- 03.08.2003, 08:54:42
- /
- OTS0008 OTW0008
Wieland: Fauler Kompromiss um Halleiner Einkaufszentrum schreit zum Himmel
Direkter Demokratie wurde ein Fußtritt erteilt
Salzburg (OTS) - Welche Doppelgleisigkeit in der Salzburger
Raumordnung vorherrscht, zeigt einmal mehr der Kuhhandel, welcher in
Sachen Einkaufszentrum Hallein über die Bühne geht, sagte heute der
Spartenobmann-Stv. für den Handel in der Wirtschafskammer Salzburg,
Fritz Wieland. Wenn vom Landeshauptmann die "Verkleinerung" der
Verkaufsfläche um 300 Quadratmeter als Erfolg gefeiert werde, sei
einmal mehr deutlich geworden, dass nach dem Sprichwort "Den Kleinen
hängt man, die Großen läßt man laufen" gehandelt werde.
Auch LH-Stv. Eisl sollte seine sogenannten Nahversorgungsinitiativen
einstampfen und zum "Krenreiben" verwenden, fordert Wieland. "Dass
sich die Sozialisten auch noch mit Herrn Stöckl zusammentaten, ist
schon deshalb eine Ironie, weil in der Zwischenzeit jedermann weiß,
dass ein Arbeitsplatz in einem Einkaufszentrum deren drei im
sonstigen Einzelhandel vernichtet. Nachdem erst jüngst Herr Pichler
von der AK die Inflation von Teilzeitjobs mit gleichzeitiger
Vernichtung von wertvollen Ganztagsarbeitsplätzen bejammert hat, ist
wohl bei der SPÖ festzustellen, dass die Linke nicht weiß, was die
Rechte tut."
Mehr als 38% der Beschäftigten seien im Einhandel bereits
Teilzeitler, welche damit ihr Auskommen nicht mehr fänden. Eine
Raumordnungsentscheidung wie in Hallein werde diesen Trend noch
fortsetzen.
Auch der Demokratie sei mit der "vereinigten" Hallein-Entscheidung
ein Fußtritt versetzt worden, nachdem die seinerzeitige
Bürgerbefragung eine Mehrheit gegen ein Einkaufszentrum ergeben habe.
"Aber das interessiert offensichtlich die Politik nicht. Wenn vom
Landeshauptmann davon gesprochen werde, dass die Wirtschaftskammer
Salzburg den Deal "zähneknirrschend" zur Kenntnis nimmt, bleibt
festzuhalten, dass die Gremien in der Wirtschaftskammer damit gar
nicht befasst worden seien", so der Landesobmann-Stv. des
RFW-Salzburg.
Als besonderes "Gustostück"sei einmal mehr die Aussage von LR Raus,
welcher sich auf ein Gutachten von Regio Plan beruft. Raus wäre gut
beraten, sich einmal anzusehen, wer die Herrschaften von Regio Plan
seien.
"Als Resumee bleibt, dass die Salzburger Landesregierung und die
Bürgermeister mit ihrem neuerlichen Umfaller in Hallein aufhören
sollen, bei ihren Schönwetterreden von Nahversorgung, Dorf- und
Stadterneuerung, Verkehrsentflechtung, Arbeitsplatzsicherung und von
einer notwendigen Vielfalt des Angebotes zu faseln",schloß Wieland.
OTS0008 2003-08-03/08:54
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | RFW






