern sei Kärnten "des Österreichers liebstes Urlaubsland", betonte auch Tourismusminister Bartenstein, der auch dem Tourismusland Österreich insgesamt großen Erfolg zusprach. Nach einem "hervorragenden Winterergebnis würden auch im Mai und Juni die Nächtigungs- und Umsatzzahlen steigen. Dies sei vor dem Hintergrund zu sehen, dass fast alle Nachbarstaaten Österreichs -wie etwa Ungarn oder Italien - ein Minus zu verzeichnen hätten. Besonders zu betonen sei die "hervorragende" Entwicklung der Marktanteile für Österreich. Als "immer wichtigeren Faktor" bezeichnete Bartenstein die Inlandsgäste in Österreich, die mittlerweile rund 30 Prozent aller Touristen ausmachen würden. Bei den Auslandsgästen sei nach wie vor Deutschland mit 63 Prozent der wichtigste Markt, so der Minister. Insgesamt gebe es im Tourismus drei Trends zu beobachten: Mehr Studien- und Besichtigungsreisende, der Zuwachs von jungen Urlaubern und eine Steigerung der Buchungen über das Internet (bereits 11 Prozent bei Fernreisen).
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