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Geheimtip der Woche: Kalocsa - Die Hauptstadt des Paprika

Wien (OTS) - Die südliche Tiefebene ist die Obst- und Gemüsekammer Ungarns und das Herz des Paprikaanbaus, des "roten Goldes", das ebenso fixer Bestandteil der ungarischen Küche wie der ungarischen Seele ist. Das ursprünglich aus Mittelamerika stammende Gemüse kam vermutlich über die Türkei nach Ungarn und wurde in früheren Jahrhunderten hier heimlich angebaut, galt es doch als wertvolle Heilpflanze. Die Gutshöfe der Bischöfe bildeten damals die Grundlagen für den Anbau. Als Gewürz gelangte erst Mitte des 19. Jahrhunderts zur Verwendung. Zu dieser Zeit war Szeged das Zentrum des Anbaus, dem Anfang des 20. Jahrhundert von Kalocsa der Rang abgelaufen wurde. Die Südliche Tiefebene ist bis heute das größte Anbaugebiet der roten Köstlichkeit in Europa.

Im Spätsommer, wenn der Paprika reif ist, "glühen" die Felder rund um Kalocsa, ein zauberhaftes Barockstädtchen an der mittleren Donau, die Häuser leuchten vom tiefen Rot der überall auf Schnüren trocknenden Paprikazöpfe. Die Trocknungsmethode beeinflußt ebenso wie das Mahlverfahren Farbe und Geschmack des Gewürzes. Das Geheimnis jedoch, warum ein ungarisches Pörkelt, also ein Gulasch, in Ungarn so einzigartig schmeckt, liegt in der Zubereitung. Der Paprika muß genau jene Zeitspanne in heißem Fett schwimmen, in der er seine Aromastoffe voll zur Geltung bringen kann, ehe er braun und bitter wird. Und das liegt den Ungarn eben im Blut.

Ein besonderes Erlebnis für Einheimische und Gäste ist jedes Jahr die Paprikaernte in Kalocsa, die in den "Paprikatagen" (12.-20.9.2003) ihren Höhepunkt findet. Bei dieser zweiwöchigen Veranstaltung dreht sich alles um das rote Gold. Begleitet wird das Fest von farbenfrohen Umzügen, Unterhaltungsprogrammen, Konzerten und einem Kochwettbewerb für Paprikaspeisen, die man natürlich auch verkosten kann. Auch aktive Beteiligung an der Ernte ist erwünscht und wird mit Wein, Schnaps und Pogatschen belohnt. Man kann auch seine eigenen Paprikazöpfe flechten und als Erinnerung dann mit nach Hause nehmen.

Und natürlich ist dem feurigen Gewürz auch ein eigenes Paprikamuseum in der Stadt gewidmet, übrigens das weltweit einzige. Hier wird die Geschichte, Anbau und Verarbeitung anschaulich demonstriert, zusammen mit Exponaten von Arbeitsgeräten und alten Schriften, die unter anderem über die Anwendung als Medizin berichten.

Ein Stadtrundgang durch die 1000-jährige Stadt bietet aber auch noch andere Attraktionen. Etwa den Dom und das Erzbischöfliche Palais aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, mit der Erzbischöflichen Schatzkammer und der Bibliothek, die wertvolle Fresken von Maulbertsch und unschätzbare Pergamente, Kodizes, Wiegendrucke und Landkarten birgt. Ein Muß ist die Csárda "Tante Juca", wo man die köstlichen Paprikagerichte zusammen mit lebendiger Volkskunst genießen kann. Wer will, kann selbst ausprobieren, wie die berühmten Stickereien von Kalocsa angefertigt werden. Einen schönen Abschluß eines erlebnisreichen Tages in Kalocsa bildet ein Ausflug in die Bakodpuszta mit einer atemberaubenden Pferdevorführung. Eine anschließende Kutschenfahrt führt zu den Herden von Graurindern und "blonden" Mangalicza-Schweinen (Wollschweinen), für die Gegend typische uralte Haustierrassen.

Der Spezialist KORONA TOURS bietet Arrangements für Einzelreisende und Gruppen in und um Kalocsa, Unterbringung, Besichtigungen, Ausflugsprogramme, Incentives, etc.

Informationen: Kalocsa-Korona Tours Kft. H-6300 Kalocsa, Szent István király út 6. Tel. 0036/78/461819, Fax 0036/78/461676 szallar@mail.externet.hu, Internet: http://www.koronatours.hu Kulturzentrum Kalocsa. H-6300 Kalocsa, Szent István kurály út 2-4. Tel. 0036/78/462200, muvhaz@freemail.hu

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Ungarisches Tourismusamt
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