• 26.07.2003, 10:31:03
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SP-Haider: "Statt kinderlose Frauen strafen Kinderbetreuung endlich verbessern!"

Fast 10 Prozent Geburtenrückgang in Oberösterreich

Linz (OTS) - "Frauen können alles! Wenn das auf unseren Plakaten
zu lesen ist, dann sind wir auch davon überzeugt. Nur müssen wir die
Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie das auch zeigen können",
stellt SP-Landeschef Erich Haider fest. "Während sich
ÖVP-Frauenministerin Rauch-Kallat Gedanken darüber macht, wie man
kinderlose Frauen bestrafen könnte, wollen wir dafür sorgen, dass
sich Kind und Job wirklich vereinbaren lassen!"

"Der neuerliche Geburtenrückgang darf nicht einfach hingenommen
werden. Die SPÖ hat erst vor kurzem anhand der jüngsten Erhebungen
aufgezeigt, dass Kinderbetreuungseinrichtungen gerade in ländlichen
Gegenden nach wie vor Mangelware sind. Diesen Mißstand gilt es mit
Landeshilfe zu beseitigen, denn nur das Kindergeld alleine bringt
offensichtlich zuwenig Unterstützung für die Eltern. Besondere
Zielgruppen sind dabei die unter 3-jährigen und die Schulkinder.
Daneben müssen Öffnungszeiten endlich so gestaltet sein, dass sie mit
den Arbeitszeiten berufstätiger Eltern vereinbar sind. Außerdem
sollte ein warmes, gesundes Mittagessen längst Standard bei jeder
Form der Kinderbetreuung sein - vom Kleinkind bis zum Schulalter",
forderte Erich Haider, Vorsitzender der SP OÖ.

Nach Jahren der Flaute habe die Geburtenstatistik des Vorjahres
erstmals wieder etwas erfreulicher ausgesehen. Das habe die ÖVP
veranlasst, dies euphorisch als Erfolg des Kindergeldes zu bejubeln.
Eine Euphorie, die durch die jüngste Statistik des ersten Quartals
2003 einen empfindlichen Dämpfer erfahren dürfte. Sie weist für
Oberösterreich nämlich einen deprimierenden Rückgang von minus 9,8
Prozent auf. "Damit verzeichnet Oberösterreich den stärksten Rückgang
aller Bundesländer", kritisiert LH-Stv. Erich Haider die verfehlte
Familienpolitik der ÖVP.

"Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein Gebot der Stunde.
Alleine schon deshalb, weil die häufig hervorragend ausgebildeten
Frauen in den nächsten Jahren aufgrund des drohenden
Fachkräftemangels eine der wichtigsten gesellschaftlichen Gruppen für
die Wirtschaft werden", zeigt Erich Haider auf.

OTS0014    2003-07-26/10:31

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