• 29.07.2003, 11:28:43
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Glawischnig: Morak hat sein Abschiedsinterview gegeben

Qualität ist nicht mehr wichtig, es zählt nur mehr der Bevölkerungsschlüssel

Wien (OTS) "Kunststaatssekretär Morak hat heute offensichtlich sein
Abschiedsinterview gegeben, er hat als Kunststaatssekretär abgedankt.
Und die Kunstsektion sollte er am besten auch gleich auflösen. Wenn
nämlich sein wichtigstes Kriterium die Verteilung der
Förderungsgelder nach dem Bevölkerungsanteil ist, dann möge er doch
das Geld aus der Kunstsektion gleich den LandeskulturreferentInnen
überweisen", kommentiert Eva Glawischnig, Kultur- und stv.
Bundessprecherin der Grünen, die Veröffentlichung von Moraks
Kunst-Credo in einem Interview mit der APA.

"Außer den ÖVP-KulturreferentInnen in den Ländern wird Morak kaum
jemand eine Träne nachweinen. So 'erfolgreich' wie er, hat kaum
jemand etablierte und gut funktionierende Strukturen zerschlagen. Das
hat sich zuletzt bei der Diagonale gezeigt", so Glawischnig.

Die Bundesländer müssten besser in die Mittelverteilung eingebunden
werden, und der Idealfall für ihn sei, 'wenn jedes Bundesland, so
viel Prozent an Kunstförderung erhält, wie es dem jeweiligen
Bevölkerungsanteil entspricht', formulierte Morak sein
kunstpolitisches Credo. Ob etwas Qualitätsvolles bzw.
Förderungswürdiges passiert, sei sekundär. Es sei nur 'auch' zu
berücksichtigen.

OTS0082    2003-07-29/11:28

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