• 31.07.2003, 11:23:21
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Ungarn - noch 275 Tage bis zur EU!

Geheimtip der Woche: Kalocsa - Die Hauptstadt des Paprika

Wien (OTS) - Die südliche Tiefebene ist die Obst- und Gemüsekammer
Ungarns und das Herz des Paprikaanbaus, des "roten Goldes", das
ebenso fixer Bestandteil der ungarischen Küche wie der ungarischen
Seele ist. Das ursprünglich aus Mittelamerika stammende Gemüse kam
vermutlich über die Türkei nach Ungarn und wurde in früheren
Jahrhunderten hier heimlich angebaut, galt es doch als wertvolle
Heilpflanze. Die Gutshöfe der Bischöfe bildeten damals die Grundlagen
für den Anbau. Als Gewürz gelangte erst Mitte des 19. Jahrhunderts
zur Verwendung. Zu dieser Zeit war Szeged das Zentrum des Anbaus, dem
Anfang des 20. Jahrhundert von Kalocsa der Rang abgelaufen wurde. Die
Südliche Tiefebene ist bis heute das größte Anbaugebiet der roten
Köstlichkeit in Europa.

Im Spätsommer, wenn der Paprika reif ist, "glühen" die Felder rund
um Kalocsa, ein zauberhaftes Barockstädtchen an der mittleren Donau,
die Häuser leuchten vom tiefen Rot der überall auf Schnüren
trocknenden Paprikazöpfe. Die Trocknungsmethode beeinflußt ebenso wie
das Mahlverfahren Farbe und Geschmack des Gewürzes. Das Geheimnis
jedoch, warum ein ungarisches Pörkelt, also ein Gulasch, in Ungarn so
einzigartig schmeckt, liegt in der Zubereitung. Der Paprika muß genau
jene Zeitspanne in heißem Fett schwimmen, in der er seine Aromastoffe
voll zur Geltung bringen kann, ehe er braun und bitter wird. Und das
liegt den Ungarn eben im Blut.

Ein besonderes Erlebnis für Einheimische und Gäste ist jedes Jahr
die Paprikaernte in Kalocsa, die in den "Paprikatagen"
(12.-20.9.2003) ihren Höhepunkt findet. Bei dieser zweiwöchigen
Veranstaltung dreht sich alles um das rote Gold. Begleitet wird das
Fest von farbenfrohen Umzügen, Unterhaltungsprogrammen, Konzerten und
einem Kochwettbewerb für Paprikaspeisen, die man natürlich auch
verkosten kann. Auch aktive Beteiligung an der Ernte ist erwünscht
und wird mit Wein, Schnaps und Pogatschen belohnt. Man kann auch
seine eigenen Paprikazöpfe flechten und als Erinnerung dann mit nach
Hause nehmen.

Und natürlich ist dem feurigen Gewürz auch ein eigenes
Paprikamuseum in der Stadt gewidmet, übrigens das weltweit einzige.
Hier wird die Geschichte, Anbau und Verarbeitung anschaulich
demonstriert, zusammen mit Exponaten von Arbeitsgeräten und alten
Schriften, die unter anderem über die Anwendung als Medizin
berichten.

Ein Stadtrundgang durch die 1000-jährige Stadt bietet aber auch
noch andere Attraktionen. Etwa den Dom und das Erzbischöfliche Palais
aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, mit der Erzbischöflichen
Schatzkammer und der Bibliothek, die wertvolle Fresken von
Maulbertsch und unschätzbare Pergamente, Kodizes, Wiegendrucke und
Landkarten birgt. Ein Muß ist die Csárda "Tante Juca", wo man die
köstlichen Paprikagerichte zusammen mit lebendiger Volkskunst
genießen kann. Wer will, kann selbst ausprobieren, wie die berühmten
Stickereien von Kalocsa angefertigt werden. Einen schönen Abschluß
eines erlebnisreichen Tages in Kalocsa bildet ein Ausflug in die
Bakodpuszta mit einer atemberaubenden Pferdevorführung. Eine
anschließende Kutschenfahrt führt zu den Herden von Graurindern und
"blonden" Mangalicza-Schweinen (Wollschweinen), für die Gegend
typische uralte Haustierrassen.

Der Spezialist KORONA TOURS bietet Arrangements für Einzelreisende
und Gruppen in und um Kalocsa, Unterbringung, Besichtigungen,
Ausflugsprogramme, Incentives, etc.

Informationen: Kalocsa-Korona Tours Kft. H-6300 Kalocsa, Szent
István király út 6. Tel. 0036/78/461819, Fax 0036/78/461676
mailto:szallar@mail.externet.hu, Internet: http://www.koronatours.hu
Kulturzentrum Kalocsa. H-6300 Kalocsa, Szent István kurály út 2-4.
Tel. 0036/78/462200, mailto:muvhaz@freemail.hu

OTS0074    2003-07-31/11:23

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HUN

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