Vladyka: Immer mehr Beschäftigte in "atypischen" Arbeitsverhältnissen

Problematisch sind die fehlende soziale Absicherung und der hohe Frauenanteil

St. Pölten (SPI) - Fast eine Million ArbeitnehmerInnen in Österreich arbeiten in einem sogenannten atypischen Arbeitsverhältnis. Darunter fallen nicht nur geringfügig Beschäftigte, sondern auch "neue Selbständige", die ohne Gewerbeschein mit Werkvertrag arbeiten, und freie Dienstnehmer. "Nur sehr wenige haben diese Anstellungsform selbst gewählt, die meisten sind aus wirtschaftlichen Notwendigkeiten gezwungen solche Dienstverhältnisse anzunehmen. Problematisch für die Betroffenen ist vor allem die fehlende Absicherung. Für Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Pension muss selber vorgesorgt werden, und das trotz meist geringer Entlohnung," beschreibt die Familiensprecherin der SPÖ-NÖ LAbg. Christa Vladyka die Situation. ****

Ein großer Teil der atypisch Beschäftigten sind Frauen, die auch in diesen Dienstverhältnissen deutlich weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Überraschend ist auch der hohe Anteil an gut ausgebildeten Arbeitskräften unter den atypisch Beschäftigten. Das Einkommen pro Stunde liegt mit 7,73 Euro im Durchschnitt deutlich unter dem des Durchschnittseinkommens von 10 Euro pro Stunde.

"Wir fordern, ebenso wie auch Gewerkschaft und Arbeiterkammer mehr Rechte für diese DienstnehmerInnen. Eine verpflichtende Arbeitslosen-und Krankenversicherung sowie ein Kollektivvertrag und die Ausweitung des Vertretungsrechts der Betriebsräte ist sozialer Mindeststandard. Es kann nicht angehen, dass viele Unternehmen mit diesen Dienstformen die Lohnnebenkosten zu einem großen Teil umgehen. Die DienstnehmerInnen haben in diesen Beschäftigungsformen nicht einmal Anspruch auf eine Kranken- und Arbeitslosenversicherung. Bereits jetzt sind fast eine Million Menschen in Österreich unter solch ungünstigen Verhältnissen beschäftigt. Die Situation wird sich in Niederösterreich mit der Ausweitung der Ladenöffnungszeiten aber sicher noch weiter zuspitzen. Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben, so Vladyka abschließend.
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