Neue Schikane im Zinsenskandal: Bank fordert 5 Euro bei Zinssatzänderungen!

AKNÖ-Konsumentenschützer sind entsetzt. Bei Weiterbestehen der Gebühr erwägt AKNÖ rechtliche Schritte.

Utl: AKNÖ-Konsumentenschützer sind entsetzt. Bei Weiterbestehen der Gebühr erwägt AKNÖ rechtliche Schritte.

Wien (AKNÖ) – Von entrüsteten Konsumenten wurde den Konsumentenschützer der NÖ Arbeiterkammer (AKNÖ) berichtet, dass die Oberbank bei Zinssatzänderungen 5 Euro (68,8 ATS) Manipulationsgebühr von den betroffenen Kreditnehmern verlangt. Mit der Einführung dieser Gebühr reagiert die Bank auf das OGH-Urteil vom Februar dieses Jahres. Für die AKNÖ-Experten ist dieses Urteil ein großer Erfolg für die österreichischen Kreditnehmer, besagt es doch, dass Banken bei der Anpassung ihrer Kreditzinssätze nur noch kaufmännisch runden dürfen. Gefällt wurde dieses Urteil gegen die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe und Raiffeisenlandesbank Wien/Niederösterreich. Betroffen sind Privatkredite, welche nach 1997 aufgenommen wurden und eine Zinsenanpassungsklausel beinhalten!

Zusätzliches Körberlgeld Für La Garde bedeutet das Vorgehen dieser Bank eine neue Schikane im Zinsenskandal: "Für mich entsteht der Eindruck, dass sich dieses Kreditinstitut aufgrund des OGH-Urteils am Kunden schadlos halten will. Da nur noch kaufmännisch gerundet werden darf, versucht sich diese Bank mit dieser Phantasiegebühr ein zusätzliches Körberlgeld zu schaffen." Der AK-Konsumentenschützer findet besonders die Begründung der Oberbank für die Manipulationsgebühr bemerkenswert: "Die Bank schreibt, dass Zinssatzänderungen einen sehr hohen außertourlichen organisatorischen und technischen Aufwand mit sich bringen, wobei die Manipulationsgebühr nur einen Teil dieser Kosten deckt." Diese Erklärung ist für die AK-Experten in keiner Weise nachvollziehbar, da in Zeiten von EDV Änderungen ganz einfach mittels Knopfdruck durchgeführt werden können. Auch AKNÖ-Präsident Josef Staudinger ist über die Vorgehensweise dieser Bank entsetzt: "Sollte diese Gebühr nicht wieder eingestellt werden, dann werden wir im Interesse aller betroffenen Kreditnehmer rechtliche Schritte einleiten!"

Was bedeutet die OGH- Entscheidung für betroffene Kreditnehmer? Läuft der Kredit noch, dann muss die Bank von sich aus Rückzahlungen vornehmen. Wurde der Kredit bereits ausbezahlt, dann muss der Konsument unter Bezugnahme auf das OGH-Urteil die Banken mittels eingeschriebenen Brief auffordern, das bereits getilgte Kreditkonto nachzuberechnen und die ermittelte Differenzsumme zu überweisen. Gegen andere Kreditinstitute laufen gleichgehaltene Musterklagen. Die Konsumentenschutzexperten der AKNÖ raten allen betroffenen Konsumenten, sich ihre Ansprüche zu sichern und mittels eingeschriebenen Briefes, die Banken aufzufordern, Neuberechnungen durchzuführen. Bei Unsicherheiten helfen die AK-Experten gerne auch persönlich weiter.

Ratsuchenden Konsumenten stehen die AKNÖ-Kreditexperten mit Rat und Tat unter der AKNÖ-Kredithotline 0800/232323-1108 gerne zur Seite.

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