• 30.07.2003, 10:38:49
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SPÖ-Urban: Hernals setzt alle Hebel in Bewegung, um Drogenproblem Herr zu werden

Verständnis für Sorgen der BürgerInnen - Polizeiaktionen intensiviert

Wien (SPW-K) - Großes Verständnis für die Sorgen der BürgerInnen
im Zusammenhang mit dem im Bezirk bestehenden Drogenproblem und der
daraus resultierenden jüngsten Unterschriftensammlung zeigte Mittwoch
der Bezirksvorsteher-Stellvertreter des 17. Wiener Gemeindebezirks,
Hernals, Josef Urban. In einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ
Wien betonte er, dass die Bezirksvorstehung alle ihr möglichen Hebel
in Bewegung setze, um der in einigen Bezirksteilen ausufernden
Drogenszene Herr zu werden. "In enger Zusammenenarbeit mit der
Polizei werden die Razzien weiter intensiviert werden, um vor allem
der Drogendealer habhaft zu werden" , betonte der Politiker.

Bedauerlicherweise machten sich bei den Bemühungen die
Sparmaßnahmen bei der Polizei an allen Ecken und Enden bemerkbar,
notwendig wäre eine größere Zahl von MitarbeiterInnen vor allem der
Kriminalpolizei. Für die Sicherheitswache seien die
Drogendealer-Aufgriffe insoferne schwierig, als die Kriminellen über
ein gut funktionierendes Nachrichtennetz verfügten und bei Auftauchen
eines Sicherheitswachebeamten sofort entsprechende Rundwarnungen
ausgäben, setzte Urban fort. KriminalbeamtInnen könnten hingegen
unerkannt und verdeckt agieren und damit die Erfolgsrate entsprechend
erhöhen. Doch gerade bei der Kriminalpolizei gäbe es spürbare
Personalengpässe auch in Hernals, meinte der Mandatar.

Als Ausgangspunkt für den verstärkten Drogenhandel in einigen
Bezirksteilen ortete Urban ein Wohnheim für Asylwerber, das von
Suchtgifthändlern als Unterschlupf für ihre kriminellen
Machenschaften missbraucht werde. Urban: "Dadurch kommen immer wieder
leider auch die vielen aufrichtigen Asylwerber, die sich nichts zu
Schulden kommen haben lassen, in Verruf und werden auch Vorurteile
gegen diese geschürt".

Abschließend richtete Urban an den Innenminister den Appell, keine
weiteren Sparmaßnahmen mehr bei der Polizei durchzuführen und für
eine entsprechende Verstärkung vor allem der Kriminalpolizei in den
Bezirken zu sorgen. Auch die Betreiber bzw. Vermieter der Wohnungen
des Wohnheimes, seien aufgerufen, die Augen noch weiter offen zu
halten, um den Drogendealern wirksamer ihr schmutziges Handwerk legen
zu können, schloss Urban. (Schluss)

OTS0056    2003-07-30/10:38

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